Angie

Angie

Originaltitel: Open Road
Genre: Drama
Regie: Marcio Garcia
Hauptdarsteller: Camilla Belle
Laufzeit: DVD (81 Min) • BD (85 Min)
Label: Lighthouse Home Entertainment
FSK 12

Angie   16.05.2016 von MarS

Was macht man am besten mit einem Film, der bereits veröffentlicht wurde und nicht das erhoffte Ergebnis erzielt hat? Genau, man ändert den Titel, designed ein neues Coverbild und veröffentlicht das Ganze dann einfach noch einmal. Wir haben uns die Neuauflage von Open Road mit dem Titel Angie trotzdem angesehen.

 

Die brasilianische Malerin Angie (Camilla Belle) befindet sich auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Sie reist mit ihrem Auto quer über die Kontinente, schläft in ihrem Zelt und hält immer dort an, wo es ihr gerade gefällt. Bei einem dieser Stops lernt sie den Landstreicher Chuck (Andy Garcia) kennen und freundet sich mit ihm an. In der nahe gelegenen Stadt findet sie aber in dem jungen Polizisten David (Colin Egglesfield) auch einen Seelenverwandten und als ihr Auto in die Werkstatt muss und sie gezwungen ist, im Ort zu bleiben, verlieben sich die beiden ineinander. Langsam findet Angie gefallen an dem Gedanken, hier zu verweilen, doch über allem schwebt noch immer Angies Vergangenheit...

 

Angie ist ein ruhig erzähltes, romantisches Drama - zu ruhig. Der Film plätschert über die Gott sei Dank sehr kurze Laufzeit nichtssagend vor sich hin und präsentiert dabei vor allem viel Dialoge, welche jedoch zum einen zu abstrakt, zum anderen zu unglaubwürdig vorgetragen oder teilweise hochtrabend sind, um den Ganzen einen Unterhaltungswert attestieren zu können. Schlimmste Fehlbesetzung ist hier Colin Egglesfield, der mit seinem dümmlichen Dauergrinsen und seiner Selbstverliebtheit egal in welcher Situation dem Zuschauer extrem schnell auf die Nerven geht, aber auch die übrigen, mit Juliette Lewis und Andy Garcia sogar eigentlich sehr gut besetzten Darsteller, können aus dem langweiligen Drehbuch nicht viel herausholen. Da hilft dann auch ein finaler Twist in der Geschichte nicht mehr viel, denn dieser kommt zu spät als dass er den Film noch retten könnte und ist im Endeffekt auch nur eine logische Konsequenz im angestrengt auf emotional getrimmten Werk. Eine Verbindung zu den Figuren oder gar berührende Momente sucht man in Angie jedenfalls vergeblich, denn dazu ist der ganze Film einfach zu zäh und offensichtlich konstruiert. 

 

Bildergalerie von Angie (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist sehr gut und liefert eine HD-würdige Schärfe sowie ausgewogenen Kontrast und eine natürliche Farbgebung. Die dialog- und somit sehr frontlastige Tonspur ist absolut solide, schafft es aber natürlich auf Grund fehlendem inhaltlichen Potential nicht, Akzente zu setzen oder die Surroundanlage wirklich zu beschäftigen. 


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Angie - Wohin wird der Weg sie führen?, so der vollständige Titel des romantischen Dramas, fasst genau das in Worte, was sich der Zuschauer den ganzen Film über fragt: Wohin soll das Geschehen führen? Zäh und langatmig reiht sich ein Dialog an den nächsten, ohne dabei echte Unterhaltung zu bieten, und so dümpelt der Film über 80 Minuten vor sich hin, um einem kurz vor Schluss noch einen netten Storytwist zu bescheren - insofern man bis dahin noch nicht eingeschlafen ist. Was uns Angie letztendlich sagen will, bleibt wohl für immer ein Geheimnis, mehr als eine filmische Schlaftablette ist der Film allerdings nicht.


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