Batman: Arkham Asylum

Batman: Arkham Asylum

Genre: Action
Erscheinungsdatum: 18.09.2009
USK 16

Batman: Arkham Asylum   23.12.2009 von xXMaNu3lXx

Lange Zeit war der Himmel von Gotham komplett finster, doch nun tritt der bekannte Comic-Held Batman wieder als Fledermaus in den Mondschein. „Batman: Arkham Asylum“ heißt das neue Actiongame der Entwickler aus dem Hause Rocksteady Studios. Ob Batman noch immer so agil und flink ist wie damals oder doch eher in den verdienten Ruhestand gehen sollte, könnt ihr in diesem Test nachlesen. Weihnachten steht vor der Tür und draußen wird es immer kälter. Da ist man gerne auf der Suche nach ein paar guten Spielen für Konsole und PC, um die kalten Wintertage schneller verstreichen zu lassen. Das neue Spiel des Publishers Eidos namens „Batman: Arkham Asylum“, spielt in der, aus den sicherlich bekannten Comics, Stadt Gotham. Ich möchte zunächst kurz ein paar Worte über die Geschichte des Spiels erzählen. Batmans Erzfeind Joker wird in das Hochsicherheitsgefängnis Arkham eingeliefert, um keine Bedrohung mehr für die Bewohner Gothams darzustellen. Ihr begleitet Joker in die Tiefen des Komplexes, um ihn ein für alle Mal „dingfest“ zu machen. Währenddessen führen Batman und Joker ein durchaus mit Witz gefüllten Dialog und es wird sehr schnell klar, wie „irre“ Joker doch ist, auch wenn er in einer durchaus ersichtlichen Zwickmühle steckt. Doch wie sich nach wenigen Spielminuten in einer stimmungsvoll in Szene gesetzten Sequenz herausstellt, gehört die Einlieferung in die Nervenheilanstalt zu Jokers Plan. Ziel des irren Gangsters ist es, das gesamte Gefängnis unter seine Gewalt zu bringen und Batman ein für alle Mal das Handwerk zu legen. In einer unachtsamen Sekunde gelinkt es Joker, trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen und dem Beisein von Batman, sich aus den Fesseln der Beamten zu befreien – die Tour im, wie es Joker beschrieben hat, „Irrenhaus“ kann beginnen…

Grundfunktionalität

In den ersten Metern nach dem Ausbruch des Jokers werdet ihr mit den Grundfunktionen des Spiels vertraut gemacht. Dazu zählen die Grundmoves des Kampfsystems, das in meinen Augen durchaus simpel gestaltet ist. Mit der linken Maustaste startet ihr verschiedene Angriffsschläge, wobei unser Held selbstständig zwischen Hand- und Beinschlägen wählt. Mit der rechten Maustaste könnt ihr gegnerische Angriffe blocken beziehungsweise Konterangriffe starten. Das leicht gestaltete Kampfsystem ist durchaus nicht negativ zu betrachten, da somit zum einen auch nicht so geübte Spieler unter uns einen schnellen Einstieg finden und zum anderen wird der Schwierigkeitsgrad zu vorgeschrittener Stunde durchaus etwas angezogen. Vor allem kann Batman durch die erhältlichen Charakterentwicklungen seinen Kampfstil weiter ausbauen und variieren, somit wird das Spiel nicht langweilig. Auch einen zweiten positiven Effekt bringen die Erweiterungen mit sich: die Suchtspirale greift, wie ich finde, wieder hervorragend. Man arbeitet immer wieder aufs Neue auf weitere Waffenvariationen, weitere Moves, die in Combos eingearbeitet werden können oder ähnliche Features hin. Die für die erhältlichen freischaltbaren Features könnt ihr mit Skillpunkten erwerben, die ihr wiederum durch höhere Combos oder durch Finden von diversen Geheimnissen, die im Spiel verteilt sind, erhaltet. Steigt ihr durch erhaltene Erfahrungspunkte in der Stufe auf, könnt ihr im Menü neue Eigenschaften für Batman freischalten. Die Entwickler von Rocksteady haben also keinen festen Weg vorgegeben, was ihr wann freischalten dürft. Somit könnt ihr nach jedem Stufenaufstieg zwischen mehreren neuen Features wählen, womit in meinen Augen der Wiederspielwert zusätzlich gesteigert wird. Die Kameraführung ist übersichtlich gestaltet und vermittelt dem Spieler das Gefühl, als würde er sich einen neuen Batman Film ansehen und sich nicht in einem Actionspiel auf Konsole oder PC bewegen. Außerhalb des Kampfes ist die Kamera in 3rd-Person-Sicht gerichtet, das bedeutet, die Kamera zeigt von hinten auf Batman, womit die gesamte Umgebung um den Helden gut ersichtlich wird. Während eines Kampfes ist es meist so, dass Batman immer den linken Bildschirmrand abdeckt. Was noch positiv zu erwähnen ist, sind die geringen Ladezeiten, die durchaus nicht oft vorkommen. Bei jedem Spielstart werden alle wichtigen Inhalte geladen und nur, beispielsweise bei einem längeren Video, gibt es eine kurze Wartezeit. Das Ganze hat den positiven Effekt, das man nie das Gefühl hat, aktiv aus dem Spiel „gerissen“ zu werden, womit nur unnötig Atmosphäre verloren gehen würde. Des Weiteren gibt es einen ruckelfreien, fließenden Übergang zwischen Ingame-Aktionen und gerenderten Zwischensequenzen – sehr schön!

Ausrüstung und KI

Die „schwarze Fledermaus“ hat natürlich allerhand Ausrüstungsgegenstände dabei, wie es sich für einen wahren Helden gehört. Und seien wir mal ehrlich, was wäre Batman ohne schwarzen Umhang und den bekannten Batarang – es wäre nicht halb so toll. Mit Hilfe des Umhangs könnt Ihr Abgründe überwinden und weit entfernte Vorsprünge erklimmen. Auch der bekannte Batarang gehört zum Grundinventar des Helden, um beispielsweise Gegner kurzzeitig kampfunfähig zu machen. Anschließend muss Batman allerdings noch seine Fäuste sprechen lassen. Der weiterentwickelte Bumerang ist auch in verschieden Varianten erhältlich, die im Laufe des Spiels nacheinander freigeschaltet werden können. Der Mehrfach-Batarang oder der lenkbare Batarang, der in Zeitlupe à la Max Payne gesteuert werden kann, sind nur zwei von vielen, die ich nennen möchte. Aber auch über komplett neue Waffen dürft ihr euch freuen, denn das Kletterseil, um Gegner von oben lautlos auszuschalten, oder das Hacking-Gerät, das zur Zerstörung von Terminals verwendet wird, um in neue Bereiche von Arkham zu gelangen, zählen mit zum Inventar des Helden. Somit werden neue Wege freigeschalten und ihr kommt dem großen Finale immer näher. Doch Vorsicht ist hierbei durchaus geboten, denn immer wieder stellen sich euch bekannte Comic-Helden in den Weg. Bane etwa stürmt in einem Boss-Kampf wild auf euch zu, nur der Batarang kann ihn kurzzeitig betäuben, womit ihr mit gezielten Combos an der Reihe seid. Auch Poison Ivy spielt eine der Hauptrollen in der Geschichte von Arkham Asylum. Des Weiteren werden, wie zu Anfang meines Artikels kurz erwähnt, die Kämpfe zunehmend schwieriger. Nach und nach bewaffnen sich die Insassen mit Gewehren, Messern und weiteren „Gerätschaften“, wodurch planloses Vorgehen glatter Selbstmord wäre. Somit müssen die Schritte im Laufe des Spiels durchaus geplant werden, was nicht heißt, dass aus dem Actionspiel ein Strategieschlachtzug wird. Um sich zunächst einen Überblick über den Raum und die Umgebung zu verschaffen, kann der Spieler mit dem Wurfseil einen Wasserspeier oben an der Decke erklimmen und mit der Detektiv-Sicht, den „zweiten Augen“ Batmans alle Feinde anvisieren. Dies funktioniert auch durch Wände und über mehrere vertikale Ebenen. Danach können wir mit gezielten Sprüngen die ersten bewaffneten Feinde ausschalten, die unbewaffneten Insassen mit gekonnten Combos zur Strecke bringen. Mit Batmans Explosivgel kann der Held im Anschluss eine Wand einreißen, um somit alle Feinde, die sich in den umliegenden Räumen befinden, im Wirkungsbereich zu beseitigen.

Inszenierung
In meinen Augen ist Batman Arkham Asylum mehr als nur gut in Szene gesetzt. Es hat mich an vielen Stellen wirklich beeindruckt. Zunächst könnte man meinen, das Spiel bestehe nur aus Zellenblocks, die aneinander gereiht sind, doch dem ist durchaus nicht so. Das Herrenhaus beispielsweise, in einem der Außenareale, kommt sehr prunkvoll rüber, wohingegen die Krankenstation eher heruntergekommen ist, da viele der Insassen alles verwüstet haben. Überall liegen zerstörte Möbel herum und während der Erkundung aller Areale begegnet man immer wieder verletzten Wachen. Auch die Sicht auf das Festland ist ein reiner Augenschmaus, denn der Spieler kann hier die Skyline von Gotham bestaunen. Wahlweise können selbstverständlich noch die PhysX-Effekte eingeschalten werden, die allerdings nur Besitzern einer Nvidia Geforce Grafikkarte vorenthalten sind. Somit lässt das Spiel unter anderem noch lose Aktenblätter umher wirbeln oder macht Spinnweben zu bewegten Objekten. Das hübscht die gesamte Spielumgebung noch einmal zusätzlich auf, um mehr Atmosphäre zu vermitteln. Zu der Bedienung ist zu sagen, dass die Tastenbelegungen nur außerhalb des Spiels festgelegt werden können, was etwas negativ in die Wertung miteinfließen wird. Schnelle Änderungen sind somit nicht möglich. Auch das freie Speichern zählt nicht zu den Stärken von Batman Arkham Asylum, da die freie Speicherung einfach nicht vorhanden ist. Das Spiel gibt feste Speicherpunkte vor, die passiert werden müssen. Allerdings waren das auch schon die einzigen zwei auffälligen Punkte, die ich zu bemängeln habe. Arkham Asylum glänzt durch die großartige inszenierte Welt, den einwandfrei vertonten und stimmungsvoll umgesetzten Dialogen, dem simplen aber trotzdem knackigen Kampfsystem und und und…

Nun möchte ich zu einem Abschluss kommen, auch wenn es noch einiges geben würde, das man über das durchaus grandiose Spiel erzählen könnte. Doch die grundlegenden Funktionen und Inhalte, des in meinen Augen neuen Action-Hits, sind erläutert. Abschließend ist zu sagen, dass Batman Arkham Asylum für die PS3, Xbox 360 und für den PC erhältlich ist.


Das Fazit von: xXMaNu3lXx

xXMaNu3lXx

Ich muss sagen, ich war wie so oft zu Anfang etwas skeptisch, was das neue Batman-Spiel anbetrifft, denn normalerweise bin ich nicht so der Comic-Fan und war deshalb etwas distanziert. Doch „Batman: Arkham Asylum“ hat mich eines Besseren belehrt. Es ist ein durchweg grandioses Spiel, das durch die zeitgemäße Grafik, der passenden und stimmungsvoll vertonten Charaktere, der simplen aber durchaus fordernden Spielmechanik und vielen anderen Features glänzt. Bevor ich mich allerdings im Fazit wiederhole, kann ich nur zu einem abschließenden Satz kommen: „Eine klare Kaufempfehlung!“


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positiv negativ
  • Zeitgemäße Grafik
  • Lange Spieldauer von ca. 15 Stunden
  • Die Dialoge sind einfach klasse
  • Brillante Sprecher
  • Tolle Inszenierung aller Spielinhalte
  • Tastaturbelegung nur außerhalb des Spiels konfigurierbar
  • Teils sehr schwere Zwischengegner





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