Air Conflicts: Secret Wars

Air Conflicts: Secret Wars

Publisher: dtp entertainment ag
Entwicklerstudio: Games Farm
Genre: Action
Sub-Genre: Flugsimulator/Action
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 01.07.2011
USK 12

Air Conflicts: Secret Wars   08.08.2011 von Panikmike

Endlich gibt es mal wieder etwas zum Ballern und das auch noch mit einem Flugzeug in der Luft. 1939 war ein hartes Jahr, der Zweite Weltkrieg brach aus und überall gab es Leid, Aggression und Krieg. Ihr werdet direkt in diese Zeit geworfen und könnt zeigen, was in Euch steckt. Euer Auftrag: Den Nazis in den Hintern treten – Na dann mal viel Spaß dabei…

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Dorothy Derbec, eine junge Pilotin, die sich gerade mal so mit illegalen Jobs über Wasser hält. Mit Puppen hat sie nie gespielt, die Luft war für sie immer das liebste Element. Und weil fliegen gelernt sein will, hat sie einen super Lehrer namens Tommy Carter gefunden. Dieser hält in den Missionen auch immer Funkkontakt und sagt Euch, was zu tun ist. Die Geschichte wird zwischen den Missionen erzählt und man bekommt mehr von Dorothy und ihrem Vater mit, der einer der besten Piloten seiner Zeit war. Alles kommt in einfachen Comic-Sequenzen daher und wird sehr karg und plätschernd erzählt. Schon nach ein paar Missionen drückt man die Taste, um die Zwischenanimationen zu überspringen und in die Lüfte zu kommen. Dort begegnet man allerlei Gesocks, mit dem man sich herumschlagen muss. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich: Einmal muss man wichtige Flieger eskortieren, dann geht es hin und wieder rein ums Abballern der gegnerischen Flugzeuge und hin und wieder darf man auch eine Bomber- oder Stealthmission oder einen Patrouillenflug machen. Im Spiel gibt es insgesamt 16 verschiedene Flugzeuge, die mit unterschiedlichen Fähigkeiten auch verschieden zu spielen sind. Sie unterscheiden sich in Feuerkraft, Geschwindigkeit, Agilität und Ausdauer. Diese vier Eigenschaften gehen dann wiederum von einem Stern bis fünf Sterne, wobei fünf schon das Ultimative sind. Nach und nach könnt Ihr allerdings alle Flugzeuge freischalten und vier Fähigkeiten aufleveln. Insgesamt habt Ihr 49 Missionen zu meistern, bis das Game Over auf dem Bildschirm zu sehen ist. Bis dahin seid Ihr dann auch mit Sicherheit der neue "Rote Baron" und beherrscht die teuflischen Flugmaschinen aus dem FF.

Apropos Beherrschung: Das Spiel selbst hat zwei verschiedene Modi, was die Steuerung angeht. Der Arcade-Modus ist für die Einsteiger unter uns, die einfach zum Spaß durch die Gegend fliegen wollen. Hier ist die Steuerung sehr einfach. Mit dem linken Stick bewegt man das Flugzeug, mit dem rechten, könnt Ihr die Kamera drehen. Ein Knopf ist für das MG, ein anderer für den Bombenabwurf. Klickt man auf den rechten Analogstick, so kann man aus vier verschiedenen Kameraperspektiven wählen. Dann gibt es noch eine Taste für das Adrenalin, mit dem man kurze Zeit in einer Art Zeitlupe fliegen kann. Das war es dann auch schon. Ach nein STOPP, natürlich könnt Ihr Euer Flugzeug auch verlangsamen und auch Gas geben.  Dieser Modus macht super viel Spaß, weil er sehr einfach, aber doch eingängig ist. Im Simulationsmodus ist dies ein wenig anders. Hier muss der Spieler auf viel mehr Dinge Acht geben und kann sich somit – zumindest in den ersten Missionen – nicht richtig auf die Umgebung konzentrieren. Doch auch hier kommt man nach und nach klar, doch üben muss man um einiges mehr. Wer allerdings H.A.W.X. gespielt hat, der kommt sicherlich schnell klar. Mit den Fingertasten kann man das Flugzeug leicht nach links oder rechts bewegen oder es im seitlichen Flug stabilisieren. Es ist deutlich schwerer, die Gegner zu treffen und ihnen hinterher zu kommen, doch die Freiheit in der Luft ist nur in diesem Modus grenzenlos. Wem das Spiel generell zu schwer oder aber auch zu leicht ist, der kann vor jeder Mission den Schwierigkeitsgrad anpassen. Kommt man an einer Stelle permanent nicht weiter, so kann man diese auch ganz überspringen und die nächste Aufgabe erledigen. Dieses Feature geht allerdings nur zwei Mal in der Kampagne.

Die Grafik der Flugzeugmodelle ist sehr gut gemacht, vor allem die Cockpitansicht ist toll. Die Umgebung sieht meistens gut aus, von einer aktuellen Grafikengine kann allerdings nicht die Rede sein. Dafür sind die Texturen zu altbacken und zu schlicht. Teilweise ist alles sehr verwaschen und wirkt beim näheren Hinsehen grausam. Da man aber die meiste Zeit in der Luft und somit weit weg ist, kann man so einigermaßen darüber hinwegsehen. Doch es gibt auch positive Aspekte, denn die Sonne zum Beispiel sieht super aus. Fliegt man ihr entgegen, so verändert sich das Bild und auch die Umgebung. Die Flugzeuggeräusche hingegen klingen sehr gut, die Funksprüche kommen gut rüber und die musikalische Untermalung spornt an. Alles in allem ist es eine gute Umsetzung, die aber mit Grafikwundern wie Call of Duty nicht annähernd mithalten kann. Ich denke aber nicht, dass die Programmierer dies erreichen wollten.

Was sie aber erreicht haben, ist ein guter Mehrspielermodus. Mit bis zu sieben anderen Mitspielern, kann man sich online bekämpfen. Ob man nun „Jeder gegen jeden“ spielt oder im Team, bleibt einem Selbst überlassen. Die Gefechte gegen menschliche Spieler machen total Spaß, leider findet man online kaum Spieler. Doch wenn mal ein Match zustande kommt, dann geht die Schlacht um den Titel „Der rote Baron“ richtig los. Ich habe es nicht nur einmal gesehen, dass ein Flugzeug mit Langstreckenraketen ausgeschaltet wurde. Hier geht der Punk ab, Action wird groß geschrieben. Neben den Modi „Deathmatch“ und „Teamdeathmatch“ gibt es noch „Capture the Flag“ in der Luft und „Zerstöre und Beschütze“. Schade, dass online so wenig los ist, denn meine Testspiele liefen alle lag- und ruckelfrei – So sollte es eigentlich bei jedem Spiel sein!
 


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich habe von diesem Spiel nichts erwartet und muss zugeben, dass es ein schöner Zeitvertreib ist. Der Simulationsmodus ist nichts für mich, der Arcademodus dafür umso mehr. Einfach mal in die Lüfte gehen und eine Mission absolvieren, macht Spaß und braucht nicht endlos viel Zeit. Die Grafik ist gut, der Sound und die Effekte passend und die Abwechslung kommt auch nicht zu kurz. Genau das ist es, was ein solides Spiel ausmacht. Da der Preis auch im mittleren Segment angesiedelt ist, sollte man sich das Spiel als Action-Fan nicht entgehen lassen. Endlich gibt es mal wieder eine Shooter-Alternative, die nicht am Boden stattfindet.


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positiv negativ
  • Simulation und Arcade-Modus
  • Detaillierte Grafik der Flugzeuge…
  • Lagfreier Onlinemodus…
  • 49 Missionen in 7 Kapiteln…
  • Schön gezeichnete Comic-Zwischensequenzen
  • Gescheiterte Missionen können übersprungen werden
  • Einfache Steuerung
  • Keine gute künstliche Intelligenz
  • …leider sieht die Umgebung nicht so toll aus
  • …doch leider kaum etwas los
  • …trotzdem relativ schnell durchgespielt





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