Captain America - Super Soldier

Captain America - Super Soldier

Publisher: Sega
Entwicklerstudio: Sega
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd-Person-Action
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 15.07.2011
USK 16

Captain America - Super Soldier   27.07.2011 von Panikmike

Hollywood machte es sich in den letzten Jahren zur Aufgabe, Superhelden-Filme der Marvel Comics auf die Leinwand zu bringen. Natürlich müssen diverse Programmierer diese Inhalte aufgreifen und Videospiele auf den Markt bringen. Der neueste Streich kommt von Sega und handelt von einem amerikanischen Supersoldaten mit einem mächtigen Metallschild …

Comics gibt es seit Jahrzehnten, die meisten Helden wurden in diversen Computerspielen bereits verbaut. Thor, Spiderman, Batman sind nur ein paar Charaktere, die bisher auftauchten. Nun ist Captain America an der Reihe, der als amerikanischer Supersoldat 1941 entstand und mittlerweile in über 75 Länder verkauft wurde. Das heißt aber noch lange nicht, dass dieses Spiel aus dem Einheitsbrei hervorsticht.

Im Spiel schlüpft Ihr in die Rolle eines genmanipulierten Soldaten, der in seiner Uniform und einem Metallschild Gegner aufmischen muss. Nach dem kurzen Tutorial springen wir von einem Flugzeug über einem kleinen Dorf ab und müssen verschiedene Experimente sabotieren. Das Dorf selbst ist aber nur eine Tarnung, in Wirklichkeit ist dort ein militärischer Komplex, in dem Ihr Euch während des kompletten Spiels aufhalten dürft. So lauft Ihr durch verschiedene Tunnel und Gebäude, bekämpft mit den Fäusten oder Eurem Schild diverse Gegner einer Terrororganisation, sammelt Informationen und Gimmicks, absolviert ein paar Minispiele und besiegt mächtige Soldaten. Hier hat man sich ein wenig an anderen Spielen bedient, was aber nicht als negativ zu sehen ist.

Ihr prügelt Euch durch die Scharen an Gegner, in dem Ihr verschiedene Schläge oder Spezialfähigkeiten benutzt. Nach und nach füllt sich eine Anzeige, mit der Ihr dann einen Superschlag durchführen könnt. Natürlich kann man auch sein Schild benutzen, mit ihm blocken oder Schüsse der Gegner auf sie zurückwerfen und es als Fernwaffe benutzen. Nebenbei gibt es, ähnlich wie bei „Prince of Persia“, verschiedene Sprungpassagen, die allerdings mehr schlecht als recht sind. Generell wurde hier alles richtig gemacht, doch Ihr könnt dort keine Fehler machen, weil Ihr lediglich hintereinander die Sprungtaste drücken müsst! Wann Ihr das macht, ist egal, Captain America überwindet das Hindernis und geht zum nächsten Part über. Traurig ist allerdings, dass unser gummiartiger Superheld jedoch nicht über Tische springen kann. Leider ist es bei den Kämpfen ähnlich. Eine richtige Herausforderung gibt es selten. Ihr blockt den Angriff, wenn der Gegner angreift, Ihr kontert und haut ihn zu Boden. Danach gibt es einen Sonderangriff – der Nächste bitte! Oder aber Ihr schickt die Nazis mit zahlreichen Sonderschlägen oder Eurem Schild zu Boden. Wie auch in den Comics ist das Schild das wichtigste Instrument von unserem Helden. Ach ja, während des Spiels bekommt ihr für verschiedene Aktionen Erfahrungspunkte, die Ihr dann ins Schild oder Superangriffe stecken könnt.

Vergleicht man „Captain America: Super Soldier“ mit den vorhergehenden Umsetzungen wie „Iron Man“ oder „Thor“, so muss man Sega loben, denn es geht langsam aufwärts. Die Grafik ist deutlich besser, die Umsetzung des Comics ebenso und auch das Gameplay ist im Vergleich zu den genannten Spielen grandios. Grafisch ist es im Mittelfeld, teilweise sieht alles gut aus, öfters stören aber die einfachen und groben Texturen sowie die mageren Animationen. Die Zwischensequenzen versucht zwar alles aufzulockern, jedoch gelingt es ihnen meistens nicht.

Die Kampagne selbst hat man in ca. 6-7 Stunden durchgezockt, einen Mehrspielermodus gibt es leider nicht. Der Wiederspielwert ist dadurch leider nicht sehr hoch, immerhin hat man dem Spiel noch einen Herausforderungsmodus spendiert. Dieser ist eine kurzweilige Abwechslung, wenn diese auch nicht lange anhält. Man prügelt sich durch verschiedene Gegner und behält immer die Zeit im Auge. Je schneller man ist, desto bessere Medaillen kann man absahnen. Diese bringen Euch leider spielerisch nichts, doch immerhin gibt es Gamerscore dafür. Wer Comic-Fan ist und für ein paar Stunden in die Nazi-Zeit mit einem Superhelden eintauchen möchte, der sollte sich dieses Spiel ausleihen oder mal zu einem günstigen Preis kaufen. Captain America ist nichts Besonderes, aber schlecht ist es auch nicht.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Seit Thor habe ich mir nicht viel von einer Filmumsetzung von Sega erwartet. Daher wurde ich auch positiv überrascht, denn was beim hammerschwingenden Thor falsch gemacht wurde, ist teilweise bei Captain America ausgemerzt worden. Das Spiel präsentiert sich zwar als  kurzes Abenteuer, welches aber besonders Comic-Fans eine große Freude bereiten wird. Ob man es sich zum Vollpreis zulegen sollte ist fraglich, aber den Preisverfall kann man abwarten. Alles in Allem ist Captain America ein unkompliziertes Spiel für Zwischendurch, welches man definitiv spielen kann. Auch wenn es einige Mankos gibt, so ist es auf keinen Fall eine Gurke. Vielleicht feilt Sega an der nächsten Umsetzung noch mehr, dann kommt sicherlich auch bald ein passables Spiel heraus!


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Unterhaltende Geschicklichkeitsspiele
  • Coole Sprungsequenzen…
  • Gute Informationen auf der Karte
  • Dolby Surround Anlage wird gut ausgenutzt
  • Gute deutsche Synchronisation
  • Viele Komboangriffe
  • Grafik nicht zeitgemäß
  • …bei den leider alles vorgegeben wird
  • Kein Mehrspielermodus
  • Steuerung zu überladen
  • Für Profis kaum fordernd
  • Zu wenig Abwechslung





Kommentare[X]

[X] schließen