Bloodbound

Bloodbound

Originaltitel: Bloodbound
Genre: Action • Horror
Regie: Ully Fleischer
Hauptdarsteller: Ingo Wendland • Thorsten Knippertz
Laufzeit: ca. 102 Minuten
Label: Epix Media AG
FSK 18

Bloodbound   26.12.2009 von Tobi

Deutsche Independent-Filme haben mittlerweile eine recht große Anhängerschaft. Dem entsprechend hoch sind die Anforderungen an aktuelle Produktionen. Der Film „Bloodbound“ von Regisseur Ully Fleischer wird als deutsche Antwort auf „Blade“ beworben. Dieser monströse Genre-Cocktail soll genau der richtige Stoff für Fans von Gothic-Atmosphäre und schmutzigem Endzeit-Stil sein. Der folgende Artikel zeigt, was der Zuschauer hier erwarten kann.

 

Vic und Stan sind beste Freunde und arbeiten auch zusammen. Ihr Job ist nicht ganz legal und auch nicht so ganz ungefährlich. Beide sind Kurierfahrer für die Unterwelt und gelten mittlerweile als Profis. Jeder Job wird zur vollen Zufriedenheit ihrer Kunden erledigt. Dem entsprechend mangelt es ihnen auch nicht an Aufträgen. Ihr perfekter Umgang mit Waffen und ihre sehr gut ausgebildete Kampfkunst helfen ihnen bei der Bewältigung ihrer Jobs. Eines Tages geraten sie aber während eines Routine-Auftrages zwischen die Fronten zweier rivalisierender Banden.

 

Eine Seite stellt den Geheimbund der Seduiten dar, die es sich zur Aufgabe gemacht haben den Tyrannen Angul und sein Dämonengefolge auszuschalten. Angul führt die andere Seite an und scheint unbesiegbar zu sein. Er selbst hat einst gegen einen Erzengel gekämpft und in dessen Blut gebadet. Dadurch ist er unverwundbar. Als Stan dummerweise den Dämonen verfällt schließt sich sein Freund Vic den Seduiten an, um ihn zu befreien. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn beide stehen nun auf gegnerischen Seiten.

 

Regisseur Ully Fleischer ist bekannt durch diverse Kurzfilme, die er im Laufe seiner Karriere gedreht hat. „Bloodbound“ stellt dabei seinen ersten eigenen Lang-Spielfilm dar und ich muss sagen, dass er gar nicht schlecht geworden ist. Die Story ist eine Mischung aus Blade und der Nibelungensage. Leider erfindet sie das Rad nicht neu und muss auch nicht weiter erwähnt werden. Im Vordergrund stehen da eher die Kampfsportszenen, denn hier geht es teilweile wirklich gut zur Sache. Natürlich wirkt alles nicht so perfekt inszeniert, wie einem Hollywoodstreifen, doch verstecken muss sich „Bloodbound“ auch nicht. Die Kämpfe mit Fäusten, Schwertern oder Waffen können sich wirklich sehen lassen. Man merkt schon, dass Qualität beim Regisseur ganz oben stand.

 

Die Schauspieler sind fast alle gut. Es gibt ein paar Ausnahmen, die überhaupt nicht passend sind. Wenn ich Peter Nottmeier, bekannt aus Switch, kämpfen sehe, dann kann ich das leider nicht allzu ernst nehmen. Da wäre jemand anders die bessere Wahl gewesen. Manche dumme Sprüche nerven zwar auch, aber das sei den Akteuren verziehen. Jeder will ja mal die Sau raus lassen, wenn man schon die Möglichkeit hat in einem Actionfilm mitzuspielen. Denn von diesen gibt es in Deutschland leider viel zu wenig. Ach ja, für die Splatterfans ist hier auch gesorgt, denn das Blut spritzt hier ordentlich und die Effekte sind echt klasse. Hier wirkt fast nichts irgendwie billig oder deplatziert.

 

Die DVD-Auswertung von Epix ist endlich mal wieder richtig genial geworden, denn hier bekommt der Käufer jede Menge geboten. Das Bild ist für einen Independent-Streifen sehr gut und auch der Ton macht einiges her. Die deutsche 5.1 Tonspur ist klar und verständlich und die Surroundboxen haben während der Kämpfe einiges zu tun. Des Weiteren ist die DVD mit jeder Menge Bonusmaterial voll gepackt. Das fängt mit einer Begrüßung des Regisseurs an, geht über ein Making-Of und gekürzte Szenen und endet mit der bekannten Epix-Trailershow. Da darf natürlich das Wendecover nicht fehlen. Hier wurde alles richtig gemacht. Klasse!


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Ich selbst finde den Film gut, kann ihn aber nicht jedem empfehlen, da er sein geringes Budget nicht immer verstecken kann. Manche Computereffekte wirken zu unausgereift, sind aber für einen Film dieser Art erstklassig. Das muss der Zuschauer mögen. Von daher sollte sich jeder überlegen, ob er einen Blick riskiert. Einen Gang in die Videothek ist der Film auf jeden Fall wert. Und ich denke, dass wir alle die kommenden deutschen Filmemacher ein wenig unterstützen sollten, oder? Vergesst mal die ganzen deutschen Produktionen, die keiner braucht und seht euch „Bloodbound“ an!


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