Darkness – Unrated Version

Darkness – Unrated Version

Originaltitel: Darkness
Genre: Horror
Regie: Jaume Balagueró
Hauptdarsteller: Anna Paquin • Lena Olin
Laufzeit: Ca. 103 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 16

Darkness – Unrated Version   01.03.2013 von Tobi

Horrorfilme leben nicht nur von viel Blut und Geschrei, sondern auch von Atmosphäre. Oft sind es unsere eigenen Vorstellungen, die es uns beim Zuschauen eiskalt den Rücken runter laufen lässt. Der spanische Film Darkness aus dem Jahre 2002 erzählt eine recht klassische Spukgeschichte über ein altes Haus, welches ein dunkles Geheimnis birgt. Ob Regisseur Jaume Balagueró, der uns vor allem durch seinen Film [REC] in Erinnerung geblieben ist, hier ebenfalls für Spannung sorgen kann, zeigt der folgende Bericht.

 

Regina, gespielt von Anna Paquin, ist gerade mächtig angepisst. Sie muss zusammen mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder von den USA nach Spanien ziehen. Immerhin lebt dort die Familie ihres Vaters. Sie ziehen in ein altes Haus ein, welches seit mehr als 40 Jahren nicht mehr bewohnt ist. Nach und nach ereignen sich hier merkwürdige Dinge. Das Licht bleibt immer mal wieder weg und die Familie selbst verändert sich. Reginas kleiner Bruder fängt an, unheimliche Bilder zu malen, welche verstörende Szenarien des Todes zeigen. Aber auch ihr Vater verändert sich. Er wird krank und hat immer wieder heftige Wutausbrüche. Irgendwas scheint in der Vergangenheit passiert zu sein, was in Zusammenhang mit ihrer Familie steht. Regina versucht, der Sache auf den Grund zu gehen, aber was sie entdeckt, hätte sie sich niemals träumen lassen.

 

Ja, da ist sie wieder. Die Geschichte über ein altes böse Haus, in dem mal irgendwas passiert ist. Hatten wir das nicht schon mal? Egal dachte sich Regisseur Jaume Balagueró und inszenierte einen recht ordentlichen Gruselstreifen. Leider funktioniert hier nicht allzu viel. Die Geschichte selbst hat keinerlei Neuerung zu bieten und bedient sich bei bereits bekannten Streifen. Herausgekommen ist eine recht interessante Mischung, die aber niemanden vom Hocker haut. Darüber hinaus sind die Schauspieler auch nicht gerade motivierend am Werk. Anna Paquin nervt von der ersten Sekunde an und ihre Eltern agieren so hölzern, dass man denkt, man steht im Wald. Nur Stephen Enquist, der den kleinen Bruder spielt, kann hier überzeugen. Alles andere ist Durschnitt.

 

Leider hat sich bei mir auch nur selten Spannung breitgemacht, denn der Film hat es nicht geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Das ist irgendwie seltsam, da er eigentlich durchweg positive Kritiken bekommt. Das kann ich leider nicht ganz nachvollziehen, da mich das Gezeigte kalt gelassen hat. Das ist natürlich für einen Film, der ohne Blut und Gekröse auskommt, absolut tödlich. Ein paar interessante Passagen gibt es ja, aber das reicht mir hier einfach nicht. Zu schnell wusste ich leider auch, wie das Ganze ausgehen wird, wodurch mein Interesse gegen Ende am Nullpunkt angekommen ist. Das ist sehr schade, denn eigentlich mag ich altmodische Gruselfilme.

 

Bildergalerie von Darkness – Unrated Version (8 Bilder)

Positiv zu erwähnen ist, dass es mit der aktuellen Blu-ray-Veröffentlichung endlich die Unrated Version des Filmes erhältlich ist. Dieses ist gegenüber der damals zensierten Kinofassung um satte 13 Minuten länger und beinhaltet einiges mehr an Handlung und Blut. Die Bildqualität geht in Ordnung, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen. Das Gleiche gilt hier für den Ton, der recht frontlastig daher kommt. Ein bisschen Bonusmaterial ist an Bord und für Interessenten sicherlich einen Blick wert. Ebenso wird dem Käufer auch wieder ein Wendecover spendiert. Alles in allem kann die Veröffentlichung dennoch als gut betrachtet werden.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Beim Einlegen der Blu-ray war meine Vorfreude recht groß, da die Kritiken im Netz durchweg positiv ausfallen. Leider kann ich mich dem nicht anschließen. Der Film ist langweilig und konnte mich kaum unterhalten. Zu trivial war die Story und zu schlicht die Inszenierung. Ich habe mich nicht einmal erschrocken und das erwarte ich nun mal bei einem solchen Film. Dennoch sind die Ansätze des Regisseurs durchaus gelungen und man merkt, dass er bis zu seinem Meisterwerk [REC] viel gelernt hat. Freunde altmodischer Horrorkost können dennoch mal einen Blick wagen, denn vielleicht findet ihr ja Gefallen an der Geschichte. Für mich war es leider nichts. Daher gebe ich nur fünf Punkte.


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