2012: Die Prophezeiung der Maya

2012: Die Prophezeiung der Maya

Originaltitel: 2012: The Final Prophecy
Genre: Dokumentation
Regie: Parthenon
Hauptdarsteller: Adam Maloof
Laufzeit: Ca. 50 Minuten
Label: Sunfilm Entertainment
FSK 21

2012: Die Prophezeiung der Maya   22.07.2012 von Panikmike

Seit Jahren gehen die Gerüchte um, dass der 21. Dezember 2012 unser letzter Tag sein wird. Die Welt, wie wir sie kennen, wird dann nicht mehr existieren. Doch was passiert? Wie kommen die Maya drauf, dass die Welt untergehen wird? Können wir irgendetwas dagegen tun oder ist die Voraussagung Humbug? Mal sehen, was uns die Dokumentation zu sagen hat …

In der Geschichte der Menschheit befassten sich viele Kulturen und Wissenschaftler mit Prophezeiungen. Nostradamus, der im 16. Jahrhundert lebte, kündigte eine Klimakatastrophe zwischen 2003 und 2022 an. Um das Jahr 2012 soll der III. Weltkrieg ausbrechen und danach soll es nie wieder Kriege geben. Die bekannteste Untergangs-Theorie stammt aber aus der Kultur der Maya. Ihr weltberühmter Kalender beschreibt das vierte Zeitalter und endet am 21. Dezember 2012. Das ist der Stichtag, an dem unsere Zivilisation enden wird. Die Menschheit wird dann aber im fünften Zeitalter weiterleben, aber mit den jetzigen Kulturen, Riten und Eigenheiten nichts mehr zu tun haben.

Der Wissenschaftler Adam Maloof glaubt aber nicht an Prophezeiungen, er möchte den Untergang wissenschaftlich erklären. Daher reist er in verschiedene Länder, um diverse Theorien zu untersuchen. Eine Möglichkeit für ein abruptes Ende der Welt wäre die sogenannte Pol-Verschiebung. Wenn sich einer der Pole schnell verschieben würde, geriete die Welt aus dem Gleichgewicht. Plötzliche Vulkanausbrüche, Tsunamis oder Eis wären aufgrund der nicht mehr passenden magnetischen Ausrichtung die Folge. Maloof untersucht aufgrund der These Gesteinsproben aus Australien und Norwegen und vergleicht diese. Er stellt fest, dass es vor ca. 800 Millionen Jahren eine Pol-Verschiebung gegeben hat, die ca. 1 Million Jahre lang gedauert hat. Diese ewige Zeit würde der Mensch nicht mitbekommen, daher fällt diese Theorie aus. Doch Maloof hat noch mehr in petto. Er reist nach Dresden und sieht sich den bekannten Dresdner Codex an. Wird er dort eine Begründung für den Weltuntergang finden oder ist er der Meinung, dass die Maya unrecht haben werden?

Die Dokumentation ist ein wenig seltsam, da das Thema nur zum Anfang aufgegriffen wird. Man erfährt zwar viel über Prophezeiungen und die Maya, aber richtig begründet wird eigentlich nichts. Alles bleibt ein wenig in der Luft, was aber auch klar ist, weil der 21. Dezember 2012 noch nicht vorbei ist. Interessant sind die Informationen über die Maya schon, aber um wirklich viel von ihnen zu lernen, hätte die Spielzeit länger als 50 Minuten ausfallen müssen. So kommen zwar einige interessante Dinge ans Licht, jedoch geht man mit einem Halbwissen aus der Doku raus.

Bildergalerie von 2012: Die Prophezeiung der Maya (7 Bilder)

Technisch liefert Sunfilm ein gutes Bild auf Blu-ray ab. Es ist klar, scharf und hat einen guten Detailgrad. Hin und wieder sind die gezeigten Bilder ein wenig verrauscht, was aber zum Thema der Dokumentation passt. Soundtechnisch gibt es nicht viel zu sagen, der Sprecher kommt klar und deutlich aus dem Center, die anderen Lautsprecher werden kaum genutzt – typisch Dokumentation!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin ein wenig enttäuscht, denn von dieser Dokumentation habe ich viel erwartet. Adam Maloof geht zwar einigen interessanten Sachen nach, jedoch reicht die Zeit von lediglich 50 Minuten nicht aus, um die Maya, ihre Kultur und die Prophezeiungen richtig zeigen zu können. Klar habe ich einige Sachen mitgenommen, aber irgendwie bin ich jetzt mit meinem Halbwissen nicht zufrieden. Der eine glaubt dran, der andere nicht, aber richtig viele Fakten werden nicht dargestellt. Es gibt viele Theorien, die teilweise aber auch zu schnell bzw. lückenhaft gezeigt werden. Ich für meinen Teil wurde einigermaßen gut unterhalten, mir fehlt trotzdem einiges, um 2012: Die Prophezeiung der Maya als gute Dokumentation abstempeln zu können.


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