Born to Ride

Born to Ride

Originaltitel: Born to Ride
Genre: Action / Komödie
Regie: James Fargo
Hauptdarsteller: Casper Van Dien
Laufzeit: Ca. 87 Minuten
Label: Lighthouse Home Entertainment
FSK 16

Born to Ride   03.06.2012 von Mr. Holle

Mike Callahan ist ein Biker durch und durch. Zufällig geriet er mit seinem Kumpel Alex während einer Motorradtour in das Visier skrupelloser Gangster und wurde schließlich zum Lokalhelden. In einem Interview wird die Geschichte neu aufgerollt. Ob die vollmundige Aussage auf dem Cover stimmt, dass Born To Ride dem Kinoerfolg Born To Be Wild in nichts nachsteht, könnt Ihr hier erfahren ...

 

Die Brüder Gary (Jamison Jones) und David (Dave Goryl) sind Angestellte im Desert Hills Resort Hotel in Phoenix und freuen sich über die zahlreichen, mehr oder minder prominenten Gäste. Denn um ihr Gehalt etwas aufzubessern, filmen sie ihre Gäste in prekären Situationen, um sie danach mit dem kompromittierenden Bild- und Tonmaterial zu erpressen. Als sich der erfolgreiche und aufstrebende Senator Forrest Clayton (Kurt Andon) ankündigt, der bekanntermaßen gerne jugendliche Besuche empfängt, wittert Gary den großen Coup und die beiden präparieren das Zimmer für die Aufnahmen. Doch anstelle des erwarteten Teenagerbesuches wird die Kamera Zeuge eines Deals zwischen Senator Clayton und dem Gangster Jack Steele (William Forsythe) über mehrere Millionen. Trotz David´s Sorgen erpresst Gary den Senator und muss schnell feststellen, dass er sich besser nicht mit Clayton und vor allem Jack Steele angelegt hätte.

 

Zur gleichen Zeit machen sich die Biker Mike und Alex mit ihren Motorrädern auf den Weg nach Sturgis zum jährlichen Biker Treffen. Was sie auf diesem Road Trip erwartet, hätten sie sich wohl zu Beginn der Reise nicht vorstellen können. Von Anfang an läuft nichts, wie es geplant war. Als sie dann auch noch im kleinen Biker Treff neben dem Desert Hills Resort kurz einkehren und Alex seinen Kumpel David trifft, nimmt das Chaos endgültig seinen Lauf. Denn aus Verzweiflung hat David unbemerkt Alex das beweiskräftige Video in die Motorradtasche gesteckt und damit ungewollt die Spur der Gangster auf die beiden Biker gelenkt. So müssen sich Mike und Alex bald den Killern erwehren, die ihnen Steele auf den Hals gehetzt hat.

 

Bildergalerie von Born to Ride (8 Bilder)

Born To Ride misst sich auf dem Cover mit dem Kinoerfolg Born To Be Wild und hat angeblich alles, was ein Biker Film bieten muss… Nun, zumindest einige Schauspieler sind nicht ganz unbekannt. Es sind zwar nicht Filmgrößen wie Tim Allen, John Travolta oder Martin Lawrence vertreten, aber es könnte dem einen oder anderea Casper Van Dien aus Starship Troopers, William Forsythe aus diversen Filmen und Serien (z.B. The Mentalist) und Patrick Muldoon aus Zeit der Sehnsucht bekannt sein. Doch Stimmung kommt deswegen nicht auf. Dies mag sicherlich einerseits auf die furchtbare deutsche Synchronisation zurückzuführen sein, aber andererseits war auch einfach nicht mehr aus den Rollen herauszuholen. Mit ihren originalen Stimmen kommt etwas mehr Flair auf, aber alles bleibt trotzdem weit hinter den Erwartungen zurück. Die einzigen Schauspieler, die ihre Rollen recht überzeugend verkörpern, sind Branscombe Richmond (Hawaii Five-O) alias Dean als genervter Killer und Patrick Muldoon als Biker Kumpel Alex. Der Soundtrack plätschert belanglos im Hintergrund und kommt mit dem restlichen Sound durchschnittlich über die Boxen. Die Bildqualität ist für eine DVD ok, aber mehr auch nicht.

 

Was Born To Ride mit Born To Be Wild zu tun haben soll, bleibt mir völlig schleierhaft. So gut wie nichts hat mit einem klassischen Roadmovie zu tun und auch zum Lachen ist nicht viel vorhanden. Die Story ist so abstrus und mit Logikfehlern behaftet, dass man schon abschalten will. Man möchte Mike förmlich zurufen: „Ey, irgendwo auf dem Highway musst Du Dein Gepäck, mit dem Du eben losgefahren bist, verloren haben“ … „Warum bist Du denn schon wieder bei Deiner Mutter? Du hattest Dich doch schon verabschiedet und bist weggefahren. Ist sie Dir hinterher gereist oder seid ihr im Kreis gefahren?“ … „bezahlt Ihr in Amerika nicht, wenn Ihr tankt?“ …und so könnte ich weiter machen. Der Versuch eine Gangsterstory mit einem Roadmovie und einer Komödie zu verbinden, ist gründlich in die Hose gegangen.

 

Wer sich „glücklich“ schätzen kann, diesen Film sein Eigen zu nennen, darf sich noch über den originalen Trailer, eine Trailer Show und das Wendecover ohne FSK-Logo freuen.


Das Fazit von: Mr. Holle

Mr. Holle

Die Schauspieler waren mir nicht unbekannt, Roadmovies und schöne Motorräder mag ich auch, also sprach eigentlich nichts gegen einen netten Film… wie ich mich doch getäuscht habe! Logikfehler geben sich die Klinke in die Hand und die Story macht so gut wie keinen Sinn. Die deutsche Synchronisation ist gruselig und die Schauspieler waren bei diesem Schwachsinn entsprechend lustlos. Nur wegen der halbwegs guten Bildqualität und Branscombe Richmond, der mich hin und wieder zum Schmunzeln bringen konnte, gebe ich hier „Sonderpunkte“. Für alle Biker ist höchstens der Abspann mit Bildern aus Sturgis sehenswert, aber auch dafür findet man sicherlich bessere Bilder im Internet.


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