Afrika - Das magische Königreich

Afrika - Das magische Königreich

Originaltitel: Enchanted Kingdom
Genre: Dokumentation
Regie: Patrick Morris • Neil Nightingale
Hauptdarsteller: Tiere
Laufzeit: DVD (84 Min) • BD (87 Min)
Label: Constantin / Highlight Film
FSK 0

Afrika - Das magische Königreich   26.08.2015 von Born2bewild

„Ein magisches Naturerlebnis, das Sie nicht so schnell vergessen!“ verspricht man uns auf dem Cover von Afrika – Magisches Königreich. Ob uns die aufwändige Dokumentation verzaubern konnte oder wir uns eher als Muggel fühlten, erfahrt ihr in unserem Review …

 

Unsere Reise beginnt in bekannten Gefilden mit einem Element, das wir gerade in Deutschland nur zu gut kennen: Wasser in Form von Regen. Während der Regen in unserem Umfeld schon eher als lästig wahrgenommen wird, so ist er bzw. das Wasser  in einem fernen Kontinent der Mittelpunkt des Lebens. Ein Kontinent, wie er vielfältiger nicht sein könnte: Afrika.

 

Im grünen Herzen Afrikas, dem Regenwald, leben die unterschiedlichsten Lebensformen. Millionen von Insekten krabbeln durch den Urwald. So auch die Treiberameisen, die alles fressen, was ihnen in den Weg kommt. Aber auch Arten, die uns Menschen ähnlicher sind finden sich hier: Gorillas. Sie gehören zu unseren nächsten Verwandten und leben wie wir in Familien. Ausgelassen spielen die kleinen Äffchen in einer Lichtung, während der riesige Silberrücken seine Familie beschützt.

 

Nicht weit entfernt brodeln die Vulkane, zischen giftige Gase aus dem Boden und finden sich die wildesten Farbkombinationen. Von unnatürlichen Grüntönen über gelb und orange wirkt es in der Danakil Senke wie auf einem anderen Planeten. Hier ist fast kein Leben möglich. Ähnlich wie in der Wüste Namib, in der sich die wenigen Tiere den harten Umständen angepasst haben. Die krassen Unterschiede der einzelnen Regionen kehren immer wieder. Die Reise führt uns noch durch die Steppe, das Meer, auf Berge, die bekannten Viktoriafälle und endet wieder in der Stadt, die am Ende des Films irgendwie etwas befremdlich wirkt…

 

Sehr viel besser als mit dem Untertitel Magisches Königreich kann man den Film nicht umschreiben. Die Reise durch den Kontinent ist sehr beeindruckend. Die Bilder sind gestochen scharf, so sehr, dass man schon Angst hat, sich daran zu schneiden. Die Kontraste können nicht besser sein, was aber auch an der Vielfalt Afrikas liegt. Zum Teil hat man irgendwie den Eindruck, dass man auf Computeranimationen und nicht auf die echte Natur blickt. Die vielen Nahaufnahmen, bei denen man das Gefühl hat, das jeweilige Tier rennt gleich die Kamera über den Haufen oder bei denen selbst ein Chamäleon wirkt wie ein Dinosaurier sind schlicht und ergreifend atemberaubend. Perfekt abgerundet wird das Ganze durch die Musik und die Soundeffekte, die den Film beeindruckend unterstützen.

 

Bildergalerie von Afrika - Das magische Königreich (10 Bilder)

Der Film wurde in 3D gedreht und man merkt auch an einigen Stellen, dass sie für 3D konzeptioniert sind und dort noch besser wirken würden. Auch wenn wir ehrlich gesagt keine großen Verfechter und Fans des 3D-Trends sind, so denken wir dennoch, dass dieser Film in 3D nochmal beeindruckender wirken dürfte. Allerdings konnten wir das nicht überprüfen. Auf jeden Fall empfehlen wir aufgrund der beeindruckend scharfen Bilder und der Menge an Extras (insgesamt fast 40 Minuten verschiedener Making Ofs) die Blu-ray Fassung, egal ob 2D oder 2D/3D. Schaut man sich die Extras an und erkennt, unter welchen Umständen und mit welchem Aufwand die Aufnahmen entstanden sind, wirkt der Film noch etwas beeindruckender. Gut gelungen ist auch das beiliegende Presseheft, das sehr schön gestaltet ist und die Eckdaten des Films aufführt.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Wenn man denkt Dokumentarfilme sind langweilig, so belehrt einen Afrika – Das magische Königreich eines Besseren. Er haut einen einfach nur vom Stu-äh-Sofa, sofern man nah genug am Rand sitzt. Die Zahlen, die auf dem Presseheft aufgeführt werden, spiegeln auch die Qualität des Films sehr gut wieder: Zum Beispiel hatte er 18 Millionen Dollar Budget und es gab insgesamt 573 Drehtage. Wir haben den Film zusammen mit unserem zweieinhalb-jährigen Sohn geschaut, der unbedingt Elefanten gucken wollte. Insgesamt ist der Film recht gut für Kinder geeignet. In vielen Tierdokus sieht man auch viel Blut, was gerade für kleinere Kinder nicht so geeignet ist, hier wurde weitestgehend auf solche Szenen verzichtet. Es gibt zwar einige Jagdszenen von Löwen auf Elefanten und gegen Ende von Krokodilen, dennoch zeigt der Film aber eher das friedliche Leben. An ein paar Stellen gibt es Schockmomente, wenn zum Beispiel eine Schlange nach ihrer Beute schnappt, aber auch das hält sich im Rahmen. Somit ist es aus unserer Sicht ein hervorragender Dokumentarfilm für die ganze Familie, der überraschender Weise keinerlei Längen hat und sein „Prädikat besonders wertvoll“ mehr als verdient. Hinzu kommt nun auch noch das Sofahelden Qualitätssiegel in Form des Couch-Awards. Bei uns bekommt der Film einen besonderen Platz im Regal und wird sicherlich noch mehrfach angesehen werden.


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