Affekt

Affekt

Genre: Psycho-Thriller
Regie: Daniel Alvarenga
Hauptdarsteller: Ulrich Günther • Ole Bosse
Laufzeit: DVD (41 Min)
Label: Alvarenga Productions

Affekt   31.01.2016 von MarS

Nach Und alles hat den Tod, dem Erstlingswerk von Filmemacher Daniel Alvarenga, geht die erstrebte Kurzfilm-Trilogie Geister mit dem nächsten Werk Affekt in die zweite Runde. Ob die Qualität noch einmal gesteigert werden konnte erfahrt Ihr in der folgenden Kritik.

 

Wer sich vorab die Kritik zu Und alles hat den Tod noch einmal in Erinnerung rufen möchte, der findet diese hier: http://sofahelden.com/index/artikel/Und-alles-hat-den-Tod/8892

 

Um die Semesterferien seines Freundes Ben zu feiern, der eigentlich ein Auslandsstudium in Australien macht und nun für ein paar Wochen zurück in Deutschland ist, hat Felix die abgelegene Jagdhütte seiner Eltern als Partyort auserkoren. Ganz nebenbei möchte er auch das Herz seiner Angebetenen erobern, blöd nur dass die ihren Freund Fabi mitbringt. Während die Stimmung ausgelassen ist und der ein oder andere alkoholische Drink vernichtet wird taucht plötzlich ein seltsamer alter Mann in der Hütte auf. Er behauptet der Tod persönlich zu sein und prophezeit, dass am Ende der Nacht nur noch einer der sieben Feiernden leben wird - wer, das dürfen sie selbst entscheiden. Zunächst glaubt dem alten Mann natürlich keiner seine Geschichte, doch als dieser um Mitternacht zurückkehrt und die Entscheidung einfordert gerät die Situation außer Kontrolle...

 

Mit Affekt hat Daniel Alvarenga einen Psycho-Thriller geschaffen, der sich wahrlich nicht vor den großen Filmwerken zu verstecken braucht. Ganz im Gegenteil, denn sowohl die Geschichte als auch die Inszenierung sind so spannend und atmosphärisch dicht, dass er locker einige der vermeintlich hochkarätigen Vertreter in die Schranken weist. Die Haupthandlung ist dabei äußerst beklemmend und glänzt durch ihren unerwarteten Ausgang, der dennoch einen gewissen Grad an Eigeninterpretationen offen lässt. Die diversen kleineren Nebenhandlungen unterstützen dabei die Vertiefung der einzelnen Charaktere, sorgen gleichzeitig aber auch dafür, dem Haupterzählstrang eine nachvollziehbare Ebene zu verleihen. Neben der gewählten Location unterstützen vor allem die Darsteller den stimmigen Inhalt von Affekt, denn diese agieren allesamt sehr authentisch und glaubwürdig und wirken nicht wie so oft ausgesetzt oder gekünstelt, wodurch sich der Zuschauer sofort mit den Personen und der Situation identifizieren kann und dementsprechend mit der Gruppe mitleidet. Auch auf eine Klischeezeichnung der beteiligten Personen wurde weitestgehend verzichtet, wodurch sich der Film schon von Beginn an eine gewisse Eigenständigkeit und persönliche Note verdient. Absolut großartig und dementsprechend positiv hervorzuheben ist Ulrich Günther als der Tod, denn durch seine Präsenz und sein Auftreten sorgt er für den größten Anteil an der Spannung und Atmosphäre im Film, und das obwohl er nicht allzu viel Screentime hat. Nach Affekt möchte ihm wohl keiner in einer dunklen Ecke begegnen. 

 

Bildergalerie von Affekt (9 Bilder)

Bild und Ton bleiben auf Grund des vorliegenden MPG-Screeners ohne Bewertung.


Das Fazit von: MarS

MarS

Affekt beweist eindrucksvoll, wozu ein talentierter Filmemacher imstande ist, wenn er trotz geringem bis gar keinem Budget genug Eigeninitiative und vor allem Leidenschaft mitbringt. Der Film ist absolut stimmig und präsentiert eine spannende, atmosphärisch dichte Geschichte, die in einem hervorragenden und nachhaltigen Finale gipfelt. Die persönliche Steigerung zu Und alles hat den Tod ist jederzeit und mehr als deutlich spürbar und lässt mich freudig auf den dritten Teil der Geister-Trilogie Alles auf Anfang blicken - die Messlatte ist nun jedoch sehr hoch angesetzt, bleibt zu hoffen dass Daniel Alvarenga sein eigenes Niveau wirklich halten kann. Wer selbst einen Beitrag zum vielversprechenden Projekt Alles auf Anfang und damit dem Abschluss der Geister-Trilogie leisten möchte, findet die Kampagne übrigens hier: https://www.startnext.com/geister


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