Das Nilpferd in der Achterbahn

Das Nilpferd in der Achterbahn

Genre: Partyspiel
Autor: Heiner Wöhning, Bertram Kaes
Illustrator: Wilfried Gebhard
Spieleverlag: Ravensburger
Empfohlenes Alter: 12-99
Spieldauer: 50 Minuten
Anzahl Spieler: 3-6

Das Nilpferd in der Achterbahn   26.11.2017 von Dante

Dante hat sich in den Spieleschränken der Redakteure mal umgesehen und dort einige alte Schätze zu Tage gefördert. Heute hat er das 1988 erschienene Partyspiel „Das Nilpferd in der Achterbahn“ in der Hand. Wird es nach fast 30 Jahren immer noch mit aktuellen Spielen mithalten können?

 

Verpackung

 

Trotz ihres hohen Alters ist die Verpackung noch sehr gut in Schuss. Panikmike, aus dessen Schrank das Spiel stammt, scheint recht ordentlich damit umgegangen zu sein. Nur an einer Ecke der rechteckigen, flachen Verpackung löst sich etwas der Kleber des Aufdrucks.  Die Verpackung macht immer noch einen sehr soliden Eindruck. Im Inneren befindet sich eine große Plastikeinlage mit zwölf Sortierplätzen für Spielkarten sowie Aussparungen für die Nilpferd-Spielfiguren und die Sanduhr. Die Nilpferde sind aus Holz gefertigt und farbig bemalt. Für das große, faltbare Spielbrett ist auf der Plastikeinlage passend Platz. So wird der Raum perfekt genutzt und man hat kein Spielmaterial im Karton umherfliegen. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es allerdings doch, der aber von mir eher als Spaß zu betrachten ist: Die beiliegende Knetmasse war zwar noch zu gebrauchen, allerdings stank sie erbärmlich, sodass ich sie entsorgen musste.

 

Anleitung

 

Im handlichen Format DIN A5, zwölf Seiten lang und in schwarz-weiß gedruckt kommt die Anleitung daher. Sie ist sehr übersichtlich, beinhaltet viele Bilder und ist in gut verständlichem Deutsch geschrieben. Die alte Rechtschreibung tut dem Ganzen keinen Abbruch, gut lesen lässt sie sich alle Male. Durch viele Bilder und Beispiele bleiben keine Fragen bezüglich des Spielablaufs offen. So kann man sich schnell in das Geschehen stürzen.    

 

Aufbau

 

Spielplan auffalten, Nilpferd aussuchen und es kann schon fast losgehen. Lediglich die drei verschiedenen Kartentypen Aktion, Ereignis I und Ereignis II müssen voneinander getrennt und jeweils gemischt werden. Durch den Sortierschuber im Karton ist dies sehr schnell erledigt. Anschließend noch die Sanduhr aufstellen und jedem Mitspieler einen grünen Futter-Chip geben. Alles in Allem dauert der Aufbau nur wenige Minuten, je nachdem wer gerade die Karten mischt.

 

Spielablauf

 

Der kleinste Spieler darf anfangen. Dazu würfelt er einmal mit dem Figurenwürfel und bewegt seine Spielfigur auf das angezeigte Feld. Zur Auswahl stehen Banane, Nilpferd, Badewanne, Schwein, Schuh und ein Gipsfuß. Bei Letzterem muss der Spieler stehen bleiben. Wird hingegen das Nilpferd gewürfelt, darf sofort auf das nächste Aktionsfeldfeld gerückt werden. Ansonsten landet man auf diesen Feldern, wenn man bis zu einem Symbol dahinter vorrücken müsste. Die Aktionsfelder fungieren dabei quasi als Stoppschild. Doch anders als bei einem Stoppschild, an dem man warten muss und nichts passiert, geht hier der Spaß erst los. Zuerst zieht man eine Aktionskarte. Auf dieser steht eine Kategorie, zu der man sich dann ein passendes Wort ausdenkt. Nun gilt es zu prüfen wie man das Ganze vortragen darf. Das steht auf dem Feld, auf dem man gerade steht. Ist dort ein Mund abgebildet, muss man das Wort umschreiben. Bei einem Clownsgesicht muss man es pantomimisch vortragen. Bei einem Feld mit zwei Händen und der Knetmasse muss man es aus Knete modellieren und beim Ohr muss man den Mitspielern sein Wort durch ein Geräusch erklären. So kann man zum Beispiel bei der Kategorie „berühmte Persönlichkeit“ Chewbacca wählen und bei dem Geräuschfeld einfach brüllen, falls man es kann. Dafür hat man Zeit, bis die Sanduhr abgelaufen ist. Errät einer der Mitspieler das gesuchte Wort bevor die Zeit abläuft, darf dieser sich einen Futterchip aus dem Vorrat nehmen und man selbst darf auf das nächste Sofafeld weiterziehen. Kommt keiner auf die Lösung, muss man auf dem Feld verharren, bis man es in der nächsten Runde nochmals versuchen darf. Als Alternative kann man sich mit zwei Futterchips freikaufen und dafür auf das Sofa vorrücken. Neben den bereits beschriebenen Aktionsfeldern gibt es noch andere mit Ausrufezeichen. An diesen muss man die Ereigniskarten I und II ziehen und nacheinander laut vorlesen. Die so entstandene Aufgabe muss man nun versuchen zu lösen. Schafft man das,  darf man weiter vorrücken. Falls nicht, muss man es in der nächsten Runde nochmals versuchen. Das gleiche gilt auch bei nicht erfüllbaren Aufgaben. Ebenfalls auf dem Spielplan befinden sich Fragezeichenfelder, die funktionieren wie die Ausrufezeichen, nur bekommt man beim Erfüllen einen Futterchip geschenkt und beim Versagen darf man trotzdem weiter auf das nächste Sofa. Die Ereigniskarte I ist dabei die Aufgabe, die erfüllt werden muss, wo hingegen die Ereigniskarte II die Bedingung darstellt. So können Aufgaben zustande kommen wie „Gurgel eines der aufgelisteten Wörter... …wenn heute Wochenende ist.“ Gerade bei dieser Aufgabe empfehle ich einen Regenschirm am Tisch, sowie ein Handtuch und Wechselklamotten.

 

Spielziel

 

Gewonnen hat, wer als erstes mit seinem Nilpferd über die Ziellinie kommt. Das ist bei diesem Spiel allerdings total nebensächlich, da man einfach viel zu viel Spaß hat. So liegt der Fokus nicht beim Gewinnen, sondern in der Unterhaltung, die einem auf jeden Fall geboten wird.

 

Bildergalerie von Das Nilpferd in der Achterbahn (13 Bilder)

Inhalt

 

  • 1 Spielplan
  • 6 Spielfiguren
  • 16 Aktionskarten
  • 62 Ereigniskarten I
  • 53 Ereigniskarten II
  • 9 Leerkarten für eigene Ideen
  • 1 Figurenwürfel
  • 1 Beutel Chips
  • 1 Stange Knete
  • 1 Sanduhr

Das Fazit von: Dante

Dante

Ich bin begeistert über die Qualität des Spiels, es hat die Jahre fast unbeschadet überstanden. Die Sortiermöglichkeiten und Raumnutzung im Karton sucht man bei vielen Spielen heutzutage vergebens. Die Knete war mein einziger Kritikpunkt, da lässt sich aber nach fast 30 Jahren durchaus mal eine neue anschaffen. Durch die gut geschriebene Anleitung ist der Spielablauf schnell erklärt. Da es kaum komplexe Regeln gibt, kommt schon beim ersten Mal ein sehr guter Spielfluss zustande - eine Eigenschaft die ich sehr zu schätzen weiß. Das Spiel ist sehr schnell spielbereit, in zwei Minuten ist alles aufgebaut und man kann loslegen. Das Spielprinzip ist einfach und zeitlos, was es damals wie heute zu einem klasse Spiel macht. Wir hatten beim Spielen eine Menge Spaß und werden diesen Klassiker wohl noch häufiger auspacken. Somit hat das Spiel für mich volle 10 von 10 Punkte verdient.    


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