Bunny und sein Killerding

Bunny und sein Killerding

Originaltitel: Bunny The Killer Thing
Genre: Horror • Komödie • Trash
Regie: Joonas Makkonen
Hauptdarsteller: Joonas Makkonen • Gareth Lawrence
Laufzeit: DVD (84 Min) • BD (88 Min)
Label: Tiberius Film
FSK 18

Bunny und sein Killerding   30.11.2016 von MarS

Finnland, das Land im hohen Norden, ist das waldreichste Land in Europa. Kein Wunder, dass sich dort das ein oder andere unheimliche Wesen rumtreibt und auf seine Opfer wartet. Mit Bunny und sein Killerding schicken uns die Finnen nun auf einen etwas seltsamen Trip und wir sagen Euch, ob der Ausflug in die kalten Gefilde trotzdem Spaß macht oder für Hirnfrost sorgt...

 

Sieben Freunde machen sich auf in die Wälder, um in einer einsamen Hütte eine ausgelassene Party mit viel Alkohol und Sex zu feiern. Auf dem Weg treffen sie auf drei Männer, die mitten im Nirgendwo eine Autopanne hatten, und so beschließen sie kurzerhand, die Jungs mitzunehmen. Doch aus dem geplanten Feierwochenende wird leider nichts, denn da taucht plötzlich "Bunny" auf, ein Wesen halb Mensch, halb Hase, das nichts anderes im Sinn hat alles zu begatten, was nach den Genitalien einer Frau aussieht...und dafür geht "Bunny" auch über Leichen!

 

Bunny und sein Killerding hätte tatsächlich das Potential, ein echter Partykracher zu sein, den man zusammen mit Freunden und einer Menge Alkohol auf der heimischen Couch einfach nur feiert. Leider musste die deutsche Veröffentlichung für eine Freigabe ab 18 Jahren um ganze vier Minuten gekürzt werden, was dem ganzen durchgeknallten Spektakel nahezu all seine perversen und gewalttätigen Schauwerte geraubt und nur eine leere Hülle zurückgelassen hat. Bewusst trashig und mit dementsprechend niveaulosem Humor sowie bescheuerten Szenen bestückt kann der Film nämlich eigentlich auf ganzer Linie überzeugen, insofern man weiß, worauf man sich hier einlässt: Schweinereien, Perversion und jede Menge Gewalt. Sogar die Darsteller machen die Sache im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirklich gut und glänzen mit durchaus annehmbaren Leistungen, die immer wieder gewollt ins Overacting abrutschen und ab und an von absurden Dialogen begleitet werden. Aber auch diese sind ganz klar absichtlich so gesetzt und unterstützen perfekt den Partycharakter des Films. Sogar die Synchronisation, welche bei trashigen Filmen oftmals grottenschlecht ausfällt, ist hier bei fast jedem Charakter absolut passend. Nur wenige Figuren klingen etwas merkwürdig, die spielen aber meist nicht lange mit sondern werden schnell Opfer von "Bunny" - natürlich versteckt hinter einem weiteren Schnitt... 

 

Fast schon schockierend ist die Tatsache, dass der Kurzfilm, mit dem alles begann und der es in die Extras auf die Scheibe geschafft hat, deutlich stimmiger und vor allem brutaler daher kommt als es der Spielfilm selbst in seiner vorliegenden Form tut. 

 

Bildergalerie von Bunny und sein Killerding (8 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist absolut scharf und detailreich und kann auch in den Bereichen Kontrast und Schwarzwert durch hervorragende Werte punkten. Die Tonspur ist angenehm klar, auch wenn es ein wenig an Dynamik und Druck fehlt. Das meiste Geschehen spielt sich zwar im vorderen Boxenbereich ab, dennoch liefert der Ton immer wieder eine weitläufige Einbindung aller Kanäle wo benötigt und sorgt so für etwas mehr Atmosphäre.


Das Fazit von: MarS

MarS

Ungeschnitten hätte sich Bunny und sein Killerding vielleicht sogar einen Geheimtipp-Award ergattert, in der vorliegenden, um ganze vier Minuten verstümmelten Fassung jedoch ist der Film einfach nur eine sinnlose Enttäuschung, bei der jegliche Unterhaltungswerte auf der Strecke geblieben sind. Bunny und sein Killerding ist mal wieder ein sehr gutes Beispiel dafür, dass erzwungene Schnitte nicht nur nervig sind, sondern einen Film auch komplett zerstören können. Wer seinen Spaß mit dem Film haben will, und der ist definitiv garantiert, der sollte warten bis eine Uncut-Fassung ansteht, in dieser Fassung jedoch gleicht er einem Vorspiel, bei dem Beide nackt im Bett liegen und dabei einschlafen. Die drei Punkte bekommt Bunny für sein deutlich erkennbares Potential und die paar unterhaltsamen Momente, die es in den Film geschafft haben...


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