7th Floor - Jede Sekunde zählt

7th Floor - Jede Sekunde zählt

Originaltitel: Séptimo
Genre: Thriller
Regie: Patxi Amezcua
Hauptdarsteller: Belen Rueda • Ricardo Darin
Laufzeit: DVD (90 Min) • BD (94 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 12

7th Floor - Jede Sekunde zählt   15.07.2014 von DeWerni

Als Sebastián seine Kinder zur Schule fahren will, ist die Welt noch in Ordnung. Doch auf ihrem Weg durchs Treppenhaus verschwinden die beiden urplötzlich. Mit der Hilfe seiner verzweifelten Frau und einem eigentümlichen Kommissar macht er sich auf die Suche. Was er allerdings bei seinen Recherchen erfährt, wagt er kaum zu glauben …

 

Auch wenn Sebastián (Ricardo Darin) und seine hübsche Frau Delia (Belen Rueda) schon lange nicht mehr grün sind und mittlerweile getrennt leben, sind die Beiden glücklich – genauso wie die beiden Kinder Luna und Luca. Als Sebastián die Kinder auf dem Weg zur Arbeit wieder zur Schule fahren möchte, scheint die Welt noch in Ordnung. Für den Vater und Rechtsanwalt ist es zudem ein extrem großer Tag, schließlich wartet zu Gericht ein wichtiger Fall. Delia gibt ihm noch einige Dinge mit und warnt ihn davor, die Kinder wieder das geliebte Treppenhausspiel spielen zu lassen. Doch als er die Wohnung verlässt, kommt es wieder einmal anders: Die Kinder erpressen ihn mit einer geheimen Information – und dürfen wieder das Treppenhaus auf dem Weg nach unten unsicher machen, während Sebastián den Fahrstuhl nimmt.

 

Als er unten ankommt, erwartet er seine Kinder. Doch diese tauchen nicht auf. Nach einigen Minuten wird er nervös, erkundigt sich beim Hausmeister, der die Kinder allerdings ebenso nicht gesehen hat. Auch als er das Treppenhaus selbst noch einmal durchsucht, kann er niemanden finden. Panik bricht aus. Er wird dringend im Gericht erwartet, informiert wegen der Kinder seine Frau und anschließend die Polizei. Mittlerweile ist Delia wieder Daheim angekommen, die Beiden sind starr vor Angst und rasten fast aus. Alle Nachbarn werden befragt und verdächtige Wohnungen ohne Zustimmung der Bewohner durchsucht. Glücklicherweise wohnt auf der dritten Etage ein hilfsbereiter Kommissar, der sich der Sache annimmt und auf dem Revier einige Recherchen vornimmt. Die Eltern sollen ruhig bleiben und das Telefon für Anrufe von eventuellen Entführern freihalten. Hilflos begeben sich die Eltern in ihr Schicksal. Sebastián ist zudem kurz davor, seinen Job zu verlieren, nachdem er weiter versucht, den Richter hinzuhalten. Und da klingelt dann doch das Telefon: Die sympathisch klingenden Entführer verlangen eine Summe von 100.000$ für die Freilassung der beiden Kinder – und das innerhalb einer Stunde. Nachdem die Eltern alle Möglichkeiten erörtert haben, macht sich Sebastián schließlich auf, um nach dem letzten Strohhalm zu greifen …

 

Bildergalerie von 7th Floor - Jede Sekunde zählt (5 Bilder)

Gibt es für die beiden Elternteile die Möglichkeit, innerhalb der kurzen Zeitspanne doch noch an die große Summe zu gelangen? Wer hat die Kinder schließlich verschleppt und wird der Entführer gefasst? Wird das Leben der Kinder und ihrer Eltern unversehrt weitergehen können?

 

Technisch liefert das Werk eine überzeugende Vorstellung ab. Die Bilder im HD-Bereich wirken meist solide, klar und weisen viele Details auf. Zudem fällt eine extreme Kantenschärfe auf, die vor allem in den Totaleinstellungen Buenos Aires positiv zur Geltung kommt. Die Farben sind oftmals etwas blass gehalten, was allerdings auch am Setting liegt und zudem zur angespannten Atmosphäre der Szenerie passt. Der Schwarzwert ist satt, der Kontrast etwas schwach, in einzelnen Szenen sind Überstrahlungen dunklerer Bildabschnitte erkennbar. Bildrauschen ist relativ selten zu entdecken, insgesamt wirkt das Bild stabil und ruhig. Im akustischen Bereich bekommt man eine gewohnte, technische Umsetzung geboten. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich und zentral gehalten. Die Atmosphäre im Treppenhaus wird gut eingefangen und über die Kanäle verteilt. Effekte gibt es kaum, sodass der Subwoofer selten zum Einsatz kommt. Die Filmmusik ist zudem passend gewählt und drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund. Insgesamt bekommt man auf technischer Basis ein recht ausgereiftes Werk präsentiert, das  in den meisten Bereichen zu überzeugen weiß.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

So richtig kann die argentinisch-spanische Koproduktion nicht überzeugen. Auf der einen Seite bringen die Schauspieler ihre Rollen sehr gut zur Geltung, auf der anderen schaffen sie es leider nicht, mehr aus der etwas langgezogenen und deswegen etwas lahm wirkenden Geschichte rund um die mysteriöse Entführung der beiden Kinder zu machen. Nur das Ende zeigt sich dann mit einigen überraschenden Wendungen doch noch überzeugend. Ich für meinen Teil wurde durchschnittlich unterhalten, werde mir das Werk allerdings sicher nicht noch einmal anschauen. Wer auf Thriller steht und einen Blick wagen mag, der sollte keine allzu großen Erwartungen an den Tag legen und darüber nachdenken, vielleicht doch die Videothek des Vertrauens einem Kauf vorziehen.


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