Das Geheimnis der zwei Schwestern

Das Geheimnis der zwei Schwestern

Originaltitel: Planetarium
Genre: Drama • Mystery
Regie: Rebecca Zlotowski
Hauptdarsteller: Natalie Portman • Lily-Rose Depp
Laufzeit: DVD (101 Min) • BD (105 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 12

Das Geheimnis der zwei Schwestern   30.05.2018 von MarS

Die interessantesten Geschichten schreibt oftmals das Leben selbst. Auch die französische Regisseurin Rebecca Zlotowski ließ sich für ihr eigenes Drehbuch zu Das Geheimnis der zwei Schwestern (OT: Planetarium) von wahren Begebenheiten inspirieren. Doch was erwartet uns tatsächlich in diesem Film?

 

Inhalt

 

Die 30er Jahre in Paris. Während das Land sich unaufhaltsam dem Zweiten Weltkrieg nähert, begeistern die Barlowe-Schwestern (Natalie Portman, Lily-Rose Depp) die Menschen mit ihren spirituellen Sitzungen, in denen sie Kontakt mit den Toten aufnehmen. Zunächst skeptisch werden die Beiden von dem visionären Filmproduzenten André Korben für eine Privatsitzung in sein Haus eingeladen, wo sie ihn tatsächlich von ihren Fähigkeiten überzeugen können. Fasziniert von den Kräften überredet Korben sie dazu, gemeinsam mit ihm einen Film zu drehen, nicht nur um die Barlowe-Schwestern weltberühmt zu machen, sondern den Menschen zu zeigen, dass Übernatürliches tatsächlich existiert. Doch trotz Korbens Überzeugung gibt es immer noch viele Zweifler...

 

Was will uns dieser Film sagen? Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung. Das Geheimnis der zwei Schwestern wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Das Mystery-Drama, wenn es denn überhaupt tatsächlich eines ist, verbindet eine Vielzahl an Storylines, Handlungsebenen und Filmgenres, wobei es dem ganzen Konstrukt zu keinem Zeitpunkt gelingt, sich für eine Richtung zu entscheiden. Vorkriegsdrama mit unterschwelligem Rassismus, Mysterydrama um die Frage nach Wahrheit oder falschem Spiel, aber auch kritischer Blick auf das Filmgeschäft zählen zu den Elementen, die hier miteinander vermengt werden. Die Erzählung ist sprunghaft, der Stil sehr ruhig und dialogorientiert, doch so richtig zusammenpassen will das Alles am Ende nicht. Keine Frage, die Ausstattung sowie die Kostüme und auch die handwerkliche Arbeit sind hervorragend. Auch die Arbeit der Darsteller kann sich sehen lassen, denn obwohl man eigentlich nicht versteht, um was es eigentlich gerade geht, so versucht man doch, den Figuren zu folgen, um vielleicht doch noch einen Sinn zu entdecken. Im Film fragt der Regisseur noch in der Anfangsphase seine Geldgeber, warum die französischen Filme weniger erfolgreich sind als die amerikanischen, und Das Geheimnis der zwei Schwestern will wohl die Antwort darauf geben, wieso es in den 30er Jahren so gewesen ist. 

 

Bildergalerie von Das Geheimnis der zwei Schwestern (7 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Technisch ist die Blu-ray absolut überzeugend ausgefallen. Das Bild ist sehr scharf und steckt voller Details, während die kräftige, natürliche Farbgebung sowie das ausgewogene Kontrastverhältnis alles ins rechte Licht rücken. Der Schwarzwert ist satt, ohne Details zu verschlucken. Trotz des vorwiegend dialogorientierten Ablaufs zeichnet sich der Ton durch eine gute Dynamik sowie kräftige Abmischung aus. Der schöne Soundtrack verteilt sich weitläufig im Raum, während immer wieder auch die umliegenden Boxenbereiche für gezielte Surroundeffekte eingesetzt werden.


Das Fazit von: MarS

MarS

Das Geheimnis der zwei Schwestern liefert ein wirres Konstrukt aus diversen Inhalten und genreübergreifenden Elementen, das zu keinem Zeitpunkt ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Die aufgeworfenen Fragen beim Zuschauer häufen sich über die Laufzeit zu einem riesigen Fragezeichen, welches letztendlich auch den Abspann überdauert. Was Das Geheimnis der zwei Schwestern am Ende eigentlich sagen will, das bleibt unklar. Wären da nicht die tolle Ausstattung und die ansprechend agierenden Darsteller, würde man dieses konfuse Werk wohl nicht bis zum Ende verfolgen - die erhofften Antworten bleiben auch dann aber aus. 


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