Aqua - Naval Warfare

Aqua - Naval Warfare

Publisher: Games Destillery
Entwicklerstudio: Games Destillery
Genre: Action
Sub-Genre: Fahrzeug-Shooter
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 19.05.2010
USK 12

Aqua - Naval Warfare   20.07.2010 von Panikmike

Games Destillery ist für die meisten ein Name, mit dem man nichts anfangen kann. Die Gamesschmiede stieg vor kurzem mit ihrem Arcade-Spiel Aqua auf der Xbox 360 ein. Was sich hinter dem Titel verbirgt, seht ihr hier…

Aqua ist ein klassischer Shooter, wie man ihn vor 20 Jahren schon in der Spielhalle spielen konnte. Das Thema ist ein wenig anders, damals konnte man mit einem Raumschiff á la R-Type von links nach rechts oder von unten nach oben fliegen. Danach kam eine Welle der Ein-Mann-Armee-Spielen, gefolgt von verschiedenen Ablegern in jede Richtung. Heutzutage gibt es dieses Genre nicht mehr so oft, daher ist es schön mit anzusehen, dass sich Entwickler wieder dem Thema annehmen. Bei Aqua steuert man ein kleines Schiff, bewaffnet mit schweren Wummen und einigen Extras. Neben dem klassischen MG, gibt es eine Minigun, einen Flammenwerfer und noch mehr. Als Gadgets kann der Spieler Mienen ins Wasser legen oder aber auch Torpedos abfeuern. Genügt das immer noch nicht, dem Gegner Herr zu werden, so kann man sich an bestimmten Orten einen Söldner anwerben. Man sucht sich einen von vier aus und schon kann es mit geballter Feuerkraft losgehen. Hier kommt eine gewisse taktische Komponente ins Spiel, ihr könnt euch Schiffe holen, die euch permanent heilen oder aber auch in die andere Richtung gehen, nämlich euch mehr Power zur Verfügung zu stellen!

So spielt sich das gesamte Spiel flüssig, euer Boot steuert sich sehr gut und auch die Waffen kann man schön auf die gegnerischen Boote abfeuern. Leider sind die Areale manchmal so eng, dass man der ankommenden Flut an Salven des Gegners kaum ausweichen kann. Obwohl das wendige Boot sehr schnell ist, so hat man leider nicht den Platz, das Schiff zu manövrieren. Die Gegner verhalten sich meistens relativ schlau, allerdings sind oftmals zu viele auf dem Bildschirm und sie fliegen sich dann selbst im Weg rum. Hier ein Tipp am Rande für die Entwickler: Weniger ist oftmals mehr…

Die Programmierer haben mit dem Gesamtwerk ein schönes Spiel entwickelt, allerdings mangelt es an Vielfalt und an Abwechslung. Die Levels sind viel zu gleich, selten kommt ein frischer Wind ins Gameplay. Auch wenn sich die Gegner grundlegend unterscheiden, so sind doch irgendwie alle gleich – auch hier fehlt der Feinschliff. Das Problem liegt klar an der immer wieder kommenden Schleife, man hat immer dieselbe Schallplatte vor sich. Man fährt in ein Areal, schickt dann alle Gegner gen Meeresboden, drückt einen Schalter und fährt durch das Tor weiter ins nächste Areal. So wiederholt sich das gesamte Spiel. Schade, hier wäre viel mehr drin gewesen.

Falls der Singleplayermodus zu langweilig ist, so kann man an einer Konsole auch zu zweit spielen. Hier gibt es sechs verschiedene Levels, die mit der Kampagne nichts zu tun haben. Man schnappt sich einen zweiten Controller, einen Freund und schon kann’s losgehen. Ihr spielt in drei Abschnitten gegeneinander und müsst versuchen, gewisse Punkte als erster zu erreichen. Bei dem anderen Modus kann man ebenso in drei Abschnitten mit seinem Kollegen im Koop-Modus spielen. Dabei muss man die gegnerischen Wellen abwehren, solange man kann. Dieser Modus ist aus Halo ODST und „Zahnräder des Krieges“ bekannt.

Zur Grafik und zum Sound gibt es nur ein paar Worte. Die Bilder und Animationen sehen gut aus, auch wenn man kein Wunder erwarten darf. Hin und wieder wirken die Texturen matchig, man muss jedoch bedenken, dass es „nur“ ein Arcadetitel ist. Das Setting ist sehr gut, die Zwischensequenzen passen und runden Aqua ab. Der Sound und die Musik passen zum Spiel, jedoch fällt die Musikberieselung kaum auf. Hier fehlt ebenso der Feinschliff.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Also ich muss sagen, das Spiel hat mir wirklich Spaß gemacht. Mein Kollege Mane war mit an Bord, natürlich wollten wir dann gleich die Kampagne an einer Konsole spielen, doch leider ging es nicht. Das größte Manko des Spiels, ist der fehlende Koopmodus off- und online. Hätten die Programmierer hier mehr Herzblut reingesteckt, so hätte Aqua eine bessere Note bekommen. Nicht dass ihr nun denkt, das Spiel wäre Mist! Nein, es ist wirklich ein unterhaltsamer Shooter, doch leider nur kurz. Mehr Abwechslung, ein Online-Koop-Modus und mehr Unterschiede bei den Gegnern und Aqua wäre die Wucht. So ist es ein durchschnittliches Game, jedoch als erstes Spiel von Games Destillery - Da muss man die Entwickler schon mal loben. Gut gemacht, das nächste wird noch besser!


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positiv negativ
  • Schönes Setting
  • Viel Wumms und Bumms
  • Genre gibts viel zu selten
  • Sehr präzise Steuerung
  • Schöne Grafik
  • Immer die selben Kämpfe
  • Zu viel Gegner auf zu wenig Platz
  • Kein Koopmodus für die Kampagne
  • Es fehlt der Pfiff





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