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Call of Duty 5 - World at War

Publisher: Activision
Entwicklerstudio: Treyarch
Genre: Action
Sub-Genre: 1st Person Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 13.11.2008
USK 18

Call of Duty 5 - World at War   17.11.2008 von Molle

Nach dem Infinity Ward vor einem Jahr mit Call of Duty 4 das zweite Weltkriegszenario verabschiedete, bleibt das Entwicklerstudio Treyarch dem alten Konzept treu. Neue Szenarien und aufpolierte Grafik sollen dem Titel einen hauch von frische verleihen, allerdings dadurch das Spielerlebnis nicht verloren gehen.
 

Nach der Einführung im Ladebildschirm geht es los und ihr, Private Miller, sitzt gefesselt in eine Strandhütte im Nirgendwo. Vor euch euer Kamerad, der von einem japanischen Offizier ausgefragt und auf übelste Weise gefoltert wird. Nachdem dieser die Sturköpfigkeit der US Marines satt hat, setzt er einen Soldaten auf uns an. Ihr müsst hilflos zusehen, wie eurem Kameraden die Kehle durchgeschnitten wird. Mit jedem Schritt, mit dem er näher kommt, steigt die Angst. Doch plötzlich fängt dieser an zu gurgeln und bricht vor euch zusammen. Die Rettung. Doch keine Verschnaufpause, die Pflicht ruft und wir müssen von dieser Insel fliehen. Doch das ist leichter gesagt als getan, da sich die Japaner im Boden und sogar auf den Bäumen verschanzt haben. Nachdem wir uns auf dem Strand durchgekämpft haben, gelangen wir in den Dschungel, wo wir einen Stützpunkt ausschalten sollen. Doch was ist das, überall tote Japaner?! Kaum haben wir uns diesem Feld genähert, schießt eine Leuchtkugel in den Himmel und ihr werdet geblendet. Als ihr wieder Umrisse erkennen könnt, seht ihr, wie alle tot geglaubten Japaner aufstehen. Eine Falle!!! Jetzt ist euer können gefragt Deckung zu suchen. Nach einem langen Schusswechsel seht Ihr das ganze Ausmaß. Hohe Verluste sowohl bei den Japanern, als auch in eurer Truppe. Aber es muss weitergehen. Als ihr das Camp der Japaner erreicht habt, gibt es heftigen Widerstand. Doch was ist das. Die letzten Japaner laufen nicht weg sondern Sie kommen direkt mit dem Bajonett auf euch zugelaufen und schreien „Banzaaaaaaaiiii“. Wenn Ihr nicht schnell genug seid, bekommt Ihr das Bajonett direkt in die Brust, was zum Laden des letzten Checkpoints führt. Nun noch schnell die Sprengladung im Munitionslager anbringen und weglaufen. Endlich geschafft.

Call of Duty 5 bietet, wie es aus den anderen Teilen schon bekannt ist, nicht nur eine Sichtweise. Neben den Amerikanern in Iwo Jima und rund um Japan, bietet Call Of Duty: World at War noch die Sicht aus dem russischen Soldaten Dimitri Petrenko. Angefangen in Stalingrad, wo Ihr ein Attentat auf den deutschen Offizier Amsel verüben müsst, bis nach Berlin. Auch spielerisch wird vom Leveldesign eine große Abwechslung geboten. Von Dschungelkämpfen, Häuserkampf bis zu Panzerschlachten und Luftangriffen, was eine hohe Dauermotivation und Spielspass hervorruft.

Die Intelligenz der Gegner ist größten Teils solide und sie verhalten sich realistisch und reagieren auf verschiedenste Problemsituationen, was das Spiel auch anspruchsvoll macht. Das Gameplay ist bekannt aus den anderen Teilen und man fühlt sich sofort wohl. Bei den Waffen gibt es auch Neuerungen. Neben den bekannten Waffen wie die M1A1 Thompson oder die P08 Luger, gibt es diesmal auch einen Flammenwerfer. Mit diesem stehen einem die Türen im wahrsten Sinne des Wortes weit offen. Japaner, die sich im Bunker verschanzen, sind den Flammen hilflos ausgesetzt. Auch die Spielwelt reagiert auf den Einsatz eines Flammenwerfers. Bäume stehen lichterloh in Flammen und sogar das Gras brennt ab, was das Verstecken der Gegner erheblich erschwert. Auch neu dazu gekommen sind Molotowcocktails, Leuchtfeuer und Giftgasgranaten.


Die Grafik von World at War ist schon aus Call of Duty 4 bekannt, da die gleiche Engine verwendet wurde. Allerdings wurde Sie an einigen Stellen, wie z.B. Texturen oder Wassereffekte aufpoliert. Erstaunlich wirken bei Regen die Wassertropfen am Bildschirm sowie das Verschwimmen der Sicht, wenn man durch einen Wasserfall geht. Auch die Lichteffekte setzen eine hohe Messlatte, bei der nur wenige Spiele mithalten können.

Der Soundtrack des Spiels birgt eine echte Überraschung. Neben dem typischen Trompetenchor und Chorgesängen, finden sich auch technoide Drums wieder. Klingt vielleicht am Anfang komisch, da dies nicht zeitgemäß ist, allerdings fügt sich dies sehr gut in das Spiel ein und macht das ganze sehr authentisch. Auch vorbeizischende Kugeln, explodierende Granaten, schreiende Soldaten in den entsprechenden Sprachen sowie Fliegerangriffe geben dem Spieler das Gefühl mittendrin zu sein.

Der Multiplayermodus ist wie schon in den anderen Teilen genial gelungen. Auch wenn dieser von Call of Duty 4 übernommen wurde, macht er sehr viel Spass. Warum das Rad neu erfinden? Durch ein ausgeklügeltes Punktesystem ist eine langfristige Spielmotivation gewährleistet. Es stehen insgesamt acht Maps zur Verfügung, die jede Menge Abwechslung bieten. Auch Fahrzeuge wurden implementiert, die allerdings nur bei größeren Karten zur Verfügung stehen. Zum Glück wurden diese nicht zu mächtig programmiert, da dies zu einer Frustration beim Spielen hätte führen können. Die Waffen sind sehr ausbalanciert und sind je nach Spielsituation sehr effektiv. Zu Beginn hat man einige Standardwaffen, die allerdings durch erreichen eines höheren Levels z.B mit Zielvisiere und Schalldämpfer ausgebaut werden können. Das Waffenarsenal wird stetig ausgebaut und birgt sehr viele Möglichkeiten.


Damit es einem nicht langweilig wird, gibt es auch verschiedene Spielmodi wie z.B Team-Deathmatch, Capture the Flag oder auch Frei für alle, bei dem jeder gegen jeden kämpfen muss. Neu dazu gekommen ist der Story Coop Modus der mit bis zu 4 Spielern, offline sowie online, gespielt werden kann. Parteien gibt es die US Marines, Rote Armee, Japaner und Deutsche Wehrmacht, die allerdings, außer einer anderen Uniform, keinerlei Vorteile bringen.

Nette Zugaben, die man direkt im Spiel bekommt, sind bei einer 3er Abschussserie einen Radar der die Gegner auf der Karte anzeigt, 5er Abschussserie Artillerie sowie bei einer 7er Abschusserie eine Horde Hunde die auf die Gegner losgehen und sehr effektiv sind.

Leider gibt es in der deutschen Version Abstriche bezüglich für in Deutschland verbotene Zeichen, sowie der Bluteffekte. Auch der Zombiemode wurde aus der deutschen Version gestrichen. Trotz alledem geht der Spielspass nicht verloren.


Das Fazit von: Molle

Molle

Durch eine atemberaubende Grafik, genial gelungenen Sound, fantastisches Gameplay und fesselnder Story, hat mich Call of Duty: World at War an meinen Fernseher gefesselt. Auch hier wird mir klar, dass CoD mit dem bereits 5ten Teil nicht „ausgelutscht“ ist, sondern immer für Überraschungen gut ist. Der Multiplayer ist in meinen Augen perfekt gelungen, es lassen sich immer Mitspieler finden. Durch das Waffensystem ist Langzeitmotivation garantiert und somit der Preis gerechtfertigt. Ich kann nur sagen „KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN!!!“


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positiv negativ
  • Super schöne Grafik
  • Tolle Atmosphäre
  • Gutes Gameplay
  • Gute künstliche Intelligenz der Gegner
  • Genialer Multiplayer
  • zu kurzer Story Modus
  • Teils noch leicht Verbugt





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