Boom

Boom

Genre: Kurzfilm • Thriller
Regie: Jaschar L Marktanner
Hauptdarsteller: Ben Rademacher • Leandra Fili
Laufzeit: Streaming (9 Min)

Boom   21.11.2016 von MarS

Filmemacher Jaschar L Marktanner präsentiert uns mit Boom seinen aktuellsten Kurzfilm, den wir uns bereits vor der offiziellen Veröffentlichung anschauen durften. Ob uns dieser ebenso überzeugen konnte wie der vorangegangene AUFDRUCK erfahrt Ihr wenn Ihr weiterlest...

 

Hier findet Ihr noch einmal unsere Kritik zu AUFDRUCK.

 

Eigentlich wollten Paul und Marlies nur ihrem Freund Achmed einen Gefallen tun und auf dem Heimweg kurz ein Geschenkpäckchen für ihn abliefern. Als jedoch der Fahrstuhl steckenbleibt und ein unheimliches Ticken die Aufmerksamkeit der Beiden auf sich lenkt, entwickelt sich der kleine Abstecher zu einer nervenzehrenden Zerreißprobe, die das gemeinsame Leben von Paul und Marlies mit einem Knall zu beenden droht...

 

Wie bereits in AUFDRUCK beschäftigt sich Filmemacher Jaschar L Marktanner auch in Boom erneut mit alltäglichen Problemen und gesellschaftlichen Vorurteilen, die durch eingesetzte Stilmittel, bzw. im vorliegenden Fall eine handfeste Bombe, überspitzt zur Schau gestellt werden. So werden hier die Figuren in eine Situation versetzt, die wohl jedem von uns Unwohlsein bereiten würde, und verstärkt diese zusätzlich durch den Einsatz einer weiteren dramatischen Komponente, um diese Extremsituation noch bedrohlicher wirken zu lassen. Das Ergebnis ist ein überlaufendes Fass voller Vorwürfe, Aggressionen und nicht zuletzt auch eingebildeten Wahrheiten über sich selbst, den Partner aber auch allen vorurteilsbehafteten Mitmenschen. Auf diese Art verdeutlicht Boom, wie schnell es gehen kann, dass aus einer harmlosen und harmonischen Beziehung, ganz gleich ob mit dem Partner oder anderen Menschen, eine potentiell gefährliche und extreme Situation werden kann, und das ganz ohne den Einfluss oder das Zutun anderer Beteiligter. Darstellerisch überzeugt vor allem Ben Rademacher als Paul mit seiner glaubwürdigen Leistung, allerdings muss man auch sagen, dass beide Hauptfiguren doch etwas zu lässig mit der lebensbedrohlichen Lage umgehen und das Ganze durchaus etwas mehr emotionale Dramatik und Dynamik erfordert hätte. Nichts desto trotz schafft es Boom auf spannende, aussagestarke und stellenweise auch humorvolle Weise, seine Botschaft zu vermitteln: Bevor irgendeine Entscheidung getroffen wird, sollte man sich immer zunächst einmal vergewissern ob die Beweggründe tatsächlich real sind, aber auf jeden Fall muss man mit den getroffenen Entscheidungen und den folgenden Konsequenzen im Anschluss auch leben können.

 

Bildergalerie von Boom (8 Bilder)

Bild und Ton bleiben auf Grund des vorliegenden Streams ohne Bewertung.


Das Fazit von: MarS

MarS

Auch wenn der Verlauf der Geschichte von Boom doch recht vorhersehbar ist bringt der Film innerhalb seiner knapp über acht Minuten seine Botschaft auf sehr unterhaltsame und auch lustige Weise an den Mann (und die Frau). Einerseits ist es spaßig zu sehen, wie schnell eine Situation aus dem Ruder laufen und eskalieren kann, auf der anderen Seite kommt man jedoch auch ins Grübeln, ob man selbst nicht auch schon das ein oder andere Mal auf Grund falscher Annahmen oder Vorurteile im Nachhinein betrachtet falsch reagiert hat. Boom lässt die Bombe hier nicht nur sprichwörtlich platzen und liefert tolle Unterhaltung auf engstem Raum.


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