CSI: Cyber - Season 1

CSI: Cyber - Season 1

Originaltitel: CSI: Cyber
Genre: Crime-Serie
Regie: Eagle Egilsson • Eriq La Salle • Alec Smight
Hauptdarsteller: Patricia Arquette
Laufzeit: DVD (524 Min) • BD (524 Min)
Label: Universum Film
FSK 16

CSI: Cyber - Season 1   31.12.2015 von Born2bewild

Während CSI: Vegas, ursprünglich bekannt als CSI: Den Tätern auf der Spur, in den USA in der 15. Staffel nun ihr Ende gefunden hat, steht seit der 14. Staffel ein neuer Ableger in den Startlöchern: CSI: Cyber. Ob die Serie auch auf 15 Staffeln ausgebreitet wird, können wir nicht voraussagen. Aber wir sagen Euch, ob sich die erste Staffel lohnt…

 

Mitten in der Nacht wird eine Frau von merkwürdigen Geräuschen aus dem Babyphone geweckt. Sie dreht sich zu ihrem Mann und weckt ihn mit dem Verdacht, dass jemand im Haus ist. Er dreht sich um und betrachtet das Display des Geräts und sieht nur das leere Bett. Als das Paar mit schlimmen Befürchtungen das Kinderzimmer betritt, finden sie nur die Kamera vor, aus deren Lautsprecher mehrere ausländische Stimmen zu hören sind. Ihre Befürchtungen sind wahr geworden, ihr Baby wurde entführt.

 

Beim FBI wird sofort ein sogenannter Amber Alert ausgelöst. Er soll helfen, entführte Kinder wiederzufinden, in dem jeder ein Foto des vermissten Kindes sieht (Medien etc.). Special Agent Avery Ryan (Patricia Arquette) von der Cyber Division hat beim Studieren der Falldetails sofort einen Verdacht: Das Babyphone, das über WLAN angesteuert wird, muss gehackt worden sein. Also versucht sie mit allen Mitteln ihren Vorgesetzten Simon Sifter (Peter MacNicol) davon zu überzeugen den Crime Kollegen den Fall abzunehmen und an Cyber zu übergeben…

 

Wird das Ermittlerteam das entführte Baby wiederfinden? Wer steckt dahinter und vor allem, warum?

 

Das Team für Computerkriminalität bestehend aus Averys rechter Hand Elijah Mundo (James Van Der Beek) und den zwei Hackern Daniel Krumitz (Charley Koontz) und Raven Ramirez (Hayley Kiyoko) bekommt zum neuen Fall auch noch ein neues Mitglied. Brody Nelson (Shad Moss) wurde beim illegalen Hacken erwischt und erhält nun die Möglichkeit unter diversen Auflagen für das FBI zu arbeiten und so seiner Gefängnisstrafe zu entgehen. Hier eine kurze Charakterübersicht:

 

Avery Ryan

Avery ist die Leiterin des Ermittlerteams für Computerkriminalität. Dank ihrer Vorgeschichte als Psychologin für Verhaltensanalyse, kann sie dem Team vor allem beim Erstellen eines Täterprofils oder bei der Einschätzung des Wahrheitsgehalts der Aussagen von Verdächtigen weiterhelfen. Sie ist auf Grund dessen auch von dem Programm, das straffälligen Hackern eine Chance beim FBI gibt, sehr überzeugt und versucht immer wieder diejenigen von der Gegenseite zu überzeugen.

 

Elijah Mundo

Averys rechte Hand ist Elijah Mundo. Er ist eine Art Bindeglied zwischen FBI-Field-Agent und Hacker. Auf der einen Seite hat er fundierte technische Kenntnisse, auf der anderen Seite ist er dank seiner körperlichen Fitness ein hervorragender Field-Agent, der bei keinem Außeneinsatz fehlen sollte. Er lebt mit der Mutter seiner kleinen Tochter in Trennung und versucht neben dem beruflichen Stress auch noch die Familie wieder zusammenzubringen.

 

Raven Ramirez

Im Büro in Quantico unterstützt Raven Ramirez das Team mit Hintergrundinformationen. Auf der einen Seite in technischer Hinsicht, auf der anderen Seite in Sachen Forensik. Sie ist das Multitalent, das den Ermittlern stets die Hinweise gibt, die sie benötigen, um die Täter schlussendlich festzunageln. Sie selbst ist aus dem Hackerprogramm des FBI zu diesem Job gekommen und sehr glücklich damit.

 

Daniel Krumitz

So gut wie jedes Klischee über IT‘ler erfüllt der übergewichtige Daniel Krumwitz. Er ist bei Außeneinsätzen des Teams als Know-How-Träger dabei und hält stets sein Notebook im Anschlag. Er hatte eine schwierige Kindheit und ist anfangs mäßig begeistert von dem neuen ihm zugewiesenen Hacker Brody Nelson.

 

Brody Nelson

Brody Nelson wurde beim illegalen Hacking erwischt und müsste dafür eigentlich ins Gefängnis. Dank des Programms des FBIs, dessen Idee es ist, dass Hacker am besten Hacker fangen können, hat er jedoch eine zweite Chance erhalten. Unter bestimmten Auflagen, die ihm zum Beispiel den Kontakt mit anderen Hackern verbieten, darf er für das FBI arbeiten. Anfangs eckt er noch sehr mit seinem Kollegen Daniel an, doch im Laufe der Zeit werden die zwei zu guten Kollegen.

 

 

CSI: Cyber legt gleich einmal mit einem, besonders für Eltern, grausamen Fall los. Hierbei werden aber, wie bei Crime-Serien üblich, mehr Klischees bedient als nach wirklichen Fakten vorgegangen. So gibt es Einblicke in den Sourcecode, der in den gezeigten Bildern grün ist und von einem in rot hervorgehobenem Schadcode infiziert wurde. Einen dicken Nerd-Stempel setzen die deutschen Folgentitel noch oben drauf, die allesamt – anders als im englischen Original – als Hashtags darstellt werden. Positiv hingegen ist eine Art Glossar am Anfang jeder Folge. Hier wird meistens eine gefundene Sicherheitslücke oder ein Begriff aus der IT erklärt.

 

Schauspielerisch ist die Serie anfangs noch etwas durchwachsen. Die ersten Folgen wirken noch etwas steril und gerade Patricia Arquette versucht verzweifelt Autorität auszustrahlen, was ihrem runderneuertem Gesicht aber nicht so wirklich gelingen vermag. Dafür kann der in einer solchen Rolle noch recht ungewohnte James Van Der Beek gut überzeugen und wirkt von Anfang an sympathisch. Aber auch oder vor allem die drei Hacker passen gut zusammen und bilden ein gutes Team.

 

Bildergalerie von CSI: Cyber - Season 1 (10 Bilder)

Die Bildqualität der uns vorliegenden DVD-Fassung ist sehr gut. Der Schnitt, die Effekte und die Kameraführung wirken vor allem in der ersten Folge sehr überzogen. Ständig sind die Kameras am Wackeln und die Szenen wechseln sehr schnell. Der Anfang erinnert sehr an CSI: Miami, was überhaupt nicht unseren Geschmack trifft. Diese übertriebene Darstellung betrifft glücklicherweise nur die erste Folge. Soundtechnisch gibt es dafür nichts auszusetzen. Der Titelsong ist zwar nicht so überzeugend wie bei CSI oder dem kürzlich bewerteten NCIS: New Orleans, aber er passt ganz gut zur Thematik. Positiv ist die Menge an Extras mit insgesamt 121 Minuten Audiokommentaren, entfallenen Szenen und Hintergrundinformationen.

 

Abschließend noch die Episodenliste:

 

  • Folge 01: #Baby #Entführung
  • Folge 02: #Achterbahn #Manipulation
  • Folge 03: #Mord #Bestellung
  • Folge 04: #Feuer #Code
  • Folge 05: #Bombendrohung #Zweifel
  • Folge 06: #Leiche #Unterstellung
  • Folge 07: #Mobbing #Countdown
  • Folge 08: #Selfie #Jenseits
  • Folge 09: #Smartphone #Übernahme
  • Folge 10: #Medikamente #Gift
  • Folge 11: #Waffen #Konsole
  • Folge 12: #Geldmittel #Kopfgeldjäger
  • Folge 13: #Avery #Feind

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Generell kann man sagen, wer vom Fach ist oder Wert auf Realismus legt, darf eigentlich keine der Buchstabensalat-Crime-Serien angucken. Wenn man genauer hinsieht oder eben etwas Ahnung hat, dann findet man an allen Ecken und Kanten Unstimmigkeiten. Da ich aus der IT-Branche bin, fallen mir diese Unstimmigkeiten bei CSI: Cyber natürlich besonders auf. Wie auch in allen, mir bekannten anderen Filmen oder Serien, die irgendetwas mit Computern zu tun haben, werden mehr Klischees bedient als realistische Abläufe gezeigt. Aber wer will auch schon die meist langweilige Arbeit eines FBI-Hackers sehen. Insgesamt hat mich CSI: Cyber trotz der mit Effekten sehr überladenen ersten Folge gut unterhalten und überzeugt. Das Team arbeitet sich im Zuge der Folgen recht gut ein und die Hintergrundgeschichten der einzelnen Charaktere passen sehr gut zusammen. Besonders sympathisch wirkt das Hackerduo aus Daniel und Brody, auf das der Spruch „Was sich liebt, das neckt sich“ sehr gut passt. Die einzige Person, die mich noch nicht erreicht hat ist Avery, aber vielleicht gibt sich das auch noch im Laufe der Zeit. Für mich ist CSI: Cyber eine schöne Erweiterung des CSI-Universums und passt gut in unsere Sammlung aus Crime-Serien. Nichts desto trotz kann es meiner Meinung nach (noch) nicht mit NCIS: New Orleans mithalten.

 

Josi:

Mir geht es ähnlich wie Alex. Man muss den Charakteren neben den Fällen etwas Zeit zum Entwickeln geben. Das ist bei einer Serie am Anfang immer schwierig, da man ja nicht die Lebensgeschichten alle auf einmal erzählen kann und sicher auch nicht will als Autor. In der ersten Staffel ist mir das Team an sich zu harmonisch insgesamt. Es gibt fast keine Reibungspunkte, aber auch das wird sich sicher im Laufe der Staffeln ändern. Auch für mich eine gute Erweiterung in unserer Sammlung, die ich mir gern weiterhin anschauen werde.


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