Blood Bowl

Blood Bowl

Publisher: Deep Silver
Entwicklerstudio: Cyanide Studios
Genre: Action / Strategie
Art: -
Erscheinungsdatum: 26.06.2009
USK 12

Blood Bowl   12.07.2009 von xXMaNu3lXx

Wer von American Football begeistert ist, wird Blood Bowl lieben. Das Strategiespiel von den Entwicklern des Cyanide Studios basiert genau auf dem Spielprinzip aus Amerika, nur mit einigen Regelanpassungen. Wie sich die Spieler auf dem virtuellen „Schlachtfeld“ schlagen, lest Ihr in folgendem Test. „Blood Bowl“ stammt, wie man bereits aus den ersten Spielminuten bzw. den Völkern zufolge schließen kann, aus dem Warhammer-Universum. Somit stehen dem Spieler entweder Menschen, Zwerge, Orks, Waldelfen, Goblins, Echsenmenschen, Skaven-Ratten oder Chaos-Krieger zur Verfügung. Das Spielprinzip baut auf dem gleichnamigen Tabletop-Spiel auf. Das bedeutet, dass im rundenbasierten Modus, wie aus anderen Strategiespielen – beispielsweise „Heroes of Might and Magic“, das Spiel wie ein Schachbrett aufgebaut ist, auf dem die Spielfiguren der 17 köpfigen Mannschaft, davon befinden sich elf Spieler wie gewohnt auf dem Feld, platziert und bewegt werden können.

 

Dem Spieler werden keineswegs flinke Finger oder wilde Tastenkombinationen abverlangt – vielmehr zeichnet sich Blood Bowl durch taktische Überlegungen aus. Je nach Volk haben die Spieler der Mannschaft verschiedene Attribute. Elfen zum Beispiel fehlt die nötige Kraft, sich gegen Orks zur Wehr zu setzen – Sie sind aber viel flinker und können den Gegner mit gekonnten Ballwürfen ausspielen. Es geht also nicht darum, alle Gegner auf dem Spielfeld buchstäblich aus den Schuhen zu hauen, sondern vielmehr alle Eigenschaften der Mannschaft bzw. seinen Grips zu benutzen. Für Veteranen der Brettspielvorlage gibt es zudem den Modus „Klassisch“. Hierbei orientiert sich das Spiel genau nach den Regeln der Vorlage und das Spiel geht rundenbasiert von der Bühne. Der Spieler bzw. Gegner bewegen abwechselnd die Figuren auf dem Schlachtfeld. Das Spielfeld kann man durchaus so bezeichnen, denn es werden dem Gegner harte Kopfnüsse und Schläge verpasst bis der Spieler zu Boden geht. Ist eine Figur somit vorläufig K.O., können auch nachträglich weitere Tritte verpasst werden – hierbei kann es aber Platzverweise hageln. Auch wenn man die kompletten elf Spieler taktisch sinnvoll platziert hat und Sie die Gegner blockieren, kann es durchaus sein, dass der Gegner, wenn es zum Beispiel Elfen sind, diese ausspielt und einen Touchdown erzielt. Da die KI-Gegner zudem clever agieren, fällt der Rundenmodus schwieriger aus als die Echzeit-Variante – wozu ich nun komme!

 

Für geübte Spieler und für diejenigen, denen das Rundenspiel zu „anspruchsvoll“ ist, kann auch der Echtzeit-Modus gewählt werden. Somit bewegen sich alle Spielfiguren á la Fifa in Echtzeit auf dem Feld, womit das Spiel deutlich schneller wird. Abhilfe wird aber durch den „Pause-Modus“ geschaffen. Das Spiel kann jederzeit pausiert werden, um seinen Spielern Befehle zu erteilen. Wenn der Gegner im Ballbesitz ist sollten mehrere Blocker in den hinteren Teil des Spielfeldes „verfrachtet“ werden, um dem anstürmenden Sprinter des Gegners Parole zu bieten. Sind wiederum Sie in Ballbesitz, sollten Sie mit einer gekonnten Offensive glänzen und die gegnerischen Spieler mit gekonnten Hieben zu Boden werfen – somit ist der Touchdown fast ein Kinderspiel. Vor den eigentlichen Matches einer Kampagne können Sie Extras kaufen, wie zum Beispiel Sanitäter, die Ihre verletzten Spieler während einer Partie wieder aufpäppeln. Außerdem können Bestechungsgeschenke für Schiedsrichter versandt werden, um mögliche Platzverweise zu minimieren. Alle Anschaffungen beziehungsweise neue Spieler werden aus der Vereinskasse finanziert, die sich durch Siegprämien füllt. Du die bestrittenen Turniere sammelt die Mannschaft Erfahrung und bei Stufenaufstiegen können den Spielern neue Talente erlernt werden – auch Rollenspielelemente sind somit mit von der Partie. Auf der Weltkarte können Sie entscheiden, welches Match Sie als nächstes bestreiten möchten.

 

Zum Abschluss möchte ich noch etwas über den Multiplayer Part von Blood Bowl loswerden. Mit dem eigens kreierten Verein können Sie auf der Internet-Plattform an jeder Menge Turniere teilnehmen – die Plattform ist recht gut besucht. Auf lange Sicht kann aber auch der Kampf gegen reale Spieler etwas langweilig werden. Läufer und Blocker spielen sich nämlich am Anfang jedes Volkes gleich.


Das Fazit von: xXMaNu3lXx

xXMaNu3lXx

Auch wenn Blood Bowl für den ein oder anderen auf Dauer etwas einstauben möge, profitiert es doch von den überaus lustigen und packenden Partien. Dem Spieler wird vor allem in der rundenbasierten Variante viel Grips abverlangt. Außerdem ist das Spiel atmosphärisch durchaus gelungen. Schön gestaltete Stadien und das witzige Kommentatoren-Duo lassen Spielerherzen höher schlagen. Und sind wir doch mal ehrlich – wer findet es nicht amüsant, wenn Moe aus einer beliebten TV-Serie die Partien mit seinen Comedy Qualitäten untermalt, auch wenn sie sich auf Dauer wiederholen.


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positiv negativ
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