A Young Doctors Notebook - Staffel 2

A Young Doctors Notebook - Staffel 2

Originaltitel: A Young Doctors Notebook - Season 2
Genre: TV- / Mysteryserie
Regie: Robert McKillop
Hauptdarsteller: Daniel Radcliffe • Jon Hamm
Laufzeit: DVD (88 Min) • BD (88 Min)
Label: Polyband
FSK 16

A Young Doctors Notebook - Staffel 2   13.04.2015 von DeWerni

In der sibirischen Weite Muryevo sucht der unerfahrene Arzt Vladimir Bongard seine ersten Erfahrungen als Leiter eines Krankenhauses. Zwischen Sex, Drogen und dem aufkeimenden Bürgerkrieg versucht er, mit dem Leben klarzukommen. Doch selbst aus rückblickender Sicht Jahre später sind die Dinge alles andere als einfach …

 

Zentrale Figur des Geschehens in A Young Doctor’s Notebook ist der Arzt Vladimir Bongard (Jon Hamm, Daniel Radcliffe) – und das gleich in zweifacher Hinsicht: als unerfahrener Berufsanfänger und rückblickend 15 Jahre später. Während es in der ersten Staffel noch hauptsächlich darum gibt, wie es den jungen Arzt als Universitätsabgänger in das einsame Dorf Muryevo in Sibirien verschlagen hat, um dort ein Krankenhaus zu leiten, hat er sich mittlerweile dort eingelebt. Im Jahre 1918 führt er dort zur Belustigung eine sexuelle Beziehung mit der nicht gerade hübschen Hebamme Pelegeya (Rosie Cavaliero) und muss sich noch immer mit seiner Morphiumsucht herumschlagen, die ihm das Leben auf der einen Seite immer wieder erträglicher gestaltet, auf der anderen aber auch für diverse Schwierigkeiten sorgt. Denn auch damals gab es Drogen nicht mit unendlichem Nachschub. Und so kämpft er immer wieder gegen die Mühlen der Aufseher um Nachschub. Doch auch das Leben in seinem direkten Umfeld hat sich geändert. Der Bürgerkrieg ist in vollem Gange, weswegen eine Truppe verletzter Soldaten bei ihm Unterschlupf und Versteck sucht – und das ausgerechnet, als er gerade mit seinem Entzug zu kämpfen hat. Mit bei der Truppe die hübsche Schwester eines der Soldaten Natascha (Margaret Clunie), in die er sich Hals über Kopf verliebt. Von nun an stehen ihm andere, außergewöhnliche Herausforderungen zwischen Liebe, Kampf und Drogen bevor. Sein älteres Ich beobachtet rückblickend immer wieder die Geschehnisse, die in einem Notizbuch niedergeschrieben sind. Dabei gibt es meist spitze Kommentare und kuriose Tipps, wie der junge Arzt besser mit der Situation umzugehen hätte. Ähnlich wie in der ersten Staffel entsteht so eine besondere und teils seltsame Situationskomik, die es lohnt anzuschauen …

 

Welche kuriosen Situationen muss der Arzt noch überstehen – sei es als jüngere oder ältere Variante? Wie ergeht es ihm zischen Drogen, Krieg und seinen gefährlichen Liebesspielchen? Und wie sieht sein altes Ego die kuriose Zeit rückblickend?

 

In Summe kommt die ganze Staffel auf einer Scheibe in lediglich vier Folgen mit einer Laufzeit von jeweils gut 20 Minuten daher. Das ist nicht allzu viel, weswegen man sich schon die Frage gefallen lassen muss, warum man die insgesamt acht Episoden nicht zu einem Release zusammengefasst hat. Ebenso muss man an dieser Stelle leider auf die fehlenden Bonusmaterialien hinweisen. Da hätte man sich als Zuseher sicher von Seiten der Macher ein wenig mehr Liebe zum Detail gewünscht.

 

Bildergalerie von A Young Doctors Notebook - Staffel 2 (6 Bilder)

Aus technischer Sicht kann die Veröffentlichung leider nicht ganz das Niveau anderer Werke aus dem Hause BBC bestätigen. Das Bild zeigt zwar hin und wieder, was HD bedeutet, doch oftmals sind die Einstellungen etwas verwaschen und unscharf. Nichtsdestotrotz können gerade die Nahaufnahmen mit scharfen und klaren Einstellungen punkten. Die Farben passen sich dabei dem Geschehen an und sind deswegen oft blass gehalten, auch wenn sie meist authentisch wirken. Der Kontrast ist etwas schwach und der Schwarzwert dadurch eher ein Grauwert. Hellere Bildbereiche überstrahlen die dunkleren oft, so wirken die dunkleren Einstellungen meist schwächer. Tontechnisch ist das ganze Geschehen sehr frontlastig gehalten. Lediglich die wenige Hintergrundmusik kommt auch aus den hinteren Boxen und sorgt selten für Raumklang. Andere Effekte gibt die Umsetzung meist nicht her, wenn dann kommen sie aber auch nur aus den Frontboxen. Ebenso sieht es leider mit den Bassboxen aus. Wenigstens die Dialoge sind jederzeit gut verständlich gehalten und toll synchronisiert. In Summe würde ich das Werk im technischen HD-Bereich also maximal als durchschnittlich bezeichnen.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

So richtig überzeugen kann dieses etwas skurrile und chaotische Werk aus dem Hause BBC leider nicht. Nur wer den britischen Humor mit all seinen Facetten mag, der wird mit den lediglich vier Episoden auf einer Scheibe etwas anfangen können – dann allerdings richtig. Bereits wie in der ersten Staffel schlüpft Daniel Radcliffe dabei in die Rolle des unerfahrenen Doktors Vladimir Bongard, der seine Erfahrungen im russischen Bürgerkrieg machen muss oder kritisch zurückblickend seine Taten begutachtet. Die Rollen der Charaktere werden dabei genial von den Schauspielern ausgefüllt. Das etwas andere Format kann sicherlich überzeugen, wenn man sich darauf einlassen kann und mag. Qualitativ gesehen muss man bei diesem Werk nicht zwingend auf die Blu-ray zurückgreifen. In Summe eine etwas zweischneidige Veröffentlichung mit Höhen und Tiefen.


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