Boom Blox Smash Party

Boom Blox Smash Party

Publisher: Electronic Arts
Entwicklerstudio:
Genre: Geschicklichkeitsspiel
Sub-Genre: Turmbau
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 28.05.2009
USK 0

Boom Blox Smash Party  10.06.2009 von Manu

Wenn Steven Spielberg, als einer der erfolgreichsten Hollywood-Regisseure sagt, er würde ein Spiel für die Wii entwickeln, an was denkt man dann? Natürlich an ein Spiel für die Wii, bei dem man Klötzchen wirft um Türme einzuschmeißen, ist doch klar. Der zweite Teil der Reihe „Boom Blox“ ist nun endlich erschienen. Hier erfahrt ihr, wie die Fortsetzung des Spielberg-Spiels geworden ist.

Achtung, ein Wortwitz: Ich staunte natürlich Bauklötze (haha!), als 2008 aufgrund dieser „Spielberg macht Spiele“ Ankündigung kein storylastiges Actionspiel á la Indiana Jones und Co. auf den Markt kam, sondern dieses Spiel vor allem Casual-Gamer dazu aufforderte, Klötzchen zu werfen.

Ich möchte nichts unterstellen, aber nach dem Spielen des ersten Teiles stelle ich die wirkliche Mitarbeit von Herrn S. aus H. an diesem Spiel etwas in Frage. Ein Idee, notiert auf einem Papiertaschentuch nachdem er seinen Kindern beim Bauklötzen spielen zugeschaut hat würde ich als den realistischen Grad der Involvierung bezeichnen, aber das ist natürlich nur reine Spekulation. Wie dem auch sei, die meisten Lästermäuler im Vorfeld (wie auch ich) verstummten bei dem Spielspaß, den der erste Teil auf die heimischen Wii-Konsolen zauberte. Das Spiel schaffte aus dem Stand Top-Wertungen weltweit (85% bei Gamecritics.com im Schnitt). Eine Fortsetzung lag also, nicht nur weil es ein Spielberg-Spiel ist, nahe.

„Boom Blox Smash Party“ nennt sich also der zweite Ableger der Serie und verspricht von allen Features mehr: Über 400 neue Level, neue Items, neue Umgebungen.

Für Einsteiger sei die Grundformel von Boom Blox nochmal erklärt: Das Spielfeld eines Levels besteht aus einer je nach Aufgabe anders angeordneten Spielfläche, die sich aus „Klötzen“ als groben Oberbegriff zusammensetzt. Diese Türme mit den unterschiedlich großen Türmen gilt es nun mit Hilfe eines Balls zum Einsturz zu bringen. Dazu zielt ihr mit der Wiimote, haltet die A Taste gedrückt und „werft“ in einer natürlichen Wurfbewegung nach vorne. So als würdet ihr einen Ball werfen. Am Ende der Bewegung lasst ihr die A Taste los. Was danach passiert würde Newton in helle Aufregung versetzen wenn er das noch erleben hätte dürfen. In physikalisch „korrekter“ Manier fliegen die Klötzchen nun gen Boden, reißen sich gegenseitig mit, erzeugen Domino-Effekte oder bleiben bei zu wenig Wucht auch mal hartnäckig liegen. Das alles macht genau aus dem Grund Spaß: Es fühlt sich einfach realistisch an, wie die Klötzchen auf eure Interaktion reagieren. Alles, was auf dem Boden landet, gibt Punkte oder eben auch mal Minuspunkte, wenn die Klötzchen entsprechend beschriftet sind.

Alle Spielmodi zu beschreiben würde den Rahmen sprengen, es gibt so viele Variationen und unterschiedliche Kombinationen. Aber grundlegend gibt es diese Grundformen:

Ihr werft etwas und bringt Klötze zum Einsturz, ihr zieht wie bei „Jenga“ vorsichtig Klötze aus einem wackeligen Turm oder ihr werft Farbbälle. Wenn sich hier je drei gleichfarbige Klötze berühren, verschwinden diese (wie beim bekannten Bejeweled). Um diese Grundformel zu erweitern, gibt es natürlich noch verschiedene „Werkzeuge“, also zum Beispiel die „Schleuder“. Mit dieser ihr einen Klotz „anschnippen“ könnt, der dann mit entsprechend Wucht auf die anderen Klötze kracht. Spezial-Blöcke machen das Geschehen zusätzlich interessant, so gibt es neben den klassischen explodierenden noch Viren, die andere anstecken. Ebenso gibt es verschwindende Blöcke die sich in Luft auflösen oder Säureplatten, die erst bei Berührung reagieren. Noch nicht genug? Nein, natürlich nicht. Wenn ihr euch traut, probiert ihr diese Elemente einfach unter Wasser oder im Weltraum (keine Schwerkraft) aus. Also langweilig wird euch so schnell nicht werden.

Die eigentliche Kernkompetenz entfaltet sich dann jedoch erst im genialen Multiplayer-Modus. Bis zu vier Spieler können sich je mit einer Wiimote bewaffnet (oder ihr gebt eine im Kreis rum) vor die Wii gesellen und im sportlichen Wettkampf einzeln oder im Team um Punkte jagen. Spezielle Levels mit „Forts“ oder „Piratenschiffen“ lassen dann noch zusätzlich echte Gefechte zu. Ihr versucht, euch reihum die Diamanten aus dem eigenen Lager zu ballern, wer als letztes übrig bleibt hat gewonnen.

Wenn euch das zu kämpferisch ist: Einen Coop-Modus hat das Spiel natürlich auch, hier könnt ihr in Teamarbeit die unzähligen Level des Spiels beackern und lösen.

Hat hier jemand gesagt, dass 400 Levels nicht genug sind? Ok, also dann legen wir noch was dazu: Einen Leveleditor mit Online-Anbindung und Download-Möglichkeit. Ihr findet unter den meisten Menus einen Button um euch mit EA 's Server zu verbinden und nach neuen offiziellen oder User-generierten Levels zu stöbern. Hier schwankt die Qualität natürlich, aber aufgrund des sehr guten Editors, dessen Bedienung deutlich verbessert wurde, sollten hier alle Klötzchen-Ansprüche befriedigt werden können.


Das Fazit von: Manu

Manu

Wenn es ein Spiel gibt, für das die Wii gemacht wurde, dann ist es in meinen Augen „Boom Blox“. Alle reden von „Casual Gamers“ und „Core Gamers“ - aber ein gutes Spiel ist ein gutes Spiel und das ist das Entscheidende. Bei „Boom Blox“ kann jeder Spaß haben der in seinem Leben schon mal einen Ball geworfen hat. Schnappt euch 2-3 Freunde, drückt ihnen eine Wiimote in der Hand und ihr werdet einen großartigen Abend haben. Immer wieder und immer wieder, denn aufgrund der genialen Physik-Programmierung sind die Levels nicht berechenbar und auch beim erneuten Spielen immer wieder neu. Auch für Besitzer des ersten Teils lohnt sich der Kauf. Die neuen Spielmodi, die neuen Umgebungen, vor allem aber die Möglichkeit, neue Levels zu laden, werden euch lange lange bei Laune halten. Spätestens bis zum garantiert kommenden dritten Teil!


positiv negativ
  • 400 Levels
  • Neue Spielmodi und „Werkzeuge“
  • Neue Umgebungen mit unterschiedlicher Schwerkraft
  • Teamplay im Multiplayer
  • Charakterdesign lässt einen irgendwie kalt





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