Darkest Night

Darkest Night

Originaltitel: Darkest Night
Genre: Horror
Regie: Noel Tan
Hauptdarsteller: Anne Gauthier • DJ Perry
Laufzeit: DVD (96 Min) • BD (99 Min)
Label: Edel Germany GmbH
FSK 18

Darkest Night   28.08.2014 von GloansBunny

Redakteurin GloansBunny startete vor kurzem ihre ganz persönliche "Bullshit-Horrorfilme"-Reihe. Jetzt ist der Film Darkest Night an der Reihe, welcher mehr im Dunkeln tappt als ein Tiefseefisch im Ozean ...

 

Die junge Susan Reyes (Anne Gauthier) bricht mit Kind und Kegel bzw. ihrem Verlobtem Ken Tyler (DJ Perry) und ihrer Tochter auf, um den ersten Weihnachtsfeiertag mit ihrer in allen Himmelsrichtungen verstreuten Familie zu verbringen. Im abgeschiedenen Haus mitten in der philippinischen Pampa ist die Wiedersehensfreude zunächst groß und es wird ausgiebig gegessen, gefeiert und über Gott und die uninteressante Welt gesprochen. Die Idylle könnte so schön sein, wenn da nicht eine gelangweilte, übernatürliche Kraft wäre, die ein Auge auf die Großfamilie geworfen hat. Ein permanenter Stromausfall, das Fehlen jeglichen Mobilfunknetzes und die komplette Zerstörung sämtlicher anderer moderner Technologien zwingen die Gruppe dazu, im Dunkeln miteinander auszukommen. Und wie das bei herkömmlichen Grusel-Familientreffen so üblich ist, beginnen plötzlich einige Verwandte, sich extrem merkwürdig und aggressiv zu verhalten, während andere einfach spurlos verschwinden oder mal eben den Löffel abgeben. Während Susan und ein paar erlesene Überlebende gegen zwischenfamiliäre Dispute und Gevatter Tod in noch immer absoluter Dunkelheit kämpfen, stoßen sie auf ein mysteriöses Buch voller okkulter Riten ...

 

Wird es ihnen gelingen, als Team zu arbeiten, die vielen Familiengeheimnisse zu Lüften und via Exorzismus den bösen, bösen Dämon zu vertreiben oder müssen sie für immer und ewig im Schlund der Hölle um Vergebung betteln?

 

Was mit Susan und Co. am Ende geschieht, ist eigentlich genauso interessant und spannend wie ein Sack Reis, der irgendwo in China umfällt. Das reißerische Cover beweist einmal mehr, wie viel Bauernfängerei hinter C- bis D-Movies wie Darkest Night steckt. Unterirdisch schlechte Laiendarsteller, ein lächerlich theatralischer Soundtrack, eine haarsträubende Synchronisation völlig sinnfreier Dialoge und das absolute Fehlen irgendeiner sinnvoller Handlung und Spannung machen Darkest Night zu einem der schlechtesten Filme des modernen Marktes. Dass gefühlte 97% des digitalisierten Grauens im Dunkeln spielen und sich somit Handlungen und Aktionen nur schemenhaften erahnen oder erraten lassen, verpasst Darkest Night schließlich inhaltlich den finalen Todesstoß.

 

Technisch präsentiert sich Darkest Night in ähnlicher Verfassung wie inhaltlich. Die primär dunklen Szenen lassen außer grausigen Schwarzwerten kaum etwas erkennen, während sich die hellen Szenen zwar schön scharf, aber mit umso schlechteren "Spezialeffekten" präsentieren. Die Vertonung in etwas leisem Dolby Digital 5.1 ist noch das Beste an Darkest Night, welcher im Extras-Bereich mit gleicher gähnender Leere arbeitet, wie die Story des Films. Das obligatorische Wendecover ist das einzige Gimmick, zusätzliche Hintergrundinformationen oder andere Inhalte sucht man vergebens.

 

Bildergalerie von Darkest Night (10 Bilder)


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

 

Ist es Darkest Night wirklich wert, bewertet zu werden? Eigentlich nicht, denn inhaltlich ist dieser D-Movie so spannend wie eine Badezimmerfliese, die Schauspieler agieren so professionell wie ein Seifenspender und die Effekte sind schlimmer als ein ranziger Duschabfluss. Die schlechte Möchtegern-Mischung aus Paranormal Activity, Blair Witch Project und R.E.C. hat in meinen Augen nur einen einzigen Nutzen: man kann es im Notfall zum Hochglanz-Toilettenpapier umfunktionieren, oder das Cover umgedreht als Mousepad benutzen!


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