Der zweite Teil der Battlestations Reihe ist in den Läden und taucht mit der Endung „Pacific“ auf den heimischen Bildschirmen auf. Spektakuläre Schlachten in den Lüften, auf und unter dem Wasser sowie an Land versprechen stundenlangen Spielspaß! Wie sich „Battlestations Pacific“ tatsächlich im Test schlägt, erfahrt ihr im folgenden Bericht. Wir sind im Pazifik unterwegs, um entweder auf Seiten der Japaner oder Amerikaner dem Feind die Stirn zu bieten. Die Geschichte knüpft direkt an den Vorgänger, „Battlestations Midway“ an, bei der am Ende der gespielte US-Soldat Henry über Bord geht und im jetzigen Nachfolger nicht mehr von der Partie ist! Somit ziehen wir im neuen Teil als namenloser Held in den Krieg. Ich finde hier allerdings die Identifizierung mit dem Spiel etwas schwer.
Als erstes fällt auf, das das Tutorial sehr umfangreich gestaltet ist, um dem Spieler einen genauen Überblick über das Spiel und dessen Funktionen zu geben. Es können alle Szenarien von beiden Fraktionen, dem japanischen Kaiserreich oder der amerikanischen US Marine, durchgespielt werden. Alle Funktionen werden genau erläutert und mit einer kleinen Aufgabe, die gemeistert werden muss, untermalt. Die erste Mission der US Kampagne startet und wir werden prompt ins kalte Wasser geschmissen! Wir müssen uns gegen einen kleinen Spähtrupp der Japaner messen, doch in den darauffolgenden Missionen wird klar, der Krieg war kein Zuckerschlecken. Immer größere Schlachten stehen dem Spieler bevor, in der er zwischen Luft- und Wassereinheiten wechseln und schnell agieren muss. Doch eines ist mir bei meinem Test aufgefallen: „Ich bin nicht wirklich in das Geschehen integriert!“. Zwar werden die Schlachten im Kriegsszenario immer größer und der Spieler muss dynamisch agieren, doch taktisch fordernd ist dies nicht. Sterben wir, da uns beispielsweise ein feindlicher Bomber zu nahe kam, stirbt unser namenloser Held und wir steigen mit einem anderen Soldaten wieder neu in das Gefecht ein und schlagen zurück. Für die Strategen unter uns, können, in folgendem Bild zu sehen, alle Truppen verwaltet und kommandiert werden.
Dies geht solange, bis die Ressourcen aufgebraucht sind oder wir den Feind besiegt haben. Somit wird nicht wirklich der Bezug zum Spiel aufgebaut und man kann sich nur sehr schwer mit dem Spiel identifizieren bzw. fühlt sich als einen unentbehrlichen Teil des Gesamtgeschehens. Außerdem erzählt Battlestations Pacific nicht wirklich eine Geschichte! Es ist vielmehr eine Aneinanderreihung von immer größer werdenden Missionen mit kurzen Zwischensequenzen, um den Spieler wenigstens ein paar Stunden an den Bildschirm zu fesseln. Obwohl die Reihe durch Spielvielfalt und taktisches, schnelles Vorgehen ausgezeichnet wird, wurde dies nicht zufriedenstellend umgesetzt. Zwar kann man zwischen Luft- und Bodenschlachten entscheiden, ob man auf oder unter dem Wasser kämpft, aber es wird auf Dauer einfach langweilig, da derjenige gewinnt, der die größere Truppenanzahl dem Gegner vor die Füße „knallt“! Noch wichtiger ist, die Intelligenz der KI-Gegner lässt zu wünschen übrig. Es lässt sich fast wie mit einer Moorhuhn-Jagd vergleichen, in der sie mit Dauerfeuer auf den Gegner zufliegen und ihn schnellstmöglich vom Himmel holen. Auch bei einer U-Boot Mission wird schnell klar, egal wie schlecht man sich anstellt, der Gegner trifft sie so gut wie nicht! – Hier muss unbedingt noch nachgebessert werden! Nach einigen Schlachtzügen erhalten wir immer mehr Kontrolle über größere Truppenverbände, doch taktisch anspruchsvoller wird es dadurch nicht. Mit einem Klick wechseln wir zwischen den Schiffen hin und her, lassen Jagdbomber aufsteigen und starten selbst mit einem Flugzeug in die Schlacht.
Etwas anders als im Singleplayer geht es im Multiplayer zu. Auf acht Karten können bis zu acht Spieler zusammen gegen den Computer antreten oder selbstverständlich auch gegeneinander kämpfen. Außerdem bringt Battlestations Pacific fünf Spielmodi mit sich, vom klassischen Deathmatch bis hin zur strategischen Variante, in der Inseln erobert werden müssen, um zusätzliche Truppen zu ergattern. Es hat durchaus seinen Reiz, in gigantische Schlachten einzutauchen, da es durch die recht anschauliche Grafik ansehnlich gestaltet ist, doch durch beispielsweise schlechte KI und einigen anderen Mankos hatte ich nur ein paar Stunden Spaß an dem Spiel – schade.
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