Brand

Brand

Originaltitel: Brand - Eine Totengeschichte
Genre: Drama • Thriller
Regie: Thomas Roth
Hauptdarsteller: Josef Bierbichler • Angela Gregovic
Laufzeit: Ca. 105 Minuten
Label: Zorro Film
FSK 16

Brand   18.11.2011 von BastiPhantasty

Am 1. Dezember kommt eine deutsch-österreichische Produktion in die Kinos. Der Film von Thomas Roth „BRAND“ spielt in Wien und erzählt eine außergewöhnliche Geschichte über Liebe, Lust, Eifersucht und Widersprüche. Wer denkt, dass es sich hierbei um einen typischen Frauenfilm handeln muss, der irrt, denn er ist ebenso voller Spannung und actionreich...

Die Handlung des ganzen Films spielt in Wien. Der bekannte Schriftsteller Brand muss mit ansehen, wie seine krebserkrankte Frau unter ihrer Krankheit leidet und sich selbst bereits aufgegeben hat. Neben dem Schreiben ist Brand ein passionierter Fotograf. Um mit seinem Schmerz umgehen zu können, beschließt er ein Fototagebuch über die verbleibende Zeit seiner Frau zu verfassen. Täglich besucht er seine Frau – immer mit seinem dritten Auge, der Kamera. Im Laufe seiner Besuche lernt er die junge und äußerst attraktive Pflegerin Angela kennen. Was mit einer flüchtigen Bekanntschaft anfing, entwickelt sich zu einer Affäre.

Eine Affäre zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Brand ein reifer und erfahrener Mann weiß mit seinem Charme zu spielen. Gleichzeitig ist er ein Blender, der versucht einen Schein zwecks Imponierung gegenüber Angela und seiner Frau aufrechtzuerhalten, sodass er sogar finanzielle Verstrickungen dafür in Kauf nimmt. Teilweise wirken Brands Verhaltensweisen grotesk, wenn man bedenkt, dass seine Frau im Sterben liegt und er sich mit ihrer Pflegerin vergnügt.

Angela ist wiederum so ziemlich das genaue Gegenteil von Brand.
Sie ist jung, verspielt, sie liebt den Reiz am Verbotenen und kann Lust und Liebe noch nicht separat zuordnen, auch wenn sie es anfangs selbst gegenteiliges vermutet. Die Affäre ist natürlich massiv problembehaftet. Abgesehen von Brands Ehefrau kommt hinzu, dass Angela selbst mit einem türkischstämmigen Polizisten verheiratet ist. Dieser kommt rasch hinter das Geheimnis der beiden und geht mit perfiden Mitteln gegen Brand vor, indem er die Instrumentarien seines Amtes missbraucht. Das Machtspiel spitzt sich zu und alle drohen unterzugehen, sodass die Geschichte nach und nach ein tragisches Ende nimmt.

Der Film ist schon etwas Besonderes.
Die Handlung bietet erfrischende Abwechslung zum sonst üblichen Angebot und ist alles andere als billige Unterhaltung. Der Zuschauer kann schwer abschätzen was als Nächstes passiert und wie die Geschichte endet. Der Film ist sehr minimalistisch gedreht, wodurch die Änderungen des Handlungsfokus aufgrund der Überschaubarkeit gut gelingen. Besonders interessant ist, dass während des gesamten Filmes durchgängig Wienerisch gesprochen wird – eine schöne Abwechslung zum so häufigen Hochdeutsch.


Extrem auffallend ist auch das Product-Placement innerhalb des Filmes.
An allen Ecken und Enden tauchen Mac Books und Iphones auf. Apple scheint ein großer Sponsor des Films gewesen zu sein, da sich etwaige Konkurrenzprodukte nahezu unkenntlich als Filmrequisite einfügten.


Das Fazit von: BastiPhantasty

BastiPhantasty

Brand ist ein Film mit wenigen Darstellern und wurde sehr minimalistisch gedreht. Anfangs passiert nicht sonderlich viel. Die Handlung entwickelt sich erst im Laufe des Films zu einem thrillerartigen Drama, das letztendlich zur unvermeidbaren Katastrophe führt. Der Zuschauer bekommt einen Film geboten, der sich von vielen anderen größeren Produktionen abhebt und in eine Welt zwischen Leidenschaft, Liebe und Eifersucht entführt. Insgesamt befindet sich Brand von seiner Gesamtbewertung her in der oberen Liga.


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