Back to the Future - The Game

Back to the Future - The Game

Publisher: Telltale Games
Entwicklerstudio: Telltale Games
Genre: Adventure
Sub-Genre: Point & Click Adventure
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 23.12.2010
USK 0

Back to the Future - The Game  05.09.2011 von Benji

Great Scott! Es wurde auch mal Zeit! 21 Jahre nach Erscheinen des letzten Teiles von „Zurück in die Zukunft“ bringt Telltale Games ein passendes Point & Click Adventure auf den PC. Grund genug, für uns den Fluxkompensator zu entstauben und das neue Abenteuer detailliert auseinanderzunehmen. Macht den DeLorean klar und folgt uns mit 88 Meilen die Stunde in eine Zeit, als der Alkohol noch knapp war und die Mafia so etwas wie eine Ehre besaß. Hat Back to the Future – The Game genug Potenzial, um 1.21 Gigawatt Spielspaß zu erzeugen?

 

Es beginnt genauso, wie wir den ersten Teil in Erinnerung haben. Marty McFly und Dr. Emmett Brown sitzen am wohl wichtigsten Experiment der Neuzeit. Sie versuchen „Docs“ Hund Einstein mittels eines zeitreisenden DeLorean eine Minute in die Zukunft zu schicken. Das Experiment glückt – fast. Einstein verschwindet mitsamt dem Auto, aber taucht nie wieder auf. Schnitt! Marty wacht in seinem Bett auf. War etwa alles nur geträumt? Schnell macht er sich in Doc Browns Werkstatt auf, nur um zu sehen, dass dessen Habseligkeiten für eine kommende Zwangsversteigerung vorbereitet werden. Nach ihren letzten Abenteuern blieb Emmett schließlich zusammen mit seiner neuen Frau Clara im Jahr 1885 zurück. Seitdem sammelten sich eine Menge Schulden an und da in Hill Valey keiner mehr an die Rückkehr des verrückten Forschers glaubt, werden nun seine Habseligkeiten verkauft. Zunächst versucht Martin wenigstens ein paar Erinnerungen zu retten, doch dann passiert etwas, mit dem er nicht gerechnet hat. Direkt vor Doc’s Werkelstube erscheint der eigentlich zerstörte DeLorean. Es ist das Resultat eines Notfallprogramms. Marty soll einsteigen und mitkommen ins Jahr 1931 und dort den hilflosen Brown aus einer Misere helfen. Es beginnt ein irrsinniges Abenteuer!

 

Wie für Point & Click Adventure üblich, lebt das Spiel in erster Linie von seiner Geschichte. Hier hat Telltale definitiv großartige Arbeit geleistet. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, das neueste Abenteuer von Emmet Brown und Marty McFly ist als eine richtige Fortsetzung der Reihe geplant gewesen. Für jeden Fan dürfte es dabei eine freudige Nachricht sein, dass nicht einer der vielen „Running Gags“ der Trilogie ausgelassen wurde. Eine Tatsache, die einem echten Fan beim Bestreiten des Spiels auch sofort hilft. Denn natürlich findet Marty im örtlichen Kaffee – zu dieser Zeit eine Suppenausgabe – seine ersten Hinweise. Es bleibt allerdings nicht nur bei einem passenden „Drehbuch“. Die Entwickler haben keine Mühe gescheut, den originalen Soundtrack zu lizenzieren und zumindest einen Großteil der alten Crew als Synchronsprecher zu engagieren. Einzig Marty McFly ist aufgrund der gesundheitlichen Probleme von Michael J. Fox durch einen, zumindest ähnlich klingenden, Sprecher ersetzt worden. Es fällt einem als Spieler damit nicht schwer, sich direkt in der Welt von „Zurück in die Zukunft“ einzufühlen.

 

Für einen guten Film würde sich das Spiel also schon mal eignen. Ein Spiel benötigt allerdings ein wenig mehr. So lebt ein typisches Adventure von kniffligen Rätseln und einem unaufgeregten Gameplay. Hier hat Telltale jedoch noch Lernbedarf. Mal wieder ist die Steuerung als desaströs anzusehen. Für ein solches PC-Spiel absolut unüblich, wird in der Regel über die Tastatur gespielt. Ein Zustand, der nur dadurch erklärt werden kann, dass man hier mehr Wert auf eine flüssig spielbare Konsolenvariante gelegt hat, denn mit einem Gamepad lässt sich das Spiel in der Tat sehr gut spielen.

 

Ebenfalls Lernbedarf gibt es für die Entwickler in Sachen Rätselstoff. Die meiste Zeit wird man als Spieler durch unzählige Dialoge geschleust. Nur einige wenige nennenswerte Kombinationsrätsel sind im Spiel vorhanden. Das Verknüpfen mehrerer Items ist im Spiel sogar nicht mal vorgesehen. Nicht selten erschleicht einem als Spieler damit das Gefühl, einen „spielbaren Film“ zu erleben. Für einen echten Adventurefan ist „Back to the Future – The Game“ damit definitiv nichts. Sie dürften sich innerhalb der zehn Stunden Spieldauer nicht selten langweilen.


Das Fazit von: Benji

Benji

So wirklich glaube ich nicht, dass sich der Stoff des 80er Jahre Klassikers „Zurück in die Zukunft“ für ein Spiel eignet. Der Versuch von Telltale hat mich davon auch trotz herausragender Geschichte und passendem Ambiente nicht wirklich abgebracht. Stattdessen sind es die faden Rätsel, die mich in meiner Meinung sogar bestätigen. Es beschleicht einem das Gefühl, dass die Entwickler einige wichtige Aspekte vernachlässigt haben. Letztlich bleibt der wahre Spielspaß damit ein Privileg, das nur richtigen Fans der Reihe vorbehalten ist. Alle anderen dürften bereits nach kurzer Zeit gelangweilt aufgeben.


positiv negativ
  • Gelunge Geschichte zum inoffiziellen 4. Teil
  • Original Soundtrack
  • Top Synchronisation des originalen Casts
  • Alle bekannten Witze der Reihe eingebaut
  • Hintergrundgeschichte von Doc. Brown
  • Fade Rätsel ohne große Kombinationen
  • Zu viele Dialoge
  • Steuerung auf dem PC





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