Amityville Horror III

Amityville Horror III

Originaltitel: Amityville 3D
Genre: Horror • Mystery
Regie: Richard Fleischer
Hauptdarsteller: Tony Roberts • Tess Harper
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Label: Epix Media AG
FSK 18

Amityville Horror III   05.11.2009 von Tobi

1979 erblickte ein Film namens „The Amityville Horror“ das Licht der Filmwelt. Mit einer wahren Geschichte versuchte man hier den Leuten einen gewissen Schrecken über ein verfluchtes Haus einzujagen. Wie es in Hollywood so ist ziehen solchen Filme meistens diverse Fortsetzungen mit sich. Mittlerweile sind es ganze sieben an der Zahl und es existiert sogar ein Remake aus dem Jahre 2005. Der folgende Artikel berichtet vom dritten Teil der Reihe, welcher zu jener Zeit im 3D-Verfahren im Kino gezeigt und von Regisseur Richard Fleischer inszeniert wurde.

 

Das berühmte Haus von Amityville war vor Jahren Schauplatz eines Massenmordes. Seitdem kommt es dort immer wieder zu merkwürdigen Vorgängen, die sich niemand erklären kann. Mittlerweile wird es von Leuten bewohnt, welche in der Lage sind Kontakt zu den Verstorbenen herzustellen. Der Reporter John Baxter und seine Kollegin glauben aber nicht daran und wollen den Schwindel aufdecken. Sie geben sich als Pärchen aus und bezahlen die Totenbeschwörer für eine Sitzung. Während der Kontakt zu den Toten hergestellt wird entdecken die Reporter, dass es sich tatsächlich um einen Schwindel handelt.

 

Das bekommt der Vermieter des Haus mit und er schmeißt die derzeitigen Mieter raus. Frustriert darüber, dass es ihm schwer fällt das Haus zu verkaufen, wendet er sich an John. Er bietet ihm das Haus zu einem sehr günstigen Preis an und erzählt ihm auch die Geschichte des Hauses. Diese interessiert John aber nicht sonderlich, denn er glaubt nicht an übernatürliche Phänomene. Er kauft das Haus und zieht auch sofort ein. Seine Noch-Frau ist davon gar nicht begeistert und will auf keinen Fall, dass sich ihre gemeinsame Tochter in diesem Haus aufhält. Doch auf Grund der guten Beziehung zu ihrem Vater bekommt sie ein Zimmer im Haus. Natürlich kommt alles wie es kommen muss und eine furchtbare Tragödie passiert. Wird John endlich einsehen, dass mit dem Haus doch etwas nicht stimmt?

 

Tja, was soll ich jetzt groß schreiben. Leider hatte der Film keinerlei positive Eigenschaften. Die Story liest sich wie jeder andere Teil der Reihe und bringt einfach nichts Neues mit sich. Teilweise wirken manche Szenen aus heutiger Sicht ein wenig lächerlich, was dazu führt, dass man das Gezeigte nicht immer ernst nehmen kann. Die Schauspieler sind auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Einziger Lichtblick ist die noch sehr junge Meg Ryan, welche hier eine ihrer ersten Rollen spielt. Aber das allein reicht leider nicht, um die Langeweile, welche sich über die gesamte Laufzeit des Filmes zieht, hinweg zu täuschen. Die limitierte Erstauflage dieses Filmes wird mit einer 3D-Brille ausgeliefert, da der Film auch als 3D-Version auf die DVD gepresst wurde. Das Ganze wurde mit Hilfe der Multi-Angle-Funktion des DVD-Players realisiert.

 

Die verwendete Technik ist die altbekannte, welche eine Rot-Grün-Brille voraussetzt. Es gibt Filme und Dokumentation, wo sich das Ergebnis wirklich sehen lassen kann, aber leider ist dies hier nicht der Fall. Viel zu oft werden Objekte doppelt dargestellt, wodurch jeder Zuschauer denkt, dass er eine Brille braucht. Prinzipiell ist zwar ein 3D-Effekt vorhanden, doch der ist so unscharf, dass man Kopfschmerzen beim Zuschauen bekommt. Schade eigentlich, denn ich hatte mich sehr darauf gefreut. Von daher kann man es auch nicht mit der heutigen 3D-Technik aus den großen Multiplex-Kinos vergleichen.

 

Die DVD-Veröffentlichung selbst ist leider auch nicht wirklich groß der Rede wert. Das Bild ist verhältnismäßig schlecht für einen Film dieses Alters, da es viel zu verrauscht wirkt. Das hat man schon besser gesehen. Der Ton ist ebenfalls nichts besonderes, obwohl hier deutsche und englische Dolby Digital 5.1 Tonspuren vorliegen. Die hinteren Boxen und der Subwoofer bekommen einfach nichts zu tun, worunter die Atmosphäre des Filmes ein wenig leidet. Als Bonusmaterial gibt es leider nur diverse Trailer, die besagte 3D-Brille und ein Wendecover. Der einzig positive Punkt an dieser Veröffentlichung ist die Tatsache, dass „Amityville Horror III“ erstmals ungekürzt in Deutschland erschienen ist. Dafür gibt es ein Dankeschön für Epix.  


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Schade, schade, schade. Wenn schon ein Film aus heutiger Sicht kaum zu unterhalten vermag, dann sollte das Ganze entsprechend dargestellt werden. Der 3D-Effekt ist dazu perfekt geeignet, wenn sich das Resultat nur sehen lassen könnte. Ein wenig mehr Hintergrundinformationen zu dieser wahren Geschichte hätte ich mir ebenfalls gewünscht. So handelt es sich hier doch nur um eine Standardveröffentlichung aus dem Hause Epix, welche ich nur Fans der Amityville-Reihe empfehlen kann. Ansonsten rate ich eher zum Original oder zum Remake!


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