Unter den Kindern sollte Ben 10 ein Begriff sein, ich persönlich kannte nur den Namen, aber nicht was dahinter steckt. Man spielt einen kleinen Jungen, der die Fähigkeit hat, sich in verschiedene Lebensformen zu verwandeln. So dreht unser Held nur an seiner Uhr und schon sieht er anders aus und hat andere Fähigkeiten. Mit diesen Superkräften könnt ihr nun alle möglichen Sachen machen, wie zum Beispiel den Gegner mit Blitzen besiegen, ihn einfrieren, schwere Blöcke wegtragen,
Computer mit Elektroschlägen umfunktionieren, und noch vieles mehr. Hört sich doch alles sehr gut an, oder? Die Sofahelden haben sich das Spiel mal genauer unter die Lupe genommen.
Die Story…
…ist leider sehr dünn und als Nicht-Fan überhaupt nicht durchschaubar. Wenn man die Charaktere aus Ben 10 nicht kennt, dann weiß man auch nicht, wer zum Beispiel das Mädchen aus der kurzen Introsequenz ist. Zwei böse Wesen unterhalten sich über die Weltherrschaft und nein, es sind nicht Pinky und Brain! Zufälligerweise bin ich der Held und muss das verhindern. Ich bekomme noch die Information, dass ich mich im Moment nur in zwei Lebensformen verwandeln kann und schon kann es losgehen. Klingt einfach und ist es auch. Leider wurde hier auf eine richtige Einführung in die Geschichte verzichtet. Fans wissen mit Sicherheit worum es geht, alle anderen tappen bis dato im Dunklen.
Was ist zu tun?
Wie schon erwähnt müssen wir es verhindern, dass die Aliens die Weltherrschaft an sich reißen. So satteln wir die Pferde und reiten los. Oh sorry, falsches Spiel! Wir laufen also in einer typischen 2D-Umgebung von links nach rechts und von rechts nach links. Mal hüpfen wir nach oben, mal klettern wir nach unten. Wenn wir mal nicht weiterkommen, dann müssen wir einen Block irgendwo hin tragen, eine Maschine starten oder eine Schlüsselkarte finden, so dass wir in den nächsten Abschnitt gelangen. Leider war es das auch schon. Ach ja, ich habe eines vergessen: Gegner plätten. Doch hier ist das nächste Problem, es gibt kaum welche. Mal steht hier einer rum, dann der gleiche wieder da und dann noch mal wieder dort eine minimale Variation.
Keine Abwechlsung?
Man muss sie suchen, aber es gibt sie dann doch in Form der verschiedenen Alienformen. Diese Idee und Ausführung ist sehr gut gelungen, mal verwandelt man sich in ein blaues Wesen und kann die Gegner einfrieren, mal in das Computerhirn, das Blitze verschießen kann. So bekommt man im Laufe des Spiels immer mehr Möglichkeiten und somit macht das Spiel auch wieder mehr Spaß. Das Ganze wird dann noch mit der Energieleiste eingeschränkt, man kann natürlich nicht unendlich oft und lange die Spezialfähigkeiten nutzen. So muss man bei einer verbrauchten Leiste einfach warten oder dementsprechend einen Energieknoten aufnehmen. Leider bleibt es im Großen und Ganzen vom Levelaufbau trotzdem bei dem oben genannten Ablauf.

Die Grafik…
…ist im Comicstil gemacht worden, doch leider fehlen hier die Details. Wenn ich Ben 10 mit dem ebenso aktuellen Arcadespiel „Rocket Knight“ vergleiche, dann stinkt Ben 10 total dagegen ab. Alles sieht nett aus, das war es dann aber schon. Leider gibt es auch grafisch sehr wenig Abwechslung. Die Bewegungen der Charaktere sehen ganz gut aus, der Hintergrund ist als festes Bild schön, doch Animationen sieht man so gut wie keine. Insgesamt fehlt hier einfach sehr viel, hin und wieder sieht man mal ein Feuer im Hintergrund brennen oder mal ein paar Blitze, aber das war es dann auch schon. Hier wurde unglaublich viel Potential verschenkt, sehr schade.
Der Sound…
… ist ähnlich wie die Grafik, er ist nichts besonders. Die Musik fetzt, aber leider nur 10 Minuten lang, danach nervt sie. Es wäre doch nicht schlimm gewesen, einen kleinen Soundtrack für das Spiel zu produzieren. Die Effekte selbst sind nett, aber eben auch nichts Besonderes. Alles klingt ein wenig lieblos und ohne Pfiff. Hier wurde ebenso viel falsch gemacht, sehr schade.
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