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Big Bang Empire

Entwicklerstudio: Playata
Genre: Browser Game
Sub-Genre: Click-n-Wait-Game
Art: Free2Play
USK 16

Big Bang Empire   22.12.2014 von Beef Supreme

Seitdem sich Free2Play als gewinnbringendes Geschäftsmodell etabliert hat, gibt’s Browserspielchen wie Sand am Meer. Und wenn man denkt, man hat schon alles tausende Male durchgekaut und aufgewärmt, kommen die Jungs von Playata ums Eck und beglücken uns mit ihrer Pornosimulation Big Bang Empire. Endlich darf der dürstende Internetnutzer in die glanzvolle Welt besudelter Bettdecken und würdevollem Geschlechtsverkehr selbst erleben ...


Ziel in Big Bang Empire (HIER könnt Ihr es spielen) ist es vom unbedeutenden Amateur-Performer zum angesagten Pornostar aufzusteigen. Dies beginnt damit, dass man zunächst seinen Charakter aus einem vorgefertigten Baukasten zusammenklickt. Geschlecht ist zwar wählbar, spielt aber keine Rolle, außer vielleicht bei nervigen Spammails anderer Nutzer, die den Zweck des Spiels wohl missverstehen. Danach geht es in die große weite Welt hinaus: Einem gezeichneten Bildchen des derzeitigen Aufenthaltsortes. Dort muss Kohle rangeschafft werden für den großen Durchbruch. Also wählt man unter den verfügbaren Missionen eine aus und … wartet. Big Bang Empire ist ein Click-and-Wait-Spiel, was bedeutet, dass der Missionsablauf aus Warten besteht. Mission starten, warten, Belohnung kassieren, und das Ganze dann von vorn.


Um alles zu beschleunigen, darf man auch Diamanten investieren, denn Hinterhofdarsteller haben die Klunker immer im String stecken. Da Diamanten aber recht rar sind, wenn man nicht gerade Besitzer eines afrikanischen Blutdiamantenclaims ist, lohnt es sich zu haushalten ... oder Bares auf den Tisch zu legen. Ungeduldigen gewährt Big Bang Empire generös den Erwerb zusätzlicher Diamanten, um den Fortschritt zu beschleunigen. Hat man jedoch die Zeit und ist nicht von unstillbarem Ehrgeiz erfüllt, in Rekordzeit ein zweiter Conny Dachs bzw. eine zweite Gina Wild zu werden, kommt man ganz gut ohne Geldbeutelbelastung aus.

 

Der Tagesablauf des typischen drittklassigen Amateurfi**ers (darf ich sowas überhaupt schreiben?) besteht darin, im Level aufzusteigen und damit seine Statuswerte zu verbessern sowie neue Gebiete freizuschalten und Kohle zu verdienen. Das kann dann in besseres Equipment gesteckt werden, wie zum Beispiel ein neues Brustwarzenpiercing oder schicke Weihnachtsstrapse. Gekauftes Zeug kann man dann seinem Porno-Alter-Ego anziehen, was auch am hübsch gezeichneten Bildchen erkennbar ist. Schade nur, dass das Aussehen der Items sich sehr schnell wiederholt. Erworbene Kleidungsstücke und Accessoires, wie der Dildo Marke Pflock, verbessern die vier Werte Kraft, Ausdauer, Charisma und Raffinesse. Diese Werte beeinflussen den Ausgang der Kämpfe gegen andere Mitspieler. Denn aus irgendeinem Grund kann man sich mit anderen Spielern prügeln. Warum man sich kloppt, weiß man leider nicht so genau.

 

Hat man keine Lust auf Missionen oder Beef, kann man sich auch auf den Dreh schmutziger Filmchen konzentrieren. Das kostet aber wiederum Kohle, zum Beispiel für Location, Filmtitel, und die Möglichkeit, primäre oder sekundäre Geschlechtsmerkmale prominenter auf das Cover zu pressen.  Das Alles erfordert aber auch gewisse Items, welche wiederum in Missionen gefunden werden können. Also das alte Spiel wieder von vorn. Dabei sind die geforderten Ressourcen sehr hoch angesetzt, sodass es mitunter richtig lange dauert, bis man alles beisammen hat, um sein Filmchen unters geile Volk zu bringen. Es sei denn man investiert Diamanten, versteht sich.

 

Bildergalerie von Big Bang Empire (11 Bilder)

Daneben kann man auch ein Studio gründen, oder einem beitreten. Durch ein Studio erhält man gewisse Boni auf Statuswerte, Erfahrungspunkte und Geldgewinn, was den Fortschritt dezent beschleunigt. Natürlich muss man in sein Studio Kohle reinbuttern, damit es auch was taugt - also wieder Missionen erfüllen oder Mitspieler einladen. Je mehr angehende Profipopper Cash reinpumpen, desto schneller geht’s vorwärts. Die Studios sind vergleichbar mit Gruppierungen oder Clans.


Das Fazit von: Beef Supreme

Beef Supreme

Big Bang Empire ist ein nettes Browserspielchen für zwischendurch, dass eine noch nicht ganz so ausgelutschte Thematik verfolgt. Glücklicherweise nimmt es sich selbst nicht ganz so ernst, was man anhand der meist fehlerfreien Texte in Missions- und Itembeschreibungen erkennen kann. Die eigentliche Action ist hinter einem sich füllenden Zeitbalken versteckt, sodass niemand befürchten muss, der Anblick kopulierender Zeichnungen beflecke seine Seele. Zwar wedelt Big Bang Empire nicht ganz so unauffällig mit dem „Kauf Diamanten“-Zaunpfahl, aber man kommt auch ganz gut ohne den Einsatz von Barem voran. Schade nur, dass man eigentlich kaum etwas tun kann, außer darauf zu warten, dass man bei der nächsten Mission weiter warten kann. Die Filmdrehs sind an sich eine sehr gute Idee, die aber im Kern nicht mehr sind, als zielgerichtetes Warten, da durch die Itemsammelei nur die Missionsauswahl eingegrenzt wird und sich der Spielverlauf überhaupt nicht ändert. Wer mit dieser Art Spiel was anfangen kann, erhält hier ein nett gezeichnetes, in Teilen witziges, aber wenig abwechslungsreiches Spiel für zwischendurch. Und das alles jugendfrei. Leider :)


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positiv negativ
  • Hübsch gezeichnet
  • Frisches Setting
  • Fortschritt auch ohne Echtgeldeinsatz
  • Subtiler Humor
  • Abwechlungsarm
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  • Dröge Animationen
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