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DJ Star

Genre: Musikspiel
Erscheinungsdatum: 18.09.2009
USK 0

DJ Star   03.11.2009 von derstefan

Wer schon mal ein bisschen auf privaten Partys oder sogar vor zahlendem Publikum aufgelegt hat, der kennt das Gefühl: Hoffentlich kocht gleich die Stimmung und sie tanzen bald alle, hoffentlich bekomme ich die Übergänge sauber hin. Wer da schon mal ein bisschen für die nächste Party üben möchte, der sollte sich mal „DJ Star“ aus dem Hause Deep Silver ansehen.

Es passierte an einem Abend in deiner Stadt. Vor deiner Lieblingsdisco stehen wahre Menschenmassen und wollen alle nur das Eine: Reingehen, tanzen, abfeiern. Du siehst wie der Star-DJ des Abends im schicken Sportwagen vorfährt und sich das Lächeln in seinem Gesicht schon fest eingebrannt hat. Frustriert ob deiner eigenen Unwichtigkeit gehst du wieder nach Hause. Doch auf dem Weg kommst du „zufällig“ an einem Musikgeschäft vorbei, das zwei Turntables günstig verkauft. Deine Mission wird dir jetzt klar: Du musst die Welt mit deiner Musik beschallen, je mehr Leute dabei sind, desto besser!

Angefangen wird auf einer Privatparty in einer Wohnung. Klar, so fangen wohl die meisten Karrieren an. Euer Ziel ist es, durch geschicktes Mischen von Tracks und Einfügen von Samples eine perfekte Performance zu geben und den Party-Mob zum Toben zu bringen. Zu Beginn ist das noch relativ easy. Ihr startet mit folgenden Bedienelementen: Zwei Plattenteller, einen Beat-Counter und einen Crossfader, mit dem ihr zwischen den beiden Turntables wechseln könnt.

Und damit ihr auch ein bisschen die Übergänge während des Sets testen könnt, gibt es die Möglichkeit per Knopfdruck die Musik nur auf den Kopfhörer zu legen. Und wenn ihr die Übergänge von einem Track zum nächsten gut hinbekommt, dann steigt eure Skillanzeige und die Leute zieht es auf die Tanzfläche. Ihr müsst auch darauf achten, dass die Tracks die gleiche BPM-Zahl (Beats per Minute) haben, was ihr durch den Beat-Counter steuern könnt. Es gibt auch die Möglichkeit die Geschwindigkeit automatisch anpassen zu lassen, das wird aber mit Skill-Abzug bestraft. Ein Level ist dann erfolgreich erledigt, wenn ihr eine vorgegebene Anzahl von Leuten eine bestimmte Zeit lang auf der Bühne zum Tanzen bewegen könnt.

Hilfreich bei der Vollbestückung der Tanzfläche sind kleine Minigames mit denen ihr die Clubatmosphäre steigern könnt. Wenn ihr den grünen Schalter auf dem Touchscreen rechts oben anklickt, dann müsst ihr mit dem Stylus kleine Aufgaben lösen wie zum Beispiel Guitar Hero ähnlich Noten zu treffen oder bei einem sich bewegenden Wurm bestimmte Farben nacheinander mit dem Stylus anzutippen.

In den späteren Levels kommen immer mehr kleinere Gadgets dazu. Wer am richtigen Zeitpunkt passende Samples laufen lässt oder mit Halleffekten spielt, der macht sein Ding gut. Auch Scratching-Einlagen dürfen bei einem solchen Spiel natürlich nicht fehlen, wozu hat man denn hier echtes, ähm ich meine echtes virtuelles Vinyl? Insgesamt könnt ihr euch an 40 Songs vergreifen, die ihr nach und nach freispielt. Mein Favorit ist dabei ganz klar „Infinity 2008“, der geilen Nummer des „Guru Josh Projects“. Aber auch tanzbare Alternative-Tracks wie „Banquet“ von Bloc Party und diverse R&B, Pop und Elektro-Titel gilt es zu beherrschen. Das In-Game Tutorial ist dabei gut gelungen und hilft euch in angemessenem Tempo dabei die Levels erfolgreich zu meistern. Der Karrieremodus besteht aus insgesamt 15 Levels, welche allerdings in relativ kurzer Zeit zu bewältigen sind. Mehr als 6-8 Spielstunden sind da nicht drin, da auch der Schwierigkeitsgrad recht fair ist. Aber dadurch, dass man die Titel natürlich immer wieder neu und anders mischen kann, wird man den DS nach dem Durchspielen sicherlich ab und zu mal wieder rausziehen. Auch an einen freien Endlos-Modus wurde gedacht, prima!

Die Soundqualität ist für einen DS-Titel wirklich gelungen, die Guitar-Hero-Titel hörten sich da ein wenig blechener an. Natürlich würde der eine oder andere Track mehr nicht schaden, auch Downloadcontent wäre schön, aber nach 40 Tracks ist Schluss. Wenn man dann die raus rechnet, die einem nicht gefallen, wird´s für manchen relativ schnell langweilig. Aber: Es gibt noch einen Spielmodus in dem ihr die Möglichkeit habt eure eigenen Songs (maximal 4 Tracks) in verschiedenen Musikstilen zusammenstellen. Für Track-Bastler ist hier also auf jeden Fall die eine oder andere Stunde Extra-Spielspaß dabei. Über den WIFI-Modus lassen sich selbst erstellte Tracks hochladen und von Freunden herunterladen, mehr ist allerdings leider nicht multiplayertechnisch nicht drin.

Bei der Steuerung gibt´s nix zu meckern: Das Mischpult ist prima per Stylus steuerbar und gut zu bedienen. Grafisch ist dagegen ein bisschen Magerkost angesagt. Die Animationen der Tänzerinnen sind teilweise recht nett anzusehen, aber rocken jetzt nicht gerade mein Haus. Es sieht alles relativ funktionell aus, hier hätte die Grafik ein bisschen mehr aufpoliert werden können.


Das Fazit von: derstefan

derstefan

Nachdem die Next-Gen-Spielekonsolen mit „DJ Hero“ in punkto DJing gut versorgt sind, schließt „DJ Star“ auf dem DS eine Lücke. Der Hersteller möchte sich hier ein Stück vom Kuchen sichern, was auch wirklich in Ordnung ist. Das Spiel ist wirklich gut genug um von einem Schnellschuss zu reden. Es ist bestimmt kein Spiel, was man nächtelang zockt, sondern eher ein Titel, den man ab und zu rausholt um mal wieder 2-3 Level zu spielen. Mir hat es einige Zeit lang gut Spaß gemacht, da ich auch den elektronischen Sound mag. Rocker und Minispielallergiker sollten die Finger davon lassen, aber wer Musikspiele mag, für den könnte es heißen: „Last night a DJ saved my life”!


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positiv negativ
  • Guter Sound (Kopfhörerpflicht!)
  • Ausgewogene Musikmischung
  • Intuitives Gameplay
  • Schließt die Lücke bei Musikspielen
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  • Geringe Spieldauer
  • Grafisch eher mager





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