Age of Alexander

Age of Alexander

Publisher: Peter Games
Entwicklerstudio: GFI Russia
Genre: Strategie
Sub-Genre: Echtzeitstrategie
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 23.02.2010
USK 12

Age of Alexander   14.03.2010 von Der Ohm

Er gilt noch heute als einer der größten Feldherren der Geschichte, Alexander der Große. In seiner kurzen, aber äußerst erfolgreichen Karriere drang der makedonische König bis auf den indischen Subkontinent vor und Schlug die als unbesiegbar geltende persische Armee. Was liegt da näher diesem Strategen mit „Age of Alexander“ ein Echtzeitstrategie-Spiel zu widmen? Voller Eifer stürzte ich mich auf das Spiel um den anderen Völkern das fürchten zu lehren. Ob das auch funktioniert hat?

Nach dem uns GFI Russia mit dem Vorgänger „Ancient Wars: Sparta“ die ersten Schlachten führen lies, geht es bei „Age of Alexander“ nun raus aus Griechenland über Ägypten nach Persien bis zum bereits erwähnten indischen Subkontinent. Die ersten Missionen sind sehr klassisch aufgebaut „Erobere das, zerstöre jenes, gehe dahin“ usw. Ok, ich muss ja auch erst mal in das Spiel eingeführt werden, die großen Massenschlachten kommen bestimmt noch. Die Rohstoffarten beschränken sich auf Gold und Erz, die von Sklaven in Mienen abgetragen werden. Das „Age of…“ im Namen ist da doch ein bisschen weit hergeholt, hier hat schon das klassische „Age of Empires“ 1997 mehr Tiefgang bewiesen.

Eine schöne Idee ist das Ausrüsten und Aufwerten der eigenen Truppen. Auch macht es Spaß die neuen Spezialattacken von Alexander auszuprobieren, die er bei jedem Stufenanstieg bekommt. Natürlich können auch Gebäude gebaut werden, neben den üblichen Kasernen haben sich hier die Entwickler noch Steinfallen und Speerfallen einfallen lassen. Nette Idee, aber sorgen diese auch für strategischen Tiefgang? Das Gefühl selbst Alexander der Große zu sein, sucht man in dem Spiel vergebens. Anstatt der erwarteten, riesigen Massenschlachten bleibt auch im späteren Verlauf des Spiels die Anzahl der eigenen Truppen sehr überschaubar. Meist beläuft sich das Truppenkontingent auf nur 7-12 Einheiten für einen Angriff.

Mel sehen wie es weiter geht! In der dritten Kampagne erfährt man von einer riesigen Massenschlacht in Gordion, allerdings darf man hier nicht selber mitmischen. Unsere Aufgabe beschränkt sich nun darauf, mit einer Armee von 11 Einheiten, den Versorgungsnachschub der Feinde zu unterbrechen. Schade eigentlich. Der Schwierigkeitsgrad hat in meinen Augen kaum Auswirkungen auf das Spielgeschehen. Ob auf leicht oder schwer, es reicht eigentlich immer die größere Armee zu haben. Die Auswahl der Formation ist auch nur von ästhetischem Interesse. Einfach die Truppen frontal auf die anderen schicken und gut ist es -> Wirkliche strategische Tiefe sucht man leider vergebens.

Die Grafik ist nicht schlecht geworden, besonders in Bildern wirkt sie sehr ansprechend. Was mich hierbei verzweifeln ließ, war der krampfhafte Versuch das Bild in einen Widescreen Modus zu bekommen. Anscheinend ist diese Entwicklung noch nicht bis zu den Verantwortlichen vorgedrungen. Ja, liebes Team von GFI Russia, es gibt Widescreen-Monitore und davon gar nicht mal so wenige. So müssen die Spieler allerdings mit unschönen schwarzen Balken links und rechts vom Spielgeschehen leben. Grafische Referenzen wie die „Total War“ Serie werden nicht erreicht. Die Karte ist zoom- und drehbar, was aber leider recht umständlich zu bedienen ist. Auch der Soundtrack ist monoton gehalten und regt nicht zum stundenlangen mit trällern ein. Alles im Allen ist diese Leistung nicht mehr auf dem Stand der Zeit.
 


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Es stellt sich für mich wirklich die Frage welche Zielgruppe das Spiel ansprechen soll. Für Strategen fehlt der Tiefgang und für Fans von Alexander dem Großen die historische Genauigkeit. Mit Hilfe der zwar wenigen, aber vorhandenen neuen Ideen hätte „Age of Alexander“ ein wirklich schönes Spiel werden können. So ist es leider nur ein mittelprächtiger Lückenfüller bis zum nächsten, großen Schlag geworden. Trotz des Namens liegt die Nähe eher bei Warcraft 3 als bei den „Age of..“ Titeln, aber der Meister wird bei weitem nicht erreicht. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal..


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