Cheap Thrills

Cheap Thrills

Originaltitel: Cheap Thrills
Genre: Thriller
Regie: E. L. Katz
Hauptdarsteller: Pat Healy • Ethan Embry
Laufzeit: DVD (85 Min) • BD (87 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 18

Cheap Thrills   07.04.2014 von Zahnfee

Jeder Mensch hat seinen Preis! So heißt es, doch stimmt das tatsächlich? Würden wir für den richtigen Geldbetrag tatsächlich Finger opfern oder Sex mit Fremden haben? Diese Frage stellt sich auch den Freunden Craig und Vince, die in Cheap Thrills eine wahrhaft abenteuerliche Nacht erleben …

 

Craig (Pat Healy) ist jenseits der 30 und wollte eigentlich mal ein berühmter Schriftsteller werden. Doch wie so oft kommt das Leben anders als man denkt, und nun ist er stattdessen mit der bezaubernden Audrey (Amanda Fuller) verheiratet. Um Frau und Sohn finanziell über Wasser zu halten, arbeitet Craig als Automechaniker. Und nicht mal dieser Job ist ihm vergönnt, denn sein Boss Doug (Rouben Pla) setzt ihn eines Tages vor die Tür.

 

Rat- und mutlos streift Craig durch die Stadt und versumpft schließlich in einer Bar. Dort begegnet er seinem alten Kumpel Vince (Ethan Embry), dem das Wasser finanziell auch bis zum Hals steht. Die beiden kommen mit dem Pärchen Colin (Davie Koechner) und Violet (Sara Paxton) ins Gespräch und merken schnell, dass Colin nicht nur einen Hang zum Wetten, sondern auch eine äußerst gut gefüllte und lockere Geldbörse hat. Da Violet angeblich Geburtstag hat, vertreiben sich die vier den Abend mit allerlei Späßen und Colin verteilt großzügige Beträge an Craig und Vince, wenn diese sich zum Beispiel trauen, einem Barmädchen einen Klaps auf den Hintern zu geben. Doch was als harmloser Spaß beginnt, wird schnell zum blutigen Ernst, als sich das Quartett am Ende einer langen Kneipentour schließlich bei Colin und Violet zuhause einfindet.

 

So ein bißchen kommt man selbst auch ins Grübeln und man fragt sich, welchen Preis man wohl in einigen Situationen hätte. Einem Fremden einen Klaps auf den Hintern geben oder einen Löffel Tabasco für 200 Euro trinken? Ehrlich, das würde sicher so gut wie jeder von uns tun. Jemandem ans Bein pinkeln für 300 Euro? Da hätten sicher auch noch nicht viele ihre Schmerzgrenze erreicht. Doch wie sieht es aus, wenn der Wetteinsatz erhöht wird?

 

Wie ich oben schon sagte hat jeder Mensch seinen Preis. Doch je nach Ausgangslage fällt der höher oder niedriger aus. Lass einen Menschen verzweifelt genug sein und biete ihm genügend Geld, um seine Probleme zu lösen, und er wird vermutlich Dinge tun, für die er sich den Rest seines Lebens selbst hassen wird. Und genau damit spielt Cheap Thrills auf intelligente Art und Weise. Der Film führt uns in die unsagbar tiefen Abgründe der menschlichen Psyche und fordert den Zuschauer, über diese Fragen nachzudenken und, teilweise auch kontrovers, zu diskutieren.


Bildergalerie von Cheap Thrills (7 Bilder)

Die technische Umsetzung ist überwiegend gut gelungen. Das Bild liegt im Format 1.85:1 vor, allerdings macht sich an einigen Stellen im Film ein Bildrauschen bemerkbar. Kontrast und Detailtreue sind stimmig, ebenso der Schwarzwert der Nachtszenen, sodass zu keiner Zeit ein zu dunkles Bild entsteht. Die Kamerafahrten sind teilweise wackelig, was in einigen Szenen zwar durchaus die Stimmung ein wenig untermalt, nach meinem Empfinden aber größtenteils störend ist. Der Ton ist eher frontlastig, dafür sind die Tonspuren aber recht gut abgemischt, sodass die Hintergrundmusik- und geräusche die Dialoge nie übertönen.


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

Ich hatte mir, da bin ich ehrlich, allein schon anhand des Covers einen etwas höheren Blutfaktor erhofft. Erstaunlicherweise braucht Cheap Thrills den aber nicht unbedingt. Der Film ist ein solides Erstlingswerk von Regisseur E. L. Katz. und Luft nach oben ist bekanntlich immer. Wir wollen mal hoffen, dass Katz noch viele Entwicklungsmöglichkeiten vor sich hat. Ich habe mich von der Handlung her ein bisschen an Tödliches Spiel - Would You Rather? erinnert gefühlt. In Cheap Thrills handeln die Protagonisten jedoch aus eigenem Antrieb heraus und werden nicht zur Teilnahme gezwungen. Auch wenn der Anfang ein bisschen zäh ist, dranbleiben und durchhalten lohnt sich.


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