Ein neuer Puzzler hat wieder das Licht der Nintendo-Welt erblickt: „Animal Kororo“ versucht sich einen Platz auf dem mittlerweile hart umkämpften Markt der Knobelspiele auf dem DS zu verschaffen. Bringt das Spiel frischen Wind oder bleibt die Luft eher stehen? Lest es hier...
Jedes Spiel erzählt eine kleine Geschichte, mal ausführlicher, mal ein bisschen kürzer. Bei „Animal Kororo“ ist letzteres der Fall. Im Königreich „Kororo“ sind die kleinen, rollenden Tier-Einwohner verschwunden und eure
Aufgabe ist es, die Welpen, Pandas, Schweinchen etc. wieder nach Hause zu holen. Aber die Tiere haben eine Eigenart: Sie können nicht allein, sondern nur im Zweierpack den Weg zurück in die vertraute Umgebung antreten. Und deshalb müsst ihr als Spieler nun versuchen Pärchen zu bilden, indem ihr verschiedensten Hindernissen auf einem schachbrettartigen Spielfeld überwindet.
Am Anfang des Spiels steht zuerst die Charakterauswahl auf dem Plan. Hier darf zwischen 2 Charakteren entschieden werden. Danach geht es ins Hauptmenü, in dem man die verschiedenen Elemente sieht. Links oben ist eine Prozentanzeige die euch signalisiert, wieviel Prozent der Koros schon eingesammelt sind und im unteren Bereich lassen sich die verschiedenen Spielmodi auswählen. Ziel des Spiels ist es durch erfolgreiches Durchspielen aller Levels 100 Prozent der Koros wieder zurückzuholen.
AUFGABEN
Dies ist die Standard-Spielvariante. Hier seht ihr auf dem Spielbrett verschiedene Koros, die eine Kugelform haben. Nun müssen die verstreut liegenden Viecher zu Paaren kombiniert werden, es müssen immer
zwei der gleichen Sorte sein. Auf der rechten Seite des Spielfelds sind vorgegebene Richtungspfeile abgebildet. Wenn also ein Pfeil nach rechts angezeigt wird, darf ein Koro nur nach rechts verschoben werden, was ihr übrigens mit dem Stylus macht. Eine Tierkugel rollt solange, bis sie auf ein Hindernis oder ein anderes Koro trifft. Ein Hindernis kann eine Mauer, eine Metallkugel oder ein Feld sein, das bei Berühren leider das Ableben eines Koros und damit das Ende eines Levels bedeutet.
Damit die Sache nicht langweilig wird, gibt es natürlich verschiedene Spielelemente, die euch Druck machen. Zum einen ist da eine vorgegebene Zeit, in der ihr ein Level schaffen müsst. Bei manchen Sonderkoros wird die Zeit angehalten, wenn man sie zu einem Pärchen zusammenschliesst, generell gibt es einen kleinen Zeitbonus, wenn ein Paar gebildet wird. Bei den höheren Levels müssen immer mehr Koros in immer kürzerer Zeit mit immer mehr Hindernissen gepaart werden, was wirklich in Stress ausartet. Aber das Leben ist ja schließlich kein Koro-, äh Ponyhof!
Generell schadet es nicht, wenn man nicht wild drauf los Paare bildet. Mit ein bisschen Kombinationsvermögen und einer logischen Denke schafft man oft den Erfolg. Da sich die Koros bei einem Levelneustart jedoch immer wieder neu verteilen, schafft man einen Abschnitt oft auch erst dann, wenn die Viecher günstiger verteilt liegen.
ANGRIFF
Der Modus „Angriff“ spielt sich ähnlich wie „Aufgaben“, nur dass hier immer eine bestimmte Anzahl von Arten zusammengeführt werden muss und ein willkürliches neues Pärchen auf dem Spielfeld erscheint, sobald man eines abgeräumt hat. Welche Paare man bilden muss wird im unteren Spielfeld eingeblendet. Sobald man die erforderliche Anzahl von Paaren gebildet hat, geht´s auf zum nächsten Level.
Auch hier heißt es wieder bei jedem Level: Mehr Hindernisse, mehr Koros, mehr Stress.
KAMPF
Bei dieser Variante dürfen jetzt 2 Spieler gegeneinander antreten.
KORO HAUS
Im "Koro Haus" seht ihr dann eure freigespielten Tiere und Einrichtungsgegenstände, die ihr euch durch das erfolgreiche Beenden von Levels verdient habt. Diese dürfen dann im Haus beliebig platziert werden und jeder Spieler schafft sich damit sein individuelles Heim. Wie ihr merkt, ist die Zielgruppe
hier eher jünger und nun ja, wohl eher weiblich. Ich persönlich hätte mich über eine Bonus-Runde „Koro-Massaker“ gefreut, wo man möglichst viele Koros in einer bestimmten Zeit abballern muss, aber naja. Hatte ich das mit dem Ponyhof schon erwähnt?
Das war´s schon mit den Spielvarianten, viel Abwechslung ist leider nicht geboten. Das Spiel bietet in meinen Augen nur eine sehr begrenzte Zeit Spielspaß. Auffällig finde ich den hohen Schwierigkeitsgrad, der beim eher jungen Spielpublikum für Frust sorgen könnte. Da haben die Spiel-Designer in meinen Augen nicht sehr weit gedacht. Ich denke, dass auch nicht alle über das Level 9 dort hinauskommen, ab da wird´s nämlich richtig knackig und man braucht wirklich viele Anläufe, um ein Level gebacken zu bekommen. Man kann zwar wenigstens bei „Aufgaben“ und „Kampf“ nach einem Level abspeichern und beim nächsten Mal dort wieder weitermachen, aber wenn man in 3 Spiele-Sessions mit jeweils 10 Versuchen ein Level nicht schafft, werden es die wenigsten ein viertes Mal probieren.
Grafisch und soundtechnisch wird Hausmannskost serviert, es sieht nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich umwerfend aus. Die Koros sind niedlich gezeichnet, Kinder haben da sicherlich ihren Spaß daran. Die Steuerung per Touchpen geht leicht von der Hand und funktioniert gut, da kann man nicht meckern.
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