Cabin of the Damned

Cabin of the Damned

Originaltitel: Tarnation
Genre: Horror • Komödie • Trash
Regie: Daniel Armstrong
Hauptdarsteller: Emma-Louise Wilson
Laufzeit: DVD (80 Min) • BD (83 Min)
Label: ALIVE AG / Donau Film
FSK 16

Cabin of the Damned   23.06.2018 von MarS

Low-Budget Trash-Horrorkomödien sind eigentlich das Revier der Produktionsschmiede Troma Entertainment, die mit ihren von Kritikern vernichtend bewerteten Filmen längst Kultstatus erreicht haben. Doch auch andere haben ein Händchen für absichtlich schlechte Horrorkomödien, wie erst vor Kurzem Bubba The Redneck Werewolf bewiesen hatte. Ob sich auch Cabin of the Damned als Glücksgriff für Trashfans erweist...?

 

Inhalt

 

Es war kein leichter Tag für die Rocksängerin Oscar. Zuerst wird sie aus ihrer Band geworfen, und dann hat sich auch noch ihr Freund verlassen. Nach dem darauffolgenden Saufgelage lässt sich Oscar von ihrer Freundin dazu überreden, sie bei einem entspannten Ausflug in eine abgelegene Waldhütte zu begleiten, um sich dort von den Ereignissen abzulenken. Kaum dort angekommen muss Oscar allerdings feststellen, dass es auch hier nichts mit der nötigen Ruhe wird, denn offensichtlich treiben finstere Dämonen ihr Unwesen im örtlichen Wald. Und wie sollte es anders sein, Oscar ist das Objekt der Begierde, denn mit ihrem Blut soll Satan persönlich gerufen werden. Die Freunde besessen, ein blutrünstiges Einhorn auf den Fersen und Dämonen, die nach ihrem Blut lechzen, es ist höchste Zeit für Oscar, sich zu wehren...

 

Wie die gewählte Location und Teile der Geschichte bereits erahnen lassen, sieht sich Cabin of the Damned als trashige Hommage an den Kultklassiker Tanz der Teufel (Hier unsere Kritik zum Remake Evil Dead). Wie es sich für eine Low-Budget Horrorkomödie gehört, ist die Geschichte absolut sinnlos, sind die Effekte mies, die Darsteller agieren bewusst dämlich und auch ansonsten sieht hochwertige Filmkost definitiv anders aus. Doch schon oft haben Filme bewiesen, dass sie dennoch einen gewissen Charme aufweisen und brauchbare Unterhaltung liefern können. Für Cabin in the Damned gilt dieses Gesetz aber leider nicht, denn der Film liefert einfach zu wenig, um als Trash-Fest oder absichtlich bescheuerte Horrorkomödie durchzugehen. Da genügt es einfach nicht, ein teuflisches Einhorn, literweise Kunstblut und diverse andere schräge Einfälle zu liefern, wenn der zu Beginn noch hohe Spaßfaktor sich immer mehr im Sand verläuft und die über weite Strecken einfach nur belanglose Inszenierung schon bald für erste Ermüdungserscheinungen sorgt. Zwar kann das Finale noch einmal mit zahlreichen netten Effekten und gut platzierten Gags punkten, dies wiegt aber leider nicht den äußerst schwachen Mittelteil des Films auf, dem es eindeutig an guten Ideen fehlt. Klares Highlight sind die vielen offensichtlichen, aber auch versteckten Hommagen an Tanz der Teufel und andere Horrorfilm-Klassiker, doch im Gesamtbild reicht dies eben nicht aus, um den Zuschauer über die gesamte Laufzeit bei Laune zu halten. 

 

Bildergalerie von Cabin of the Damned (6 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray bietet technisch solides Niveau, hat aber mit zahlreichen Mängeln zu kämpfen. Die Schärfe ist durchwegs gut, jedoch lange nicht perfekt, während das Bild vor allem in dunklen Szenen dazu neigt, körnig zu werden und Farben übersteuern zu lassen. Insgesamt erscheint alles durch die oftmals schwache Kontrastierung etwas zu weich. Auch die Abmischung der Tonspur ist alles andere als gelungen. Stimmen klingen mal klar und sauber, dann wieder dumpf, und auch die übrigen Soundeffekte sowie der Soundtrack sind nicht differenziert ortbar oder gezielt eingebunden. Hier machen sich die geringen Produktionskosten auch im technischen Bereich bemerkbar. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Was den Trashfaktor angeht, so macht Cabin of the Damned eigentlich alles richtig - kein Wunder, ist Regisseur Daniel Armstrong doch bereits erprobt im Low-Budget Bereich. Allerdings fehlt es dem Film immer wieder an guten Einfällen und sauber platzierten Gags, wodurch über weite Strecken die vielen Hommagen an Tanz der Teufel die einzigen Unterhaltungswerte liefern. Für ein spaßiges Trash-Fest ist das viel zu wenig, so dass wirklich nur harte Genrefans hier einen Blick wagen sollten. Und natürlich alle, die ein Faible für tödliche Einhörner haben...


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