Das Bourne Komplott

Das Bourne Komplott

Publisher: Vivendi
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd Person Shooter
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 27.06.2008
USK 18

Das Bourne Komplott    04.07.2008 von Panikmike

Die gesamte Menschheit kennt Jason Bourne. Er ist die Alternative zu James Bond und man kann ihn seit Jahren auf DVD bewundern. Doch jetzt kann man ihn auch verkörpern, denn DAS BOURNE KOMPLOTT ist auf Xbox 360 und Playstation 3 erhältlich.

Wir befinden uns in Frankreich und haben als Missionsziel, O´Connor zu finden und zu vernichten. Im Moment sind wir auf einen kleinen Platz, auf dem sich verschiedene kleine Cafés und viele Menschen wieder finden. Ich gehe erstmal ein wenig in der Gegend herum und staune über die schöne Grafik. Ein paar Meter nach Anfang der Mission erklärt mir meine Konsole, was es mit der Bourne Kraft auf sich hat. Wenn ich im Spiel die Taste „Y“ drücke, sehe ich alles ein wenig verschwommen und meine Wahrnehmung ist schärfer. Somit kann ich wichtige Gegenstände und Personen auf dem Radar erkennen. Apropos Personen, diese sind schön gezeichnet und alle scheinen sehr real. Verschiedene Personen machen unterschiedliche Dinge, ähnlich wie es im echten Leben auch passiert. Und schon kommt die erste Interaktivität, den die Programmierer des Spiels eingebaut haben. Ein Franzose hat einen Fotoapparat in der Hand und gibt gerade Anweisung an zwei Freunde, wie sie sich hinstellen sollen, dass das Foto gut wird. Der Spieler kann nun wie jeder normale Mensch vorbei gehen und nichts wird passieren oder aber er stellt sich einfach zu den Personen dazu damit er mit aufs Foto kommt. Der Fotograf reagiert prompt mit einem „Na hören sie mal“. Der Ideenreichtum und die Umsetzung diesbezüglich sind phänomenal.

Ein paar Meter weiter am Fotografen vorbei hat Bourne schon den ersten Feindkontakt. Nun bekommt man die Steuerung im Kampf erklärt. Drückt man „X“, so führt man einen leichten Schlag aus. Mit der Taste „Y“ teilt der Hauptcharakter schwere Schläge aus und mit „A“ kann man die gegnerischen Angriffe blocken. Auch die Kombination von leichten und schweren Schlägen ist möglich. Also versuche ich gleich mal, den ersten Gegner auszuschalten und bemerke schon beim ersten Kampf, welch eine Geschwindigkeit dahinter steckt. Die Faustkämpfe sind sehr schnell und sehen verdammt realistisch aus. Nachdem ich den ersten Gegner zu Boden gestreckt habe, gehe ich den Gang weiter und komme in eine Bar. Anscheinend gefällt das ein paar Personen überhaupt nicht, denn sie stehen auf und gehen mit einem bösen Blick auf mich zu. Jetzt erklärt mir der Anweiser des Spiels, dass ich meine Wutanzeige aufladen soll und somit einen Takedown machen kann. Dieser ist eine nette Animation und zugleich ein effektives Mittel, um Gegner auszuschalten. Mein erster Takedown ist nett anzusehen, denn Bourne schlägt seinen Kontrahenten mit dem Kopf in eine Jukebox. Das war´s dann und ich kann mich dem nächsten Gegner zuwenden. Ich merke schnell, dass das Spiel ohne diese Takedowns nicht einfach sein wird.

Kurze Zeit später kommt auch schon der erste Endgegner ins Spiel. Ich werde im Spiel darauf hingewiesen, dass ich diesen Gegner mit verschiedenen Kombinationen fertig machen soll, da dies ein schwerer Gegner ist und sehr viel normale Schläge abblocken wird. Okay, dann mach ich das doch mal. Der Kampf dauert nun schon etwas länger, da der Gegner sehr zäh ist. Mitten unter dem Kampf gibt es, wie bei vielen aktuellen Spielen, Quicktime Sequenzen. Der Spieler muss zur richtigen Zeit einen Knopf drücken, um den Gegner eine einzuschenken. Trifft der den Button innerhalb der Zeitgrenze nicht, oder er erwischt den falschen Knopf, so schlägt der Gegner auf Bourne. Erwischt man ihn zur rechten Zeit, so macht Bourne einen gekonnten Schlag auf den Bösewicht. Nach einigen Quicktime Sequenzen und diverser Schläge besiege ich O´Connor und der Level ist vorbei.

Piep, ein Erfolg ist frei geschaltet. Den hab ich bekommen, weil ich den ersten Level geschafft habe. Die Gamerscore sind hier sehr fair und auch jederzeit im Spiel einsehbar. Somit weiß der Spieler genau, wie viele Gegner er zum Beispiel mit Takedowns noch besiegen muss, um weitere Erfolge zu bekommen. Das System ist super, da sollten sich die anderen Hersteller mal eine Scheibe abschneiden und es in Zukunft auch so machen.

Die Story
Auf diesen Punkt geh ich nur kurz ein, da ich euch ja nicht allzu viel verraten möchte. Die Geschichte von „Das Bourne Komplott“ siedelt sich irgendwo zwischen den Büchern und den Filmen an. Man erfährt jede Menge Dinge, die der Film nicht Preis gab, aber das Spiel ist keine Umsetzung der Trilogie. Die Programmierer wollten eine Kombination aus Film und Buch und haben natürlich auch ihre eigenen Ideen mit eingebaut. Das Ergebnis ist eine solide Story basierend auf den Charakter „Jason Bourne“.

Die Grafik
Wie schon oben beschrieben ist sie teilweise nur noch zum staunen. Alleine schon die Cafés im ersten Level sehen super aus, nicht zu vergessen der Hafen am Ende des Levels. Hier haben die Programmierer von High Moon sehr viel Arbeit rein gesteckt. Viele Areale des gesamten Spiels sehen sehr echt aus und man merkt, dass mit den aktuellen Spielen noch viel aus der Konsole rauszuholen ist. Die Kämpfe sehen sehr realistisch aus und kommen unglaublich gut rüber. Sie sind schnell, die Bewegungen sind sehr sanft und es kommt in keiner Lage zu Grafikfehlern oder Rucklern. So soll es sein!

Der Sound
Die Soundeffekte sind sehr passend und gut umgesetzt, Die Gegner stöhnen, schreien und die Synchronisation ist Hollywood reif. Die Hintergrundgeräusche fallen kaum auf, passen aber in jedem Level gut zum kompletten Umfeld. Unter den Missionen hört man auch theatralische Musik. Durch diese ist man noch näher am Geschehen und kann sich noch besser in den Held einfühlen.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Also ich muss schon sagen, ich war von Anfang an begeistert. Die Grafik ist super, der Sound und die Musik passen sehr gut zum Spiel und es macht richtig Spaß. Die Kämpfe sehen grandios aus und man kommt sich ein wenig vor wie bei Fightclub. So soll es sein! Die Story wird sehr schön erzählt, die Bosskämpfe sind fair und das ganze Spiel ist rund um gut gelungen. Die einzigen zwei Mankos in meinen Augen sind die kurze Spielzeit und das schlechte Zielsystem bei den Fernwaffen. Wer dies außer Acht lassen kann, betritt bei DAS BOURNE KOMPLOTT eine neue Ära.


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Unglaublich realistische Kämpfe
  • Spitzen Grafik
  • Sehr schöne Story mit tollen Zwischensequenzen
  • Actionreiche Bosskämpfe
  • Abwechslungsreiche Levels
  • Zu kurz
  • Teilweise hängt der Charakter in Gegenstände fest
  • Schlechtes Zielsystem bei Schusswaffen
  • Kaum Abwechslung bei den Schlagkombinationen





Kommentare[X]

[X] schließen