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Bloody Good Time

Publisher: Outerlight
Entwicklerstudio: Ubisoft
Genre: Action
Sub-Genre: Multiplayer-Shooter
Art: Xbox Live Arcade
Erscheinungsdatum: 29.10.2010
USK 16

Bloody Good Time   12.11.2010 von BeN

Der Trend der Spielindustrie geht immer mehr in Richtung größer ist auch besser und damit teurer. Mit dem Xbox Live Arcade Spiel Bloody Good Time erleben wir jedoch einen Ausbruch aus dieser Entwicklung und möchten euch deshalb das 400 Microsoft Points teure Spiel vorstellen.

Ja, ihr habt richtig gehört, 400 Microsoft Points.

Es muss schon einige Monate her sein, dass ich ein nicht reduziertes Arcade-Spiel für läppische 400 Microsoft Points gesehen habe. Mit Bloody Good Time wird uns also billiger, aber solider Spaß für zwischendurch versprochen. Ob der Titel jedoch halten kann, was er verspricht?

Die Handlung ist schnell erklärt, ihr spielt einen angehenden Filmstar in Hollywood, der im harten Konkurrenzkampf mit anderen Schauspielern überleben muss.  Hierbei könnt ihr allerdings das Überleben wortwörtlich nehmen. Denn euer verrückter Regisseur stellt äußerst komische Anforderungen, so müsst ihr euch mit spektakulären Tötungsmanövern gegenüber den anderen Schauspielern abheben.  Das Ziel ist es also an einem der drei verschiedenen Filmsets (SpringBreak, HorrorHouse und Vegas) so viele Punkte wie möglich zu ergattern. Die Punkte hängen hierbei von der Tatwaffe ab. Der Regisseur bestimmt am Anfang einer jeden Runde die Punktzahlen für die verschiedenen Waffen, die von Ratten und Revolvern über Fallen bis hin zu Schwertern reichen. Ihr könnt dabei sogar eure Charakterklasse wechseln. Habt ihr Lust auf weibliche Intuition, wählt ihr die Diva, wenn ihr aber einfach geballte Männlichkeit möchtet, dann wählt ihr den Schlägertypen aus. Zusätzlich gibt es noch weitere Typen zum Zocken, ihr findet schon was passendes.

 

Apropos zocken, dass Spiel bietet 4 verschiedene Modi und das sogar über Xbox Live und System Link. Im klassischen Deathmatch müsst ihr einfach so viele Personen wie nur möglich ins Jenseits schicken. Im Modus Jagd werdet ihr stets von einem Kontrahenten verfolgt und müsst überleben. Weiter geht es mit dem Modus Rache, bei diesem müsst ihr, wie der Name schon sagt, euren Tod rächen. Der vierte Im Bunde ist der Modus Eliminierung, hierbei habt ihr die Mitwirkenden als Feind und müsst kräftig aufräumen. Zum Saubermachen habt ihr unzählige Waffen wie Revolver, Scharfschützengewehr, Hammer, Katana, Messer,  Ratten, Baseballschläger und Fallen. Ebenso wie die Waffen sind auch die Fallen quer über die Karte verstreut. Aktiviert ihr eine der Fallen, wird eine tödliche Aktion auf der Karte ausgelöst. Doch wie heißt es so schön: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Wir haben uns mit den Fallen nämlich mehr selbst umgebracht, als irgendwelche Gegner.

Ich muss Pipi
Neben dem Blutdurst müsst ihr auch noch drei andere Bedürfnisse befriedigen. Kurz gefasst muss euer Hollywood Star pinkeln, essen und schlafen. Dafür gibt es auf den Sets die passenden Orte wie Betten, Toiletten und Teller voll mit Hamburgern. Doch irgendwie wirken diese Funktionen mehr wie ein Rettungsanker, um wenigstens einen Hauch Abwechslung in das monotone Gameplay zu bringen. Leider ist dies jedoch nicht gelungen und das Gameplay bleibt monoton und zu simpel. Wobei man sich natürlich immer vor Augen halten muss, dass es sich hierbei um ein 400 Microsoft Points teures Spiel handelt.

 

Je monotoner das Gameplay, desto besser muss die Grafik sein. Diesen Leitspruch haben sich die Entwickler wohl auf die Fahnen geschrieben. Denn die Grafik kommt wirklich gelungen daher. Sehr im Stile von Sims gehalten, schafft es einen krassen Kontrast zum eigentlich brutalen Spiel. Zwar gibt es kein Blut, ja sehr komisch, aber trotzdem können wir hier ein Plus hinter die Grafik schreiben.

 

Leider können wir uns nicht ebenso positiv über die musikalische Gestaltung auslassen. Kommt das Spiel im Hauptmenü noch mit rockiger Musik daher, herrscht im Spiel selbst Totenstille. Lediglich die äußerst seltenen Monologe des Protagonisten, der Wachen oder des Regisseurs unterbrechen diese. Wobei hier die Betonung auf selten liegt. Schade eigentlich, denn gerade musikalisch ist es doch so einfach, alles richtig zu machen.


Das Fazit von: BeN

BeN

Ein durch und durch besonderes Spiel. Die Idee hinter dem äußert preiswerten Titel ist gut, aber die Durchführung kann einfach nicht überzeugen. Das Gameplay ist schon nach wenigen Minuten monoton und langweilig, die Server auf Xbox Live wirken wie eine leere Prärie, ebenso wie die musikalische Untermalung während einer Partie. Zwar kann das Spiel durch eine wirklich gelungene Grafik wieder punkten, aber trotzdem überzeugt das Gesamtpaket leider nicht.


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positiv negativ
  • 400 MS Points billig
  • Gelungene Grafik
  • Monotones Gameplay
  • Leere Xbox Live Server
  • Schlechte musikalische Untermalung





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