Arrowhead

Arrowhead

Originaltitel: Arrowhead
Genre: Sci-Fi • Thriller
Regie: Jesse O'Brien
Hauptdarsteller: Dan Mor • Aleisha Rose
Laufzeit: DVD (95 Min) • BD (99 Min)
Label: Alive
FSK 16

Arrowhead   24.01.2016 von MarS

Australien ist bestimmt nicht das Land, welches als erstes genannt wird wenn es um große Blockbuster geht. Betrachtet man sich allerdings das Ganze einmal genauer, so stellt man schnell fest, dass das Land Down Under eine feste Größe im Filmgeschäft ist und neben einigen Klassikern sogar ganz aktuelle Hits wie Mad Max: Fury Road oder auch Der Babadook Produktionen aus dem Land der Kängurus sind. Grund genug, uns den australischen Sci-Fi-Streifen Arrowhead einmal genauer anzuschauen.

 

Der Kriegsgefangene Kye wird während des Anschlags auf ein Gefängnis vom Rebellenführer Hatch befreit, soll diesem als Gegenleistung jedoch einen Gefallen tun. Kye soll ihm eine Datei besorgen, welche sich auf dem Server eines Raumschiffs der Arrowhead-Klasse befindet. Beim Download kommt es allerdings zu Komplikationen und das Raumschiff stürzt auf einem kargen Wüstenmond ab. Zunächst kämpft Kye allein ums Überleben, bis er auf Tarren trifft, die den Absturz ebenfalls überlebt hat. Zusammen mit dem Bordcomputer des Rettungsschiffs suchen sie nach einer Lösung für ihr Problem, doch dann wird Kye von einer feindseligen Kreatur verletzt und beginnt zusehends, sich körperlich zu verändern...

 

Arrowhead ist eine kleine Sci-Fi-Produktion, die trotz geringem Budget sehr interessant und unterhaltsam geworden ist. Erinnert die Geschichte um die fremdartige Kreatur sowie auch deren Optik ein klein wenig an Pitch Black, so geht sie effektiv im Verlauf doch völlig andere Wege und verbindet dabei Elemente aus Survival-Thriller und Science Fiction mit einem psychologischen Kammerspiel um Menschlichkeit, Einsamkeit und dem Streben nach Freiheit. Dabei hält die Inszenierung einige zum Teil unerwartete Wendungen parat, die zusätzlich für interessante Gesichtspunkte sorgen. Leider wirkt das Geschehen durch eben diese Vielzahl an Inhalten und Erzählsträngen immer wieder etwas wirr und überladen, was den Erzählfluss etwas ins Stocken geraten lässt und den Unterhaltungswert ein wenig einschränkt. Die wenigen Effekte sind dabei schön anzuschauen und für das vorhanden Budget mehr als ansehnlich. Sehr ansprechend ist die Tatsache, dass es sich bei den Kreaturen um handgemachte Puppen handelt und nicht um unschöne CGI-Viecher, auch wenn die Optik an sich in Nahaufnahmen eher niedlich als bedrohlich ist. 

 

Schauspielerisch gibt es bei Arrowhead keine negativen Ausreißer, denn alle Darsteller agieren absolut solide und passen optimal zu ihren Rollen. Neben dem Hauptdarsteller Dan Mor, der durch seine körperliche Präsenz und die emotionale Mimik überzeugen kann, ist es vor allem der Rebellenführer Hatch alias Mark Redpath, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Auch wenn dieser eher wenig Screentime hat, so kann er dennoch einen vielschichtigen Charakter präsentieren. 

 

Bildergalerie von Arrowhead (8 Bilder)

Die technische Seite der Blu-ray kann leider nicht gänzlich überzeugen. Die Grundschärfe ist zwar solide und die Farbgebung relativ natürlich, doch der ganze Film ist durchzogen von einigen Unschärfen und weicheren Szenen, die nicht so ganz zu einem futuristischen Sci-Fi-Film passen wollen. Der Ton ist etwas sparsam in Bezug auf Surround-Einbindung und Effekte und präsentiert sich eher unspektakulär, auch wenn hier gerade für die Atmosphäre deutlich mehr drin gewesen wäre.


Das Fazit von: MarS

MarS

Arrowhead ist ein absolut solider Sci-Fi-Streifen aus Australien, der trotz seiner Schwächen zu unterhalten weiß. Dies liegt vor allem an der vielschichtigen und interessanten Geschichte, die tatsächlich einmal etwas Neues fürs Genre mit an Bord hat. Zwar sind Teile der Story aus anderen Filmen bekannt, hier macht es aber die Mischung aus den einzelnen Thematiken und Inhalten, die es in dieser Form bisher nicht gab. Wer Sci-Fi-Filme mit einem Touch von Gesellschaftskritik und psychologischen Aspekten mag, der kann bei Arrowhead durchaus einen Blick riskieren, ohne dabei enttäuscht zu werden.


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