Casting zum Kinofilm Pension Freiheit

Casting zum Kinofilm Pension Freiheit

Genre: Casting für den Film ´Pension Freiheit´

Casting zum Kinofilm Pension Freiheit   31.01.2011 von Panikmike

Letztens gingen wir mal wieder einer besonderen Einladung nach. Als Filmfreaks interessieren uns nicht nur die Filme selbst, sondern natürlich auch wie sie gemacht werden. Doch bevor der Film gedreht wird, muss man erstmal das Drehbuch schreiben, Investoren finden und auch die Schauspieler casten. Am 22.01.2011 waren wir bei einem Casting für einen kommenden bayrischen Film dabei…

Extra früh aufgestanden machten sich DeWerni und ich auf den Weg, um pünktlich am Samstag den 22.01.2011 um 10.00 Uhr in Bad Tölz zu sein. Die Fahrt zum Kurhaus war vielversprechend, alles war weiß und verschneit. Bad Tölz ist im Winter besonders schön, das dachten sich sicherlich auch die große Menge an Laiendarstellern, denn es war jede Menge los. Zwischen 10 und 17 Uhr konnte jeder zeigen, was in ihm steckt. Man musste lediglich die fünfköpfige Filmcrew überzeugen, dass man der oder die Richtige für die jeweilige Rolle ist. Gesucht wurden folgende Charaktere:
 

  • Ein schlauer Stasi-Agent, der zwischen 40 und 50 Jahre alt ist und Hoch- und Ostdeutsch kann.
  • Ein dummer Stasi-Agent, der zwischen 40 und 55 Jahre alt ist und ebenso Hoch- und Ostdeutsch kann.
  • Ein großer Pater ab 1,80 Meter, der um die 40 Jahre alt ist und einen urigen, bayrischen Dialekt spricht.
  • Eine gutaussehende, schlanke Frau ab 30, die Ostdeutsch kann und bei der Stasi arbeitet.
  • Einen Gerichtsmediziner, einen Automechaniker, eine Standfrau, einen Postboten, ein Flüchtling aus der ehemaligen DDR und noch einige mehr.


Ihr merkt schon, der Film wird größer, als man es von einer kleinen Produktion annehmen könnte. Markus Kleinhans, der Regisseur, hat mit seinem zweiten großen Projekt Einiges vor. Der Film soll in 30 Tagen abgedreht werden, er plant die Fertigstellung bis Ende des Jahres. Den ersten Teil namens „Tödliche Verbindungen“ sollte ein echter Bayer übrigens kennen. Auch wenn er nicht so bekannt wurde, so ist es ein toller Film voller Spannung, Spaß und einer guten Brise Krimi. Worum es im quasi zweiten Teil der Serie „Mordsgeschichten“ geht, erfahrt Ihr in den nächsten Tagen beim Interview mit Markus Kleinhans. Wir wollen Euch ja nicht gleich alles auf die Nase binden.

Doch zurück zum Casting. Was passiert da eigentlich und was erwartet einen dort? Wenn man Lust hat, in einem Film mitzuspielen, dann kann man bei so einem Casting durchaus mitmachen. Meistens werden sie Wochen vorher in der Zeitung und im Radio angepriesen und es wird einem auch gesagt, welche Rollen gesucht werden. Passt man in eine Rolle oder ist man der Meinung, mit einem dieser Charaktere könne man sich identifizieren, so sollte man sich dann auf die Rolle vorbereiten. Hier geht es nicht um die Klamotten oder das Aussehen, man muss sich nur beweisen und den Regisseur und der Filmcrew zeigen, dass man der/die perfekte Mann/Frau für die Rolle ist. Dafür gibt es dann ein Skript, welches wir als Beispiel an dieser Stelle zeigen:

WALTER: "Des is Leben. Einfach nur daliegn und schaun, was passiert."

PATRIZIA: "So müsste es immer sein. Jeden Tag in die Berge und genießen."

WALTER:
"Nimma aufregn, koan Ärger mit de Kollegn. Koan Stress mit’m Chef, der nimma recht mog. Oa Wochn hot da no, dann hom mas geschafft." ... "I hob no 15 Jahre, wenn nix dazwischen kommt."

PATRIZIA:
"Was soll denn dazwischen kommen?"

WALTER:
"Na, wenn I nimma mog oder wenn mi da Schlog trifft.

PATRIZIA ERHEBT SICH UND BEUGT SICH ÜBER IHN. SIE STREICHT IHM ÜBER DEN KOPF.

PATRIZIA:
"Bei meiner guten Pflege ist das kein Thema!“

Im Klartext heißt das also, dass man mit einem erfahrenen Schauspieler das Gespräch durchgeht. In diesem Fall durfte man mit Lucke Zapatta die Rolle genießen, Lucke ist durch seinen Charm und Humor bekannt. Nach ein paar Minuten ist dann alles vorbei und der/die Nächste kommt dran. Zuvor werden natürlich noch Notizen gemacht, um sich dann bei der großen Flut an Bewerbungen die Besten rauszusuchen. Verabschiedet wird man übrigens immer mit dem typischen Spruch: "Wir melden uns…"

Doch ich bin mir sicher, dass Markus und seine Crew dies auch tun. An dieser Stelle werden wir uns auch verabschieden und warnen Euch gleich mal vor, im Mai beginnen die Dreharbeiten zu „Pension Freiheit“ und wir werden wieder vor Ort sein, um Euch davon zu berichten.


WIR MELDEN UNS…


Kommentare

28.02.2011 13:14:20 von Markus Kleinhans


Oh, Herr Bomhard, das könnte ich mir auch ganz gut vorstellen. Aber jetzt hamma die Rolle "leider" erst vorgestern besetzt. Mit einem echten Sachsen! ;-) Trotzdem herzlichen Dank für das Angebot!! Gruß Markus Kleinhans

23.02.2011 16:38:31 von Volker Bomhard


Hallo Markus, solltet ihr gar keinen geeeigneten Stasiagenten finden, könnte ich es ja mal probieren. Ich bin vom Alter her zwar nicht mehr ganz in der Zielgruppe, dafür kann ich ganz ordenlich sächsisch sprechen. Gruß Volker Bomhard

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