Dark Desires

Dark Desires

Originaltitel: Plush
Genre: Erotik-Thriller
Regie: Catherine Hardwicke
Hauptdarsteller: Emily Browning
Laufzeit: DVD (95 Min) • BD (104 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Dark Desires   19.11.2016 von GloansBunny

Affären sind meist kurz und schmerzhaft oder langanhaltend und sinnlich. Doch was passiert, wenn eine Frau sich mit einem Psychopathen einlässt, zeigt der Erotik-Thriller Dark Desires...

 

Hayley (Emily Browning) befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Als erfolgreiche Frontfrau der Rockband "Plush" erobert sie mit ihrem zweiten Album die Spitze der Charts und kann sich vor Anhängern kaum retten. Gemeinsam mit ihrem Bruder und Gitarristen Jack (Thomas Dekker) tüftelt sie schon an neuen Songs und beide genießen dem Ruhm mit viel Alkohol und Drogen. Doch eines Tages stirbt Jack an einer Überdosis Heroin und Hayleys Welt bricht in sich zusammen. Der attraktive Enzo (Xavier Samuel) tritt die Nachfolge des Verstorbenen an und Krempel den Musikstil der Band gehörig, aber wenig erfolgreich um. Geblendet vom neu erlangten Image der Band und vom Schmerz ihres Verlustes beginnt Hayley auf Tour eine wilde Affäre mit Enzo, der kurz darauf bei Hayleys Mann Carter (Cam Gigandet) und ihren beiden kleinen Söhnen auftaucht, die nichtsahnend mit dem Gitarristen spielen und Musik machen. Doch als die Sängerin das Techtelmechtel beenden will, zeigt Enzo seine wahre Seite...

 

Bildergalerie von Dark Desires (13 Bilder)

Dark Desires unterteilt sich grob in zwei Teile. Das erste Drittel des rund 100 Minuten langen Independent-Streifens beleuchtet den Aufstieg und drohenden Fall der Rockband samt Jacks Tod, das sich wie ruhige eine Mischung aus Biografie und Dokumentation interpretieren lässt. Nach dem etwas zähen Einstieg mündet Dark Desires dann in einen waschechten, aber vorhersehbaren Thriller, der neben sadomasochistischen Erotikszenen vor allem durch seine düstere Grundstimmung punkten kann. Die solide, aber wenig überraschende Story weiß zu unterhalten und erhält durch die sehr gute schauspielerische Leistungen von Emily Browning (Sucker Punch) und Xavier Samuel (Anonymus) trotz inhaltlicher Längen ihren Feinschliff.

 

Auch die technische Umsetzung darf löblich erwähnt werden. Für einen Independent-Film präsentiert sich Dark Desires in erfreulich guter Bildqualität. Natürliche Farben, satte Kontraste und kaum vorhandenes Rauschen in gestochen scharfen Bildern flimmern ansehnlich über den Bildschirm. Die deutschen Synchronsprecher leisten dabei meist gute Arbeit und auch der Soundtrack kann sich hören lassen- zumindest, wenn man der Rock- und Wave-Musik nicht ganz abgeneigt ist. Darstellerin Emily Browning singt hier alle Songs selbst und beweist somit, dass nicht jeder Filmstar unbedingt sein Image durch Gesang verschlechtern muss.

 

Im Extras-Bereich gibt es neben dem obligatorischen Wendecover auch einen Teaser, ein Musikvideo und Outtakes zu bestaunen.


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Der Independent-Erotikthriller Dark Desires ist vor allem eines: nicht für den Mainstream gedacht. Die Unterteilung des Filmes in zwei Abschnitte nimmt nur langsam Fahrt auf, um mit der Zeit in einen atmosphärischen, durchaus sehenswerten Thriller zu münden. Die tollen schauspielerischen Leistungen trösten ein wenig über die vorhersehbare Story hinweg und sorgen für einen glaubhaften Twist. Die Musik hingegen bleibt, ebenso wie die sadomasochistischen Erotikszenen, eine Sache des Geschmacks. Wer einer Mischung aus 50 Shades of Grey und Sliver nicht abgeneigt ist, darf bei Dark Desires einen verstohlenen Blick wagen.


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