Assassins Creed Unity

Assassins Creed Unity

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Ubisoft
Genre: Action
Sub-Genre: Action-Adventure
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 12.11.2014
USK 16

Assassins Creed Unity   22.11.2014 von StefanRed

"Paris - Die Stadt der Liebe" wurde nach dem Release von Ubisofts neustem Teil der Assassins Creed-Reihe mit Assassins Creed Unity zu "Paris - Stadt der Bugs und Ruckler" ...

 

No Face Bug der Version 1.0

Ubisoft hat es zu einem willkommenen Brauch entwickelt, jedes Jahr einen neuen Teil der 'Assassinen versus Templer'-Reihe rauszubringen. Einige munkeln nun, dass man sich dieses Jahr mit dem Plan vielleicht ein wenig übernommen hat, gleich zwei Spiele der Reihe kurz hintereinander auf dem Markt zu bringen.

 

Was auch immer die Gründe waren, Ubisoft hatte den Release von Assassins Creed Unity verschoben, weil man noch Arbeit in die "Qualitätssicherung" investieren wollte und dadurch viele Fans gleich doppelt enttäuscht.

 

Hier seht Ihr zum Beispiel den sogenannten "No Face Bug", welcher in der Releaseversion zu sehen war, aber auch schnell wieder gefixt wurde.  

 

Wie ich auch in meinem Video (siehe unten) schon sage, kann man zur Zeit überall im Netz nachlesen, was das Spiel für Macken hat und wie viele sich darüber ärgern. Sehen wir die Probleme einfach als einen "nicht gelungenen Start" an und widmen uns den Neuerungen, dem allgemeinen Spielgefühl und den Gesamteindruck. (Tratsch und Hetze könnt Ihr dann bei der Konkurrenz nachlesen.)

 

Was gibt es Neues in Assassins Creed Unity

 

Was wirklich jedem sehr schnell in den Sinn kommen dürfte, der dieses Spiel auch nur kurz spielt, ist das Wort "Masse". Es gibt Menschenmassen wo man geht und steht. Assassins Creed Unity zeigt sehr deutlich,  warum ältere Konsolen auf Grund mangelndem Arbeitsspeicher einfach nicht mehr in der Lage wären, dieses Spiel ruckelfrei zu präsentieren. Ich war wirklich beeindruckt, als ich einen Saal betrat und reihenweise unterschiedlich gekleidet NPCs mit verschiedenen Frisuren und Gesichtern einer Versammlung beiwohnten und sich auch noch unabhängig voneinader bewegten. Noch beeindruckter war ich aber, dass selbst die Figuren in weiter Ferne animiert waren. 

 

In Paris angekommen erklomm ich das erstbeste Gebäude und war erneut beeindruckt. Riesige Straßenzüge umspielten monumentale Gebäude und brachten mich dazu, einfach ein paar Minuten sitzen zu bleiben und den Anblick zu genießen. Kurz darauf die nächste Überraschung: Aus den Vorgängern kannte man es, dass man ab und an durch ein Gebäude laufen konnte. Dies wurde in Assassins Creed Unity massiv ausgebaut. Viele der Gebäude können nun betreten, als Versteck genutzt oder nach Schätzen durchsucht werden. Egal wie viel Mist Ubisoft vielleicht mit diversen Bugs gebaut hat, an dieser Stelle haben sie wirklich etwas beeindruckendes geschaffen.

 

Das Parkoursystem in Assassins Creed Unity ist ebenfalls neu, aber nur bedingt besser. Es ist nun möglich zu entscheiden, ob unser Assassine eher versuchen soll hoch oder herunter zu klettern. Dies ist etwa leider genauso hilfreich wie nervend. Mal funktioniert es wirklich gut, mal will unser Hauptcharakter aber so gar nicht. Es war aber bei der ein oder anderen Flucht doch hilfreich, sich nicht runterhängen lassen zu müssen, sondern kontrolliert von einem Dach, auf ein Vordach, auf den Boden springen zu können.

 

Der Trend zum "Secondscreen" in Assassins Creed Unity

Dass das Smartphone parallel zu Filmen und Spielen zum Einsatz kommt und den Zuschauer beziehungsweise Spieler mit weiteren Infos versorgt, ist mittlerweile nichts Neues mehr. Neu in  Assassins Creed Unity ist allerdings, dass man ohne zusätzliches Gerät und App nicht mehr in der Lage ist zum Beispiel alle Kisten im Spiel zu öffnen, oder alle Gegenstände zu ergattern.

 

Im Video gehe ich näher auf die Nutzung der App (für Android und iOS) ein, kann aber jetzt schon sagen, dass der Spaßfaktor eher gering ist. Eine interaktive Karte zu haben ist schön, aber nach einiger Zeit über 30 oder gar 60 Minuten warten zu müssen, bis sich die entsendeten Assassinen zurückmelden, nur um sie dann auf die nächste Mission zu schicken, ist weniger motivierend. Die 1,79€ zum Erweitern auf die Premiumversion habe ich mir gespart, da ich keinen wirklichen Nutzen in der App allgemein sah.

 

Neben der App gibt es noch eine externe Seite, um Ausrüstung und Kisten freischalten zu können: die INITIATES-Seite von Ubisoft. Die Seite verspricht unter anderem in naher Zukunft tägliche Missionen, um den Rang innerhalb von Initiates zu steigern, so wie ein eigenes Profil, welches Auskunft über den persönlichen Spielstil zusammenfasst und einem dadurch XP für das eigene Initiates-Level gibt. Alles in allem ganz nett zu sehen, wie viele Attentate am Boden (bei mir sind es aktuell 418) man verübt hat und ähnliches. Ich bin sehr auf die "Übungsaufgaben" gespannt. Unter Umständen ist diese Erweiterung in der Lage, das Spielvergnügen stark zu verlängern, wenn Ubisoft daran interessiert ist und auf diesem Wege ab und an neue Aufgaben ins Spiel einspeist.

 

"Shoppen" entfällt während der (Helix) Revolution

 

Wer sich neu einkleiden will oder eine bessere Waffe sucht, der braucht sich in Paris gar nicht erst nach geeigneten Ständen umschauen. Es gibt nämlich keine mehr. Lediglich Verbrauchsgüter werden noch im Spiel durch Händler vertrieben. Alles Weitere läuft über das Menü. Hier wird einem dann auch das Ingame-Micropayment angeboten. Im Klartext soll das heißen, man kann sich alles erarbeiten oder für Echtgeld kaufen. Gezwungen wird man zwar nicht, Echtgeld auszugeben, aber wenn man die verfügbaren Booster für zum Beispiel Nah- und Fernkampf haben will, bleibt einem kaum was anderes übrig.

Bildergalerie von Assassins Creed Unity (9 Bilder)

(Fehlende) Zusammenarbeit im Multiplayer

Spaß bringen die Missionen im Multiplayer auf jeden Fall. Die Aufgaben schwanken von simpel und kurz bis komplex und über mehrere Abschnitte. Die Tatsache, dass man Talente erlernen kann, welche dann für die ganze Gruppe verfügbar sind, macht es einfacher - was aber leider nichts bringt, wenn das Zusammenspiel fehlt. Da es keine wirksame Möglichkeit gibt, mit den Mitspielern zu interagieren (außer einen Marker auf der Karte zu setzen), muss man meist hoffen, dass man nicht an absolute Einzelgänger oder Anfänger gerät.

 

Mord ist sein Hobby 

 

Das man selber im Verlauf des Spiels den ein oder anderen Leichnahm hinterlässt, ist bei Assassins Creed ja nichts Neues. Neu ist hingegen die Tatsache, dass man nun helfen kann, Morde aufzuklären. Dazu begibt man sich zum Tatort, untersucht diesen und findet Beweise und Spuren. Danach beginnt man sich mit Verdächtigen und Zeugen zu unterhalten, um möglichst viele Informationen zu erhalten. Damit kann man dann Personen verdächtigen und einzusperren. Es kann aber auch durchaus passieren, dass man den Falschen erwischt hat!


Das Fazit von: StefanRed

StefanRed

Warum nur die Note 6? Für mich ist diese Frage ganz einfach zu beantworten. Trotz des verschobenem Releasedatum gibt es noch mehr Fehler, als in irgendeinem vorherigen Teil der Reihe. Ebenso stört es mich extrem, dass es die Möglichkeit gibt, für Geld weitere Inhalte und Boni zu erwerben. Ebenso auch die Tatsache, dass des Öfteren eine Aufforderung erscheint, sich das Echtgeld-Angebot anzuschauen. Kisten, die ich nur öffnen kann, wenn ich im Multiplayer darauf zugreife oder ein bestimmtes Level in einer externen Anwendung erreicht habe, finde ich auch nicht wirklich prikelnd. Wenn ich einen Titel erwerbe, dann möchte ich auch das ganze Spiel gekauft haben und danach alles erkunden und erleben können. Das Spiel bietet einige Neuigkeiten, doch leider fehlt es mir nach Abschluss der Hauptquest noch weitere Aufgaben erfüllen zu können. Und das in einem Umfang, wie man es aus den Vorgängern gewohnt ist. Alles in allem ist dieser Titel für Ubisoft wohl der am wenigsten Fans einbringende Release bisher!


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