Camp - Tödliche Ferien

Camp - Tödliche Ferien

Originaltitel: Summer Camp
Genre: Horror
Regie: Alberto Marini
Hauptdarsteller: Diego Boneta • Jocelin Donahue
Laufzeit: DVD (81 Min) • BD (84 Min)
Label: Studio Hamburg Enterprises
FSK 16

Camp - Tödliche Ferien   09.03.2018 von MarS

Eigentlich könnte man meinen, es gibt schon genügend Filme, in denen es um Zombies, Untote und Infizierte geht, doch immer wieder erblicken Genre-Filme das Licht der Welt. Auch die amerikanisch-spanische Co-Produktion Camp - Tödliche Ferien versucht sich am Thema, und wir sagen Euch, ob sich hier mehr versteckt als ein Film unter vielen...

 

Inhalt

 

Eine Auszeit genießen und dabei noch etwas Geld verdienen. Die jungen Amerikaner Christy, Michelle und Will freuen sich bereits auf ihre gemeinsame Arbeit in einem Camp für Kinder in Spanien, wo sie den Einheimischen zusammen mit dem Campleiter Antonio Englisch beibringen sollen. Ein altes Landhaus mitten im spanischen Hinterland dient als Unterkunft, doch noch einen Tag vor der Ankunft der Kinder stecken alle mitten in den Vorbereitungen und nichts scheint zu funktionieren. Auch die Bewohner eines Wohnwagens in der Nähe erscheinen alles andere als vertrauenswürdig. Aus den entspannten Tagen als Ferienbetreuer wird so natürlich nichts, schon gar nicht wenn die Menschen hier von einem Moment auf den nächsten und ohne jegliche Vorwarnung extrem aggressiv werden...

 

Auf den ersten Blick ist Camp - Tödliche Ferien ein Film mit Infizierten wie jeder andere auch. Menschen werden durch äußeren Einfluss zu blutrünstigen Bestien und trachten den Hauptdarstellern nach dem Leben, während diese schreiend um ihr Leben rennen und sich zur Wehr setzen. Dazu ist das Ganze stellenweise auch noch ein wenig holprig inszeniert. Bei genauerer Betrachtung jedoch entpuppt sich der Film als echte Genre-Perle, denn Camp - Tödliche Ferien ist voll von innovativen Ideen und jeder Menge Einfallsreichtum, und ebenso gekonnt spielt die amerikanisch-spanische Co-Produktion auch immer wieder mit der Erwartungshaltung des Zuschauers. Während sich ein Großteil der Spannung aus der Suche nach dem "Warum?" stützt, bietet die Inszenierung davon abgesehen nicht nur einige sehr atmosphärische, bedrohliche Szenen, sondern auch ein paar Gewaltspitzen, die handwerklich ordentlich aussehen, jedoch niemals wirklich in echten Splatter abgleiten. Camp - Tödliche Ferien verlässt sich stattdessen zum einen auf die ansprechenden Leistungen seiner Jungdarsteller, zum anderen auf das Spiel mit Genreklischees, die der Film immer wieder durch interessante eigene Ideen über den Haufen wirft. 

 

Bildergalerie von Camp - Tödliche Ferien (6 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray selbst ist leider nicht ganz so überzeugend wie der Film ausgefallen. Die Extras der Scheibe begrenzen sich auf eine Trailershow, während das minimalistische Menü nicht einmal eine Kapitelauswahl anbietet. Das Bild liefert eine solide Grundschärfe bei ordentlichem Kontrast sowie natürlicher Farbgebung, bleibt aber nicht durchwegs gestochen scharf. Fokussierungsunschärfen und einige weichere Aufnahmen trüben das Gesamtbild, und auch der Schwarzwert lässt dunkle Bereiche eher gräulich als satt wirken. Die Tonspur konzentriert sich fast ausschließlich auf den vorderen Boxenbereich, wodurch ein Teil der Atmosphäre ein wenig verloren geht. Umliegende Boxenbereiche werden nur marginal und wenig gezielt eingesetzt. Technisch bietet die Blu-ray im Gesamtbild ordentliche Kost, ist aber weit weg von Höchstwerten.


Das Fazit von: MarS

MarS

Was zunächst wie ein weiterer 08/15-Zombiefilm aussieht, erweist sich als innovativer Geheimtipp, der gekonnt mit überholten Genreklischees und der Erwartungshaltung des Zuschauers spielt. Stellenweise etwas holprig, aber durchwegs packend, gelingt es Camp - Tödliche Ferien sich mit viel Einfallsreichtum aus der Masse hervorzuheben. Wer auf Splatter hofft, der könnte enttäuscht werden, denn der Film verlässt sich lieber auf seine Eigenständigkeit sowie einige sehr atmosphärische Szenen. Für mich ist Camp - Tödliche Ferien erfrischend anders und gerade deswegen absolut sehenswert. 


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen