Der Hauptcharakter der US-amerikanischen Zeichentrickserie „Ben 10“ heißt Benjamin „Ben“ Tennyson und ist ein zehnjähriges Kind, welches gerne Videospiele spielt. Natürlich war es daher unabwendbar, dass auch ein passendes Spiel zur Serie erscheint. „Ben 10: Alien Force“ ist bereits das zweite Spiel zur Serie. Ob es noch schlechter werden kann als der erste Teil?
Ben 10 ist eine US-amerikanische Zeichentrickserie. Die Serie wurde von den Cartoon Network Studios produziert. In Deutschland ist die Serie seit 2006 bei Kabel eins zu sehen. Ben ist zehn, ein total dufter Typ und rettet regelmäßig die Welt. Die Nachfolgeserie, „Ben 10: Alien Force“ spielt fünf Jahre nach den Ereignissen der ersten Serie. Die deutsche Premiere der Serie findet am 19. September 2009 auf Cartoon Network statt und am 17. Oktober auf Kabel Eins. Natürlich erscheinen auch dazu passend wieder systemübergreifende Versionen des Spiels zur Serie, im Test heute die Wii Version.
Wer weder zehn ist, noch von der Serie jemals gehört hat, braucht an dieser Stelle eigentlich auch nicht weiter lesen. Das Spiel ist leider Gottes einfach nur schlecht. Über die Qualität der Serie kann und mag ich mir kein Urteil erlauben, über das Spiel muss ich es mir leider. Selbst unter dem Gesichtspunkt, dass ich eindeutig nicht in die Zielgruppe gehöre, bietet das Spiel leider nichts, was auch nur annähernd für seine Existenzberechtigung förderlich sein könnte.
Müsste man das Spiel beschreiben, nun es wäre wohl als eine Mischung aus Brawler und Plattformer zu beschreiben. Die Charaktere und „Story“ orientieren sich selbstverständlich an der Serie, wie oben bereits erwähnt, geht es natürlich
um böse Außerirdische und verlorene Dinge, die wir finden, damit wir erneut die Welt beschützen. Genauer darauf einzugehen wäre Zeitverschwendung. Die vorgerenderten Zwischensequenzen sind leider ebenso mies.
Wir rennen also als Ben in einer von seinen fünf Alien-Formen, die meist sehr linearen Level entlang, bis irgendwas passiert. Meist ist das aber weder spannend noch aufregend noch besonders erwähnenswert. Neben ein paar kleineren Puzzleaufgaben verbringen wir die meiste Zeit in trostlosen Landschaften und kämpfen, kämpfen und kämpfen. Das klingt erst mal nicht grundlegend falsch und verspricht ja wenigstens etwas Action. Wenn die Kämpfe aber so zahlreich sind wie hier und immer nach dem gleichen Schema ablaufen, dann kommt schnell Frust und Langeweile auf. Schlimmer noch: Wir können diesen Kämpfen nicht mal aus dem Weg gehen, das Spiel errichtet unsichtbare Wände (rote Karte für sowas, liebe Programmierer) und lässt uns nicht weiter, bis wir auch wirklich jeden der vorgesehenen Kämpfe bis zum Ende erledigt haben. Gähn!!!
Der Multiplayermodus hätte die letzte Hoffnung sein können, es mit einem Kumpel für ein wenig klassische Brawler-Coop-Action zu nutzen. Aber auch hier enttäuscht das Spiel auf ganzer Breite. Während man im Singleplayer zwischen drei Charakteren wechselt, wird man im Coop Modus gezwungen, immer Ben zu spielen, beide Spieler, und nicht einmal die Kostüme unterscheiden sich, so dass sich hier mehr Verwirrung und Frust breitmachen als Freude.
Selbst als Lizenzspiel für die wirklichen Fans gibt das Spiel nicht wirklich viel her. Ein gutes Lizenzspiel, selbst wenn es spielerisch schwach ist, bietet zumindest Fans eine Möglichkeit, etwas mit Ihren Lieblingscharakteren außerhalb der Serie zu erleben. Aber selbst diese Chance wurde hier nicht genutzt. Wenn dann noch dazu eine schlampige und lieblose Umsetzung dabei rumkommt wie bei diesem Beispiel, dann kann man dieses Produkt wirklich nicht mal den größten Fans von Ben 10 zumuten.
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