Bioshock 2

Bioshock 2

Publisher: 2K Games
Genre: Action
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 09.02.2010
USK 18

Bioshock 2   16.02.2010 von Panikmike

Endlich ist die Wartezeit um, manche Spieler haben schon die Minuten rückwärts gezählt. Bioshock geht in die zweite Runde und erneut darf der Spieler in die Unterwasserstadt Rapture abtauchen. Jedoch spielt man dieses Mal von Anfang an einen Big Daddy, sogar einen speziellen, wie sich im Laufe des Spiels herausstellt!

Boah, wie habe ich Bioshock 1 geliebt. Der Sound, die Musik, die Steuerung – bei Bioshock war einfach alles umwerfend gut! Als ich dann vor einiger Zeit gehört habe, man spielt im zweiten Teil einen Big Daddy, war ich skeptisch. Im Artikel selbst werde ich ein wenig darauf eingehen, doch schon mal vorweg, meine Skepsis war nach ein einigen Minuten Spielzeit wie weggeblasen. Bioshock 2 spielt, nicht wie von mir erwartet, vor dem ersten Teil sondern 10 Jahre später. Kurz als Information: Was man in Teil eins erfahren hat. In den 40er Jahren wurde Rapture erbaut: Eine Unterwasserstadt, die eine geplante Zufluchtsstadt für die Menschen sein sollte. Die Grundidee gegen die menschliche Überbevölkerung war geschaffen. Doch schon schnell stellte sich heraus, dass alles nicht so schön ist, wie man sich das vorgestellt hatte. Andrew Ryan hatte diese Idee, doch auch er wollte immer mehr und mehr. Eines Tages wurde eine Droge namens „Adam“ aus Seeschnecken gewonnen, welche die Menschheit veränderte. Doch anders als bei den herkömmlichen Drogen verleiht Adam den Süchtigen verbesserte Fähigkeiten, wie Schnelligkeit, Stärke und Macht. Und schon war das Chaos erschaffen. Die Menschen wurden von ihrer Gier befallen und zu Mördern. Für Adam gingen die meisten über Leichen. So waren die mutierten Menschen namens „Splicer“ geboren. Wer den ersten Teil gespielt hat, der kennt diese Geschichte schon, doch umso spannender war es, wie der zweite Teil von Bioshock eingeleitet wird. Was ist los? Was ist passiert? Und wie wird es erklärt, plötzlich einen Big Daddy zu spielen? All diese Fragen werden im Laufe des Spiels erklärt, jedoch muss man schon das gesamte Werk spielen, um in den vollen Genuss zu kommen und alle Antworten zu erhalten.

Wir beginnen das Spiel mit einem dunklen Bildschirm. Im Hintergrund hört man den schweren Atem einer Person, schätzungsweise von uns selbst. Langsam wird es hell und wir hören eine weibliche Stimme. Langsam kannst Du dich umsehen und siehst an Dir Metallhandschuhe und irgendwie bist Du in einer Glaskugel gefangen. Doch sehr schnell merkt man, diese gehört zum Anzug. Sieht man sich ein wenig um, so erkennt man an der Wand seltsame Schriftzüge, in der Ferne eine grelle Leuchtreklame und überall Korallen und Wasserblasen. Ja wir sind zurück, Willkommen in Rapture. Doch wer bin ich? Schon nach einer kurzen Zeit kommt ein kleines Mädchen auf mich zu und spricht zu mir: Vater? Wie, was, wo? Weiß ich da etwas nicht? Doch alles wird sich aufklären, da bin ich mir sicher! Betrachtet man ein wenig seine Umgebung, so sticht ein kleines Tonband ins Auge. Nervös drücke ich auf den „A“ Knopf und bin gespannt was nun passiert. Eine Frau erzählt, wie sie in die Unterwasserstadt voller Hoffnung kam und was sie erwartete. Während man die Audionachricht abhört, kann man sich jederzeit frei bewegen. Von nun an gibt es noch sehr viele Tonbänder, die man alle aufsammeln und anhören sollte. Durch sie erfährt man sehr viel und die fehlenden Puzzleteile werden langsam aber sicher gesteckt! Nur so erfährt der Spieler die Wahrheit über die Stadt, die Gier und den Wahnsinn der Macht, die ein paar Bewohner ausüben wollten.

Dazwischen muss man natürlich auch viel Kämpfen, von A nach B reisen und mit einigen Neuheiten rechnen. Generell spielt sich Bioshock 2 wie Teil 1. Viel Neues wird man anfangs nicht erkennen, die Neuerungen kommen nach und nach. Wobei ich an dieser Stelle schon sagen muss, eigentlich spielt es sich wie Bioshock 1 3/4, denn mir fehlt etwas, um wirklich von Teil 2 sprechen zu können. Jedoch tut dies nichts zur Sache, denn das Spiel ist so oder so der Hammer.

Doch was hat sich verändert? Zum einen gibt es Änderungen beim Spieleheld. Man spielt nun ja einen Big Daddy, der auch mehr Möglichkeiten hat. In der rechten Hand hat man zuerst nur einen Bohrer, mit dem man zuschlagen kann oder aber auch den Gegner durchbohren. Das Blut spritzt hier nicht schlecht, jedoch ist das Spiel auch in Deutschland ungeschnitten. Später findet man mehr Waffen, die man nutzen kann: Pumpguns, Railguns, eine Kamera und noch einige wenige mehr. Die rechte Hand ist, wie bekannt aus Teil 1, unsere magische. Hier gibt es verschiedene sogenannte Plasmide, wie „Abfackeln“, „Eis“, „Elektrobolt“ und noch mehr. Diese kann man im Spiel bis Stufe drei aufwerten. Somit ist die Kombination aus Magie und Waffen erschaffen. Jedoch muss man aufpassen, da jede Waffe begrenzte Munition hat und jede Magie natürlich von der Manaleiste (im Spiel genannt Eve) abgezogen wird. Jeder Gegner bedarf zwar keiner eigenen Taktik, doch sollte man schon verschiedene entwickeln, dann hat man es einfacher. Einer meiner Favoriten ist den Gegner zu vereisen und dann mit der Railgun zu bearbeiten. Funktioniert super und ist sehr effektiv. Doch nur die verschiedenen Waffen reichen dem Spiel nicht aus, jede hat noch verschiedene Munitionsarten. Diese unterscheiden sich in der Tat und bringen so noch mehr Taktik ins Spiel. Ebenso bekommt man später die Möglichkeit, ähnlich wie bei Teil 1 Videoaufnahmen der Gegner zu machen, um so einen besseren Schaden anzurichten.

Doch weil das alles noch nicht reicht, spendierten uns die Programmierer noch zusätzlich die bekannten Tonikas. Diese machen den Spieler auf Dauer besser, jedoch kann man auch nur eine gewisse Anzahl bei sich tragen. Wenn man mehrere gefunden hat, so kann man sie aber an speziellen Stationen austauschen. Hier gibt es schöne Dinge, wie zum Beispiel eine Verlangsamung beim Hacken. Auch an dieser Stelle muss man den Kopf anstrengen, welche Tonikas man nimmt, denn es gilt hier der Spruch: Entweder, oder!

Doch was ist Hacken? Naja okay, was es bedeutet weiß man, doch was kann man im Spiel machen? Es gibt in der gesamten Stadt immer wieder Selbstschussstationen, Kameras und verschiedene Maschinen. Wird man entdeckt, so sollte man entweder in Kampfbereitschaft gehen oder ein Terminal finden, an denen ich den Alarm ausschalten kann. Oder man wird Hacker und versucht ein Minispiel zu schaffen. Dieses ist nicht schwer, jedoch langweilt es auch nie, weil es immer wieder Abwechslung bringt. Hat man die Maschine erfolgreich gehackt, so gehört sie nun zu uns und greift Gegner an, wenn diese den Alarm auslösen. Erneut eine schöne Taktikkomponente, denn teilweise sind die Anlagen sehr stark und können dem Helden teilweise aus der Patsche helfen.

War das schon alles? Nein, es gibt noch mehr. Da man einen Big Daddy steuert, so gehört eigentlich auch ein kleines Mädchen (genannt Little Sister) zu mir. Was mit meinem Kind passiert ist, verrate ich an dieser Stelle nicht, jedoch trifft man immer wieder auf verschiedene andere Kinder mit ihrem Beschützer. Besiegt man diesen, so kann man sich entscheiden, ob man das Kind adoptieren oder töten möchte.

Ich entschied mich durch die Bank für die Adoption, ich bin doch kein Mörder! Drückt man dann eine längere Zeit auf „X“ so schwebt der Geist der Little Sister zur nächsten Leiche, bei der sie dann Adam gewinnen kann. Das Problem ist nur, durch die Absaugung der Droge, werden auch die Splicer auf uns Aufmerksam. Also gilt es, das kleine Mädchen zu beschützen, bis die Droge abgebaut ist. Macht man das zwei Mal, so kann man dann die Little Sister befreien, indem man sie in eine Röhre steigen lässt. Dann bekommt man das ganze Adam, dass man dann an diversen Automaten in Upgrades eintauschen kann. Hier kann man sich mehr Lebensenergie kaufen oder auch neue Plasmide. Übrigens gibt es im gesamten Spiel immer wieder Munitionsautomaten, Heilungs-Center und Waffen-Upgrade-Shops. By the Way sei noch erwähnt, dass ich die Little Sister nicht befreien oder töten muss, alles ist möglich, aber keine Pflicht!

Über die Grafik will ich nicht sprechen, denn man muss sie erleben. Im Endeffekt wurde die Optik vom ersten Teil aufgebohrt, mehr Feuer-, Spiegel- und Wassereffekte sind enthalten. Alles sieht ein wenig farbenfroher aus, generell ist Rapture aber eher düster! Ebenso ist es mit dem Sound, der Sprachausgabe und der Musik. Wie in Teil 1 gibt es eine schöne Beschallung in alter Tradition (schöne alte Blues und Jazz Songs), die Effekte gehen durch Mark und Bein. Bioshock 2 ist ein Vorzeigebeispiel für Dolby-Suround-Effekte bei einem Spiel. Einschalten und genießen. Doch aufgepasst, auch die Schockmomente sind mehr als bei Teil 1.

Zum Schluss gehe ich noch kurz auf den neuen Mehrspielermodus ein. Die Idee ist gut, die Ausführungallerdings nicht ganz so, wie man es sich vorstellt. Es gibt bekannte Modi wie „Deathmatch“, „Team Deathmatch“ und „Capture the Flag“. Und auch die Arenen sind aus dem ersten Teil bekannt. Hier ist das schöne, dass Spieler ein Revival zum ersten Teil bekommen. Jedoch muss man in Sachen Grafik Abstriche machen und auch an verschiedenen Extras mangelt es im Mehrspielermodus! Auch wenn man aus verschiedenen Figuren wählen kann und diverse Plasmide zur Verfügung stehen, wird man nicht zu 100% von dem Modus begeistert sein. Schön wiederrum ist das Level-System, denn man kann aufsteigen und sich dann bessere Fähigkeiten kaufen. Mal sehen, wie der Multiplayermodus von den Spielern angenommen wird! Ich find ihn gut, jedoch wird er es schwer haben, mit Call of Duty und Co. mithalten zu können. Dennoch ist es eine interessante Idee und man sollte den Modus ausprobieren!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

YEAH!!! Viele Spieler haben auf den Nachfolger eines der besten Spiele ever gewartet und nun ist es soweit. Seit dem 9. Februar kann man wieder auf die Jagd in Rapture, der etwas anderen Stadt, gehen! Anfangs dachte ich, es wäre eine Version 1.5, denn so viele Änderungen und Neuheiten konnte ich nicht erkennen, doch mit der Zeit änderte sich das. Wer Teil 1 gespielt hat, der sollte sofort zugreifen. Alle anderen sollten erst den Vorgänger spielen und dann sich Teil 2 zu Gemüte führen. Nicht dass man nicht ohne Teil 1 klarkommen würde, aber beide Spiele fetzten von vorne bis hinten. Hier passt einfach alles, die Story, die Steuerung, die verbesserte Grafik im Vergleich zu Teil 1, die Stimmung, die Surroundeffekte und so weiter. Ich bin bei Bioshock 1 schon nicht aus dem Schwärmen gekommen und beim zweiten Teil ist es genauso. Deshalb werde ich mich nun auch ausklinken und wieder in die Tiefen von Rapture begeben. Big Daddy is watching you…


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positiv negativ
  • Perfekte Dolby Surround Unterstützung
  • Ungekürzte deutsche Version
  • Sehr gute deutsche Lokalisierung
  • Erneute Höhepunkte und Wendungen
  • Schönes Magiesystem
  • Kombination aus Waffe und Magie
  • Steuerung perfekt
  • Unglaublicher Soundtrack
  • Viele Gameplayelemente aus Teil 1 übernommen
  • Unterwasser-Passagen sind deplatziert
  • Upgradesystem lächerlich





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