Dario Argento´s Dracula

Dario Argento´s Dracula

Originaltitel: Dracula 3D
Genre: Horror
Regie: Dario Argento
Hauptdarsteller: Unax Ugalde
Laufzeit: DVD (106 Min) • BD (110 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 18

Dario Argento´s Dracula   03.10.2014 von GloansBunny

Filme mit Zombies sind gerade aus, deshalb widmet sich Redakteurin GloansBunny heute einem Kultregisseur und seinem Streifen: Dario Argento's Dracula. Ist es ein Film mit Biss oder ist das Werk eher weich wie eine überreife Tomate?

 

Pünktlich zur Walpurgisnacht treffen sich Tania (Miriam Giovanelli) und ihr Lover Milos heimlich in einem kleinen Wald unweit des transsilvanischen Dorfes Passo Borgo, um am Fuße der Karpaten ihren Liebeshunger aufeinander zu stillen. Dumm nur, dass das junge Paar nicht das einzige Lebewesen ist, das Kohldampf hat. Graf Dracula (Thomas Kretschmann) und seine Untertanen wollen auch mal von Tania naschen und töten sie prompt. Als ein Paar Tage später der Buchhalter Jonathan Harker (Unax Ugalde) nebst kurz darauf folgender Gemahlin Mina (Marta Gastini) bei ihrem neuen Arbeitgeber, dem Grafen höchst persönlich, eintreffen, entpuppt sich die totgeglaubte Tania aber als quietsch lebendig, sexhungrig und ziemlich blutdurstig. Als Harker geschwächt von den nächtlichen vampirischen Eskapaden zu fliehen versucht, nimmt Dracula ihn sich etwas genauer zur Brust und offenbart seinen düsteren Plan: Er möchte Mina zu seiner neuen, willenlosen Vampirfrau machen. Praktischerweise ist das Objekt der Begierde gerade bei Busenfreundin Lucy Kisslinger eingezogen, die allerdings kurz darauf neben vielen anderen Dorfbewohnern ebenfalls das blutsaugende Zeitliche segnet. Die letzte Hoffnung der Harkers ruht nun auf dem Vampirexperten Professor Abraham Van Helsing (Rutger Hauer), der es vielleicht als Einziger mit dem Grafen aufnehmen kann ...

 

Bildergalerie von Dario Argento´s Dracula (10 Bilder)

Das Thema Vampirismus kommt wohl nie aus der Mode. Gerade im B- und C-Movie-Sektor erfreuen sich die Blutsauger großer Beliebtheit. Doch was hat Kultregisseur Dario Argento (Phenomena, Trauma) denn bloß mit seiner Version von Dracula geritten? Die Story ist, wenn man sie denn überhaupt als solche bezeichnen mag, eine sinnfreie Aneinanderreihung von  schaurig schlechten bis recht passablen Splatterszenen und mehr oder weniger erotischen Nacktsequenzen. Roter Faden? Fehlanzeige. Logik und erfrischende Neuerungen? Null. Viel mehr hat man beim Betrachten von Dario Argentos Dracula den Eindruck, einen billigen, dreist geklauten Abklatsch von Francis Ford Coppolas Meisterwerk Dracula im Laufwerk zu haben. Die Schauspieler sind ebenso nichtssagend und deplatziert wie die miesen visuellen Effekte. Die Gefahr vor Langeweile einzuschlafen ist sehr hoch. Die deutsche Synchronisation klingt im Vergleich zur akzentlastigen englischen Fassung einigermaßen passabel, sorgt aber ebenso wenig für Aufsehen wie die fade Musik und die drucklosen Effekte.
 
Im Extras-Bereich gibt es immerhin ein unterhaltsames Making-of, ein Musikvideo, eine Dokumentation über Dario Argentos Besuch beim Slash Filmfest, Trailer und das obligatorische Wendecover.

Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Dario Argentos Dracula repräsentiert einmal wieder den klassischen, mehr schlechten als rechten B- bis C-Movie. Eine wirre Story ohne Sinn und Verstand, ein paar durchschnittliche Splattereffekte und viel nackte Haut (primär weiblich) plus ein paar geklaute Dracula-Filmanleihen: fertig ist ein abrgundtief schlechter Vampirfilm. Bei den lustlos Darstellern, der eher schlechten Synchronisation und der extrem langatmigen Aneinanderreihung sinnloser Szenen würde der echte Graf Dracula vermutlich aus seiner Gruft auferstehen, um die Crew hinter dem Film zu futtern. Hätte der rumänische  Exportschlager das mal besser schon vor Drehbeginn gemacht!


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