Captain America - The First Avenger

Captain America - The First Avenger

Originaltitel: Captain America - The First Avenger
Genre: Action • Adventure
Regie: Joe Johnston
Hauptdarsteller: Chris Evans
Laufzeit: Ca. 124 Minuten
Label: Paramount Home Entertainment
FSK 12

Captain America - The First Avenger    19.12.2011 von

Es ist mal wieder so weit, eine weitere Verfilmung eines Comic-Klassikers steht ab dem 19.12.2011 in den Ladenregalen. Der Actionheld Captain America feiert sein Revival; die Neuverfilmung des Klassikers ist aber mit gemischten Gefühlen zu betrachten ...

Zunächst einmal ein paar Hintergrundinformationen für die weniger Comicversierten unter uns. Captain America ist ein US-amerikanischer Superheld der 40er Jahre, der ein Kostüm in den Farben der Flagge der Vereinigten Staaten trägt. Die zu Kriegszeiten als Propaganda angelegten Comicgeschichten ließen Captain America gegen Nationalsozialisten, Saboteure und andere Versinnbildlichungen der damaligen Kriegsgegner kämpfen. In späteren Jahren wurden die Geschichten mit dem Superheld jedoch auch von vielen Autoren zur Sozialkritik eingesetzt.

Der Film spielt in Europa während des Zweiten Weltkrieges. Der junge Steven Rogers (Chris Evans) will sein Land im Kampf um Frieden und Freiheit um jeden Preis unterstützen. Dies ist ihm jedoch aufgrund seines schmalen Körperbaus nicht ohne Weiteres möglich. Unzählige Male versucht er bei der U.S. Army anzuwerben, jedoch ohne Erfolg. Unbeirrt stellt er sich nach seiner Ausmusterung für ein militärisches Experiment zur Verfügung. Bei diesem wird ihm ein wachstumsförderndes Wunderserum injiziert, sodass der schmächtigen Steven Rogers sich kurzerhand in den Super-Soldaten „Captain America“ verwandelt. Als neugeborener Superheld wird er, um nicht an der Front „verfeuert“ zu werden, zum Entertainer für die Truppen an der Front umfunktioniert. Als jedoch sein bester Freund von „Hydra“ – einer Untergruppierung der Nazis – gefangen genommen wird, macht er sich selbstständig auf den Weg, um ihn und seine Mitstreiter zu befreien. Selbstverständlich muss er sich gegen Red Skull, dem „Führer“ der Hydra Gruppierung, behaupten und ihm das Handwerk legen …

Die Umsetzung des Streifens hinsichtlich der Effekte und des Equipments ist gut gelungen. Insbesondere wurden viele Lichteffekte weitgehend plastisch umgesetzt. Die Qualität der Blu-ray ist scharf und kontrastreich, leider ist in einigen Szenen eine deutliche Bildkörnung zu erkennen. Der Sound und der Bass hätten jedoch um einiges satter sein können. Die Trennung der Kanäle ist zwar gut gelungen, jedoch sind die Dolby Digital Effekte für eine Comicverfilmung ein wenig zu lau. Die Gestaltung der Filmrequisiten, vor allem die Panzer und Schusswaffen, wurde vom Comic in die Wirklichkeit gut übersetzt. Die Kriegsfahrzeuge wirken extrem imposant und nehmen Dimensionen an, die extrem typisch für Comicstrips sind. Auffällig ist der Hang zu Lack und Leder, was das Outfit der Schurken angeht. Vor allem bringt der übertriebene deutsche Akzent der Schurken bei der Originalvertonung den Zuschauer zum Schmunzeln.

Die Story wird aber bei aufmerksamen Zuschauern auch Anlass zur Kritik geben. Die Neo-Instrumentalisierung des Captain America, zum Zwecke des Patriotismus und Anwerbung neuer Rekruten durch "Uncle Sam", ist mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Einerseits handelt es sich bei Captain America zweifelsfrei um einen echten Comic-Klassiker, anderseits propagiert der Film – so wie im Comic der 40er Jahre – nach wie vor und völlig unverändert die Kriegsführung als solches. Immer wieder tauchen kriegstypische Symbole, insbesondere im Zusammenhang mit „Uncle Sam“ im Hintergrund subtil und zugleich gezielt auf.  Eine Neuverfilmung des Klassikers Captain America ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Die Umsetzung in der Gestalt ist jedoch ein Spiel mit dem Feuer.
 


Das Fazit von: BastiPhantasty

BastiPhantasty

Die Umsetzung des Filmes ist völlig in Ordnung und zeitgemäß. Zumindest wenn man die Effekte betrachtet. Die Mischung aus Fakten und Fiktion zum Zwecke der Unterhaltung ist jedoch so gewichtig, dass ich den Film - wenn überhaupt - nur echten Comic-Fans empfehlen kann. Die Botschaft des Films ist mit dem Comic der 40er Jahre absolut unverändert geblieben und in meinen Augen einfach nicht zeitgemäß. Der Zuschauer bekommt neben den bombastischen Effekten einen Propagandafilm serviert. Mein Fazit: Platt, plakativ aber nett verpackt. Im Endeffekt nicht mein Ding, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden!


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Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin eigentlich ein Superhelden-Filmfan, jedoch konnte mich Captain America nicht überzeugen. Chris Evans, der schon die menschliche Fackel spielen durfte, macht hier kein schönes Bild. Seine Figur wirkt zu blass, man kann sich wenig mit ihm identifizieren. Der Star des Films ist in meinen Augen Tommy Lee Jones, der den toughen Colonel Chester Phillips sehr gut verkörpert. Der Film ist nicht schlecht, jedoch kann er mit Iron Man, Thor und Co. nicht annähernd mithalten. Die Geschichte ist zu flach, um ein spannendes Werk abzuliefern. Effekttechnisch ist den Machern zwar ein Kracher gelungen, jedoch macht dies noch keinen guten Film aus. Comic-Fans können einen Blick drauf werfen, alle anderen würde ich eher Thor oder Iron Man empfehlen!


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