Darkstar One: Broken Alliance

Darkstar One: Broken Alliance

Publisher: Kalypso
Entwicklerstudio: Gaming Minds
Genre: Action
Sub-Genre: Rollenspiel, Action, Simulation
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 17.06.2010
USK 12

Darkstar One: Broken Alliance   13.07.2010 von Panikmike

Der Weltraum… unendliche Weiten, bla bla bla. Nein, hier geht es nicht um Mr. Spock oder Captain Kirk, sondern um eine Umsetzung des erfolgreichen Weltraumshooters von 2005. Kalypso überarbeitete ihr Erfolgskonzept und brachte nun für die Xbox 360 ihre Weltraumsimulation Darkstar One heraus. Ob das Spiel genauso gut ist wie damals auf PC? Lest selbst…

In den 80er Jahren ging es auf dem PC mit Wing Commander und Elite los. Mehrere Teile bescherten uns alten Hasen lange Spielzeit, viele kombinierte Genres und einen Haufen Spaß. Das Publikum, welches am Anfang nur sehr klein war, vergrößerte sich von Jahr zu Jahr. Mittlerweile gibt es unzählige Fans, die stundenlang vor Weltraumsimulationen sitzen. Darkstar One von Kalypso wurde unerwarteterweise 2005 zum Hit und bescherte vielen Spielern jahrelangen Spielspaß. Das ist mitunter einer der Gründe, warum das Spiel nach Jahren erneut im Handel erscheint, jedoch dieses Mal auf der Xbox 360. Kalypso versuchte das gesamte Konzept für die Konsole umzusetzen und schon mal vorweg, es ist ihnen gelungen.

Die Geschichte:

Auch wenn die Geschichte nicht so originell ist, so ist sie trotzdem interessant und gut umgesetzt. Man spielt einen jungen Piloten namens Kayron, der seinen Vater durch einen geheimnisvollen Mord verloren hat. Es gibt kaum eine Spur und der Mörder ist immer noch auf freien Fuß. Die einzige Hinterlassenschaft von Kayrons Vater ist die Darkstar One, ein selbst entworfener Raumgleiter. Da Kayron gerade seine Pilotenausbildung als Geleitschutzjäger absolviert hat, passt es natürlich ideal sich die Darkstar One zu schnappen und den Mörder seines Vaters zu finden. So ist unser Ziel klar definiert: Wir müssen durch die Galaxien reisen, den paar Spuren nachgehen und den Mörder zur Strecke bringen. Doch so einfach wie sich das anhört ist es nicht, denn wir müssen erst mal nach Spuren suchen, um diese dann verfolgen zu können. Doch auf über 300 frei erkundbaren Planetensystemen wird unser Vorhaben nicht gerade einfach.

Der Umfang:
Wenn wir schon mal bei diesem Thema sind… Der Umfang von Darkstar One: Broken Alliance ist gigantisch. Wie ich es oben schon erwähnte, kann man auf über 300 Planetensystemen sein Unwesen treiben. Natürlich sind am Anfang nicht alle freigeschalten, ihr müsst logischerweise in der Geschichte weiterkommen, um auch mehr Möglichkeiten zu bekommen. Doch die Systeme sind nicht alles, was ihr entdecken könnt. Es gibt verschiedene Artefakte, viele Güter mit denen ihr handeln könnt, viele viele Aufträge und mächtige Waffensysteme für euer Schiff. Angefangen von kleinen Lasern bis hin zu mächtigen Wummen ist alles dabei. Aber auch Hilfsmittel wie der automatische Fluglotse sind mit dabei.

Doch um diese Sachen kaufen zu können, braucht ihr Geld. Dieses verdient ihr euch in den verschiedenen Galaxien entweder mit dem Handeln von Waren oder ihr nehmt Aufträge an. Hier könnt ihr differenzieren und eure eigenen Wege gehen, wenn ihr wollt. Man kann auf der guten Seite spielen und Missionen wie einen Begleitschutz von Handelsfrachter, Erzschürfer oder Händler übernehmen, oder aber ihr verdient euer Geld als Pirat bzw. Schmuggler. Welchen Weg ihr einschlagt ist euch überlassen, doch rechnet mit den Konsequenzen!

Gekonnter Genre-Mix

Trotz all dem Handeln, Missionen absolvieren und dem trockenen Ablauf ist das Spiel mehr ein Actionspiel als die restlichen integrierten Genres. Auch wenn ihr eine Begleitschutzmission macht, so wird es selten passieren, dass ihr nichts zu tun habt. Piraten lauern überall und versuchen euch und den wertvollen Frachter zu vernichten. Natürlich gibt es als Gegner nicht nur Piraten oder als Pendant dazu die Cops. Man bekommt auch Besuch von Abgesandten, Rebellen oder eines Vertreters der insgesamt sechs verschiedenen Rassen. Darkstar One ist klar als Actionspiel abzustempeln, aber mit der Prise Rollenspiel und Handelssimulation wird alles ein wenig abgerundet, so dass es selten langweilig wird. Die gute Kombination der Genres wurde exzellent umgesetzt. So kann sich der Spieler jederzeit auch mal mit dem Handeln beschäftigen, ohne viele Angriffe vereiteln zu müssen. Möchte der Actionfreak aber mehr Kämpfe, so soll er die auch bekommen.

Die Steuerung:

Eine der Stärken von Darkstar One liegt klar in der sehr präzisen Steuerung. Schon am Anfang merkt man sehr schnell, dass man selbst in einem dichten Asteroidenfeld zu keiner Zeit die Kontrolle verliert und das Raumschiff schön um die fliegenden Brocken manövrieren kann. Auch wenn das ganze Gamepad belegt ist, so kann man sich alle Steuerungsmöglichkeiten schnell merken und diese dann ausführen. So wurde von den Programmierern alles sehr gut umgesetzt, hier gibt es kein Manko. Vorteilshafterweise gibt es immer und zu jeder Zeit die Möglichkeit, seinen Spielstand auf die Festplatte zu bannen, also ist es egal wo und wann man speichern möchte. Dies ist ein sehr gutes System, welches den fordernden Schwierigkeitsgrad dahingehend unterstützt, dass der Spieler mit weniger Fluchen und Joypad-an-die-Wand-Würfen klar kommt.

Die Grafik und der Sound:

Die Technik von Darkstar One ist gut gelungen, die Grafik ist sehr schön im Science-Fiction-Stil gehalten und kann mit der bunten Grafik zu jeder Zeit überzeugen. Auch die schönen, gut sichtbaren Details sind toll gestaltet worden. Die Musikuntermalung passt ebenso sehr gut zu der Sci-Fi-Stimmung, alles in allem wurden hier die Hausaufgaben gemacht. Ebenso positiv sind die deutschen Bildschirmtexte, die sehr gut übersetzt worden sind. Doch es gibt auch ein paar negative Punkte zu berichten. Der Umfang ist, wie oben beschrieben, ja sehr gut gelungen. Leider wurden hier die Raumstationen außer Acht gelassen. Diese sehen oftmals sehr gleich aus und trüben somit das Gesamtkonzept. Leider ist dies auch im Missonsumfang der Fall, denn die Missionen gleichen auch oft einander, doch das kann man verkraften.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich hatte das PC Spiel damals nicht gespielt, war aber umso gespannter auf die Xbox 360 Umsetzung. Da ich in meiner Jugend viel Wing Commander und auch Elite gespielt hatte, war es wie ein Déjà Vu. Das Spielkonzept ist sehr gut gelungen, die Grafik und der Sound laden Science-Fiction Fans ein, eine lange Spielzeit mit der Darkstar One zu verbringen. Die Geschichte selbst erfindet zwar das Rad nicht neu, aber sie kann sich sehen lassen. Die Gefechte im Weltraum fetzen und großartig ist der Fakt, dass man sich seinen Weg (Gut oder Böse) aussuchen kann. Einzig und allein das Handelssystem ist für mich ein wenig zu unübersichtlich – da hätte ich mir mehr Transparenz erwartet. Alles in allem ist die Umsetzung für die Konsole allerdings gut gelungen, es macht immer wieder Spaß ein neues Planetensystem zu entdecken. Wer das PC Spiel nicht kennt, der sollte zugreifen. Ansonsten kann ich jedem das PC Spiel empfehlen, besonders weil es am Wühltisch für unter 10 Euro zu kaufen ist.


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