Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody

Originaltitel: Bohemian Rhapsody
Genre: Biographie • Musik-Drama
Regie: Bryan Singer
Hauptdarsteller: Rami Malek
Laufzeit: DVD (129 Min) • BD (134 Min)
Label: Fox Deutschland
FSK 6

Bohemian Rhapsody   14.03.2019 von MarS

Mit insgesamt vier Auszeichnungen, darunter auch die für Rami Malek als Bester Hauptdarsteller, war das biografische Musikdrama Bohemian Rhapsody einer der großen Gewinner der 91. Oscar-Verleihungen 2019. Nun erscheint der Film über die legendäre Band Queen und ihren Sänger Freddie Mercury auch für die Heimkinos...

 

Inhalt

 

Der Design-Student Farrokh Bulsara (Rami Malek), von allen einfach nur Freddie genannt, ist ein begeisterter Musiker, und so dauert es nicht lange, bis er als Sänger in die Band "Smile" einsteigt und seinen eigenen Nachnamen auf Mercury ändert. Bereits kurz darauf wird die Band unter ihrem neuen Namen "Queen" vom Musikmanager John Reid (Aidan Gillen) unter Vertrag genommen und begeistert fortan die Fans. Zahlreiche Probleme mit Produzenten und innerhalb der Band, nicht zuletzt wegen seiner eigenwilligen Art, aber auch Freddies Outing gegenüber seiner Verlobten Mary Austin (Lucy Boynton) sowie seine anschließende selbstzerstörerische Lebensweise, sorgen jedoch schließlich für eine Trennung. Erst die Einladung zu Bob Geldorfs Wohltätigkeitskonzert "Live Aid" soll die Rückkehr von "Queen", und schließlich auch ihren legendären Ruhm besiegeln... 

 

Bohemain Rhapsody erzählt die Geschichte der Band Queen von ihren durch einen Zufall geprägten Anfängen bis hin zu ihrem legendären Auftritt bei Bob Geldorfs Wohltätigkeitskonzert "Live Aid" am 13.07.1985. Dabei liegt der Fokus ganz klar auf dem Leadsänger Freddie Mercury, grandios gelebt von Rami Malek, während die übrigen Bandmitglieder hinter seiner schillernden Figur völlig verblassen und zu unscheinbarem Begleitwerk werden. Dass der Film zugunsten von Dramaturgie und einer dichteren Erzählung bei der Inszenierung vieles durcheinander bringt, Elemente kompensiert und es bei den zeitlichen Abläufen nicht so genau nimmt, war bereits im Vorfeld bekannt und ist übliches Stilmittel in Biopics. Zwar werden Fans dadurch ein wenig vor den Kopf gestoßen, wer nicht ganz so vertraut mit Queen ist, den dürfte diese Tatsache dank der stimmigen und runden Darstellung jedoch keineswegs stören. Was sich jedoch im Gegenzug letztendlich doch störend auswirkt, ist die Tatsache, dass Bohemian Rhapsody gänzlich darauf verzichtet, seinen Figuren und auch der Band Tiefe zu verpassen. Alles wirkt hier sehr oberflächlich und glatt, was eigentlich im kompletten Gegensatz zu der experimentierfreudigen und außergewöhnlichen Band steht. Hintergründe bleiben unbeleuchtet, unangenehme Themen werden höchstens angedeutet, hier wird klar, dass die Macher ein Denkmal bauen wollten, ohne irgendwo Ecken und Kanten zu liefern. Wirklich Schade, denn genau diese Ecken und Kanten waren es, die Queen so legendär und einzigartig gemacht haben. Durch diese Erzählweise verpasst es der Film natürlich auch, eine emotionale Bindung aufzubauen, wodurch viele der eigentlich dramatischen Ereignisse den Zuschauer völlig kalt lassen beziehungsweise nicht mit der nötigen Intensität aufwarten. Bei all diesen Punkten darf man jedoch nicht vergessen, dass Bohemian Rhapsody trotz allem ein wundervoll inszeniertes, dank den großartigen und zeitlosen Queen-Songs vor allem musikalisch mitreißendes und hervorragend gespieltes Musikdrama darstellt, das über die gesamte Laufzeit wunderbar zu unterhalten weiß. 

 

Bildergalerie von Bohemian Rhapsody (22 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray liefert ein scharfes, fein detailliertes Bild, das frei von störendem Rauschen oder Filmkorn ist. Das Kontrastverhältnis ist durchwegs kräftig und gut ausbalanciert, auch der Schwarzwert ist gut abgestimmt. Die Farbgebung bleibt dabei stets natürlich. Die deutsche Tonspur liefert eine hohe Dynamik und kraftvolle Abmischung, wobei die umliegenden Boxenbereiche stimmig mit eingebunden werden und für eine tolle Räumlichkeit sorgen, was sich vor allem beim Soundtrack und den Konzertszenen bemerkbar macht. Nicht unerwähnt bleiben sollte das Bonusmaterial, welches neben drei Featurettes auch die komplette "Live Aid" - Performance von Rami Malek beinhaltet, die es nicht in voller Länge in den Film geschafft hat. 

 

Bilder © 2018 Twentieth Century Fox


Das Fazit von: MarS

MarS

Obwohl sich Bohemian Rhapsody sehr viele Freiheiten in Bezug auf Datierungen und zeitliche Abläufe der realen Geschichte um Freddie Mercury und seine Band Queen nimmt und damit alle Fans ein wenig vor den Kopf stößt, so ist das biografische Musikdrama dennoch ein Film, der großartig zu unterhalten weiß. Seine Auszeichnungen hat der Film definitiv verdient, allen voran natürlich die prämierte Leistung von Rami Malek, der hier seine Rollen nicht nur spielt, sondern regelrecht lebt. Bohemian Rhapsody ist großartiges, zumindest musikalisch mitreißendes Kino, das als Biopic jedoch deutlich zu zahm und oberflächlich bleibt. Von mir gibt es damit sehr gute 8/10 Punkte.


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Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

 

Auch wenn die Geschichte abgewandelt wurde und einige Sachen nicht der Wirklichkeit entsprechen, so ist die Verfilmung des Lebens von Freddy Mercury und Queen einfach unglaublich gut geworden. Bohemian Rhapsody hat nicht umsonst viele Auszeichnungen (darunter 4 Oscars) bekommen, bei dem Film stimmt einfach fast alles. Rami Malek allen voran, denn seine Performance als Freddy ist einfach Wahnsinn und zu 101% passend. Wer Biographien verpackt in Musik-Dramen mag, der MUSS den Film ansehen. Von mir gibt es 9 von 10 Punkte!


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