Abattoir

Abattoir

Originaltitel: Abattoir
Genre: Horror • Thriller
Regie: Darren Lynn Bousmann
Hauptdarsteller: Jessica Lowndes • Lyn Shaye
Laufzeit: DVD (94 Min) • BD (98 Min)
Label: Constantin / Highlight Film
FSK 16

Abattoir   11.10.2016 von MarS

Der Regisseur Darren Lynn Bousman ist den meisten Horrorfans wohl seit seinem Debüt mit Saw II ein Begriff, auf den noch zwei weitere Filme innerhalb der Reihe folgten und seinen Ruf als Splatter-Ikone endgültig festigten. Mit seinem aktuellen Werk Abattoir bleibt er zwar dem Horrorgenre treu, versucht sich aber eher an subtilem Grusel denn an gewalttätigen Gore-Ausbrüchen. Ob ihm dies gelungen ist erfahrt Ihr in der folgenden Kritik.

 

Die Immobilienmaklerin Julia Talben lebt ein glückliches Single-Leben, ist aber stets für ihre Schwester und ihre Familie da. Deshalb bricht für Julia auch eine Welt zusammen, als diese brutal ermordet werden, auch wenn der Täter noch vor Ort ist und sich ohne Widerstand festnehmen lässt. Als sie zusammen mit ihrem Ex-Freund und Polizisten Grady zum Tatort zurückkehrt stellt sie entsetzt fest, dass das Zimmer, in welchem der Mord geschah, komplett verschwunden ist. Bei ihren gemeinsamen Recherchen stoßen die Beiden auf viele weitere ähnlich mysteriöse Fälle, bei denen stets der Raum des Verbrechens wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint. Julia kommt schließlich dem Wanderprediger Jebediah Crone auf die Spur, der offensichtlich hinter all dem steckt und mit den Vorkommnissen in Verbindung zu steht. Doch was sie erwartet, als sie Crone endlich gegenüber steht, hätte Julia niemals erwartet...

 

Wenn jemand wie Darren Lynn Bousman hinter einem Mystery-Horrorfilm steckt, dann kommt man als Zuschauer nicht umher, diesen mit seinen gewalttätigen aber auch durchdachten Saw-Werken zu vergleichen. Doch mit diesen kann Abattoir leider zu keiner Zeit mithalten, denn dazu fehlt es dem Film ganz klar am entsprechenden Spannungsaufbau sowie der rasanten Erzählweise, die man von Bousman eigentlich gewohnt ist. Stattdessen versucht sich der Film an einem langsamen, ruhigen Aufbau, der sich bis ins Finale wohl hätte steigern sollen, sich aber so viel Zeit lässt bis er endlich zur Sache kommt, dass die meisten Zuschauer bis dahin wohl entweder bereits eingeschlafen sind oder abgeschalten haben. Schade eigentlich, denn gerade der letzte Teil von Abattoir zeigt noch einmal die Künste von Bousman und findet endlich den Fluss inklusive hohem Gewaltgrad, den man sich im Rest des Films auch gewünscht hätte, nur eben leider viel zu spät. Bis es nämlich soweit ist bleibt die Inszenierung extrem übersichtlich, langatmig und völlig ohne Spannung oder linearer Atmosphäre, wobei die Hauptfiguren eine langweilige Schnitzeljagd vollziehen, die zudem nicht immer logisch ist. Da können letztendlich auch die solide agierenden Darsteller, allen voran der ekelhaft charismatische Dayton Callie als Jebediah Crone, nichts mehr retten. Immerhin tröstet das schöne Finale ein klein wenig über die zahlreichen Mängel im Vorfeld hinweg.

 

Bildergalerie von Abattoir (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist absolut HD-würdig und zeichnet sich in allen Bereichen durch sehr gute Werte aus. Das Bild ist glasklar und sehr scharf und offenbart zahlreiche feine Details, während Kontrast und Schwarzwert absolut saubere Einstellungen liefern. Auch die Farbgebung ist passend gewählt. Der Ton leistet ebenfalls tolle Arbeit und bringt stetige Surroundeinbindung, klare Dialoge sowie atmosphärische Dynamik mit sich. Technisch präsentiert sich die Blu-ray damit deutlich besser als inhaltlich.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Abattoir hätte mit etwas mehr Gespür für Timing im Aufbau durchaus ein gruseliger und blutiger Mystery-Horrorfilm werden können, so allerdings bietet er lediglich im Finale ordentlich Atmosphäre und Unterhaltungswerte, was letztendlich einfach zu wenig ist. Auf Grund der eigentlich interessanten Story können Genre-Fans vielleicht einen Blick wagen, zu viel erhoffen sollte man sich dabei aber nicht. Abattoir verschwindet wohl genauso schnell aus den Köpfen der Zuschauer wie die Zimmer im Film...


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