Das schnelle Geld - Film Review

Das schnelle Geld - Film Review

Originaltitel: Two for the Money
Genre: Thriller
Regie: D. J. Caruso
Hauptdarsteller: Al Pacino
FSK 18

Das schnelle Geld - Film Review   08.11.2018 von CommercialJoe

Wer sich einen gemütlichen Filmabend auf der Couch gönnen möchte, dem sei der Film „Das schnelle Geld“ von D. J. Caruso wärmstens ans Herz gelegt. Der Film zeigt neben einen sehr eindrucksvollen Handlung auch zwei gute Schauspieler in absoluter Bestform. In „Das schnelle Geld“ überzeugen sowohl Al Pacino wie auch Matthew McConaughey als sehr ungleiches Paar, das sich in etwa 122 Minuten Spielfilmlänge durch sehr unterschiedliche und zum Teil sehr bizarre Szenen kämpft. Bevor wir uns dem Review nähern, sollten wir uns einmal die Handlung des Films etwas näher ansehen. Worum geht es in dem Film?


Das schnelle Geld - Film Review Randon Lang (gespielt von Matthew McConaughey) spiel einen früheren College-Football-Star, der nach einer Verletzung seine Karriere beenden musste. Jetzt hat der beruflich umgesattelt und damit auch neue berufliche Ziele ins Auge gefasst. Er nimmt nun neue Talente ins Auge und ist bei der Tätigkeit auch ziemlich erfolgreich. So kommt es, dass dieser erfolgreiche Zug auch anderen Menschen auffällt. Einer dieser Menschen ist Walter Abrams. Er arbeitet bei einem der größten Sportberatungsunternehmen in den Vereinigten Staaten. Walter nimmt Brandon unter seine Fittiche und schon bald verdienen sie gewaltige Summen an Kohle. Es ist eine perfekte Kombination zwischen den beiden Bereichen, denn einerseit bringt Randon Lang das Wissen um das strategische Spiel mit und kann dies dank seiner Erfahrung auch gut einbringen, andererseits hat Abrams die Kontakte zu den Medien, die natürlich für den Erfolg auch eine große Rolle spielen. Langs profundes Wissen über das Spiel, die Ligen und Spieler bringt große Gewinne.

 

Die Dinge verlaufen eine Zeit lang sehr profund aber nach einer gewissen Zeit verändern sich die Umstände gewaltig.

 

Insbesondere Lang beginnt dabei unfair zu spielen und vergisst laut Ansicht seines Gegenübers auch darauf, seine Hausaufgaben zu machen. Er verliert seine Bodenständigkeit und die Berührung zur Realität und wird sogar körperlich mit Schlägern durch einen Spieler angegriffen, der nach Langs Rat sehr viel Geld verloren hat. Abrams und Langs einstmals feste Beziehung scheint dabei auch dem Ende nahezustehen. Lang hat aber auch eine besondere Eigenschaft, denn er kann mit einer erstaunlichen Treffsicherheit die Ergebnisse der Spiele vorhersagen. Beim letzten Spiel geht es sogar um Millionen an Gewinnen. Als er seinen letzten Einsatz bei einem Spiel setzt, stehen Millionen von Dollar auf dem Spiel Leider ist Abrams auch ein nicht gerade sehr glücklicher spielsüchtiger Spieler und verfällt noch weiter dem Alkohol. Seine psychische Lage wird dadurch auch immer instabiler. Er fängt heimlich an, sein ganzes Geld auf Langs Picks zu wetten und wird misstrauisch, dass Lang eine Affäre mit seiner Frau hat. Der Film endet damit, dass Langs Vorhersagen für das letzte Spiel stimmen. Er meinte, dass er das Ergebnis für das Spiel angeblich durch Münzwurf in seinem Badezimmer gezeigt bekommen hatte. Er verlässt New York verlässt und nimmt dann eine Stelle als Trainer einer Junioren-Fußballmannschaft an. Dies wäre zur Handlung zu sagen, damit Sie als Leser und Leserin auch eine Ahnung haben, wovon wir sprechen. Was abseits der wirklich sehr interessanten Handlung hier auch noch sehr klassisch auffällt, ist die schauspielerische Leistung. Hier ist natürlich in erster Linie Al Pacino hervorzuheben. Er gilt ja auch als absoluter Veteran im Geschäft und daher überrascht es auch auch nicht soderlich. Man kann in dem Film auch sehr gut sehen, wie Al Pacino eine tolle Zeit als Schauspieler hat. Er spielt mit Leichtigkeit und absoluter Professionalität.

 

Mit nun etwa 70 Jahren ist er in einer gut geschriebenen Rolle angelangt und kann sich darin sehr gut verwirklichen.

 

Al Pacino überzeugt nicht nur in dieser Rolle, aber gerade diese Rolle zeigt sich als Maßstab für viele andere Filme, in denen er mitgespielt hat. Man kann auch einen gewissen Lernprozess sehen und daran erkennt man auch sehr deutlich, dass sich durch die verschiedenen anderen Rollen aus der Vergangenheit ein neues Rollenverständnis einstudiert hat. Wenn man Al Pacino zum Beispiel aus der Zeit von „der Pate“ her kennt und die aktuellen Rollen hernimmt und vergleicht, dann wird man zum Teil auch sehr eklatante Unterschiede erkennen können. Insbesondere hat sich das Rollenbild auch in den Film „Das schnelle Geld“ von D. J. Caruso sehr gut eingegliedert. Dieser Verlauf ist aber schrittweise ergangen, denn mit seinen letzten Rollen in "Insomnia", "Leute, die ich kenne", "Angels in America" und "The Merchant of Venice" konnte Al Pacino schon ein ähnliches Rollenbild sehr glaubhaft übernehmen. Mit seiner Rolle in dem Film „Das schnelle Geld“ von D. J. Caruson hat er aber seine bisher beste Leistung abgegeben. Der Film ist mit absoluter Spannung umgeben. Viele seiner Rollen und insbesondere die Rolle in diesem Film erinnert auch an den legendären George C. Scott (wer ihn nicht kennt, sollte ihn bitte googlen – es würde einfach einen weiteren Artikel benötigen, um diese Legende zu beschreiben). George C. Scott pflegte zu sagen, wenn ein guter Schauspieler in der richtigen Rolle war, konnte man die Freude der Aufführung spüren. Pacino hat Momente, in denen er in diesem Film gerade das macht. Neben Al Pacino überzeugen aber auch noch die anderen Darsteller. Insbesondere Matthew McConaughey ist hier hervorzuheben. Als im Jahr 2005 der Film entstanden ist, kannte man Matthew McConaughey noch nicht so gut wie heute. Damals konnte er erst seine erste große Leistung in dem Film „Wedding Crashers“ neben Owen Wilson sehen und er war aber noch in einer eher kleinen Nebenrolle zu sehen. Erst viel später wurde Matthew McConaughey dann einem größeren Publikum in Rollen wie „the hangover“ bekannt.

 

Was Matthew McConaughey aber mit der Rolle in diesem Film erreichen konnte, war ebenso nicht zu verachten.

 

Vor allem konnte er dem Publikum zeigen, was in ihm steckt und welche Leistungen er auf einer schauspielerischen Ebene sofort abrufen konnte. Auch die schauspielerische Leistung von Rene Russo war nicht zu verachten. Insgesamt erscheinen die drei Schauspieler hier auch als absolutes Traumteam, welches sich auch wunderbar in einem Film mit drei gut geschriebenen und voll funktionsfähigen Rollen einfügen können vor allem aber ihre Charaktere sind von Natur aus geschlossen. Natürlich kann man auch an der einen oder anderen Seite Kritik üben. Hinsichtlich der schauspielerischen Leistung gibt es auch keine Kritik zu üben. Dies lässt sich auch anhand vieler anderer Bewertungen ableiten, die man sonst im Internet sehr leicht finden kann. Woran man vielleicht etwas Kritik üben kann, das ist die Handlung. Dies ist aber auch nur eingeschränkt möglich, da die Handlung insgesamt als sehr schlüssig und verständlich darzustellen ist. Lediglich die Art von Walters Operation ist etwas schwer zu verstehen, vielleicht sogar für Walter selbst. Es scheint, dass seine Büros und sein Haus im gleichen Gebäude liegen. Im Erdgeschoss hat er Gäste, die Hotlines haben, wo man nur zwanzig Dollar bezahlt und sich für die Wochenendwetten entscheidet. Im zweiten Stock ist es ein größeres Geschäft. Für den besten Rat wird erwartet, dass Spieler einen bestimmten Prozentsatz dessen bezahlen, was sie von ihren Buchmachern erhalten. Auf diese Art und Weise bricht Walter das Gesetz aus technischer Sicht nicht: Er nimmt keine Wetten an. Dies schließt sich an die doch nicht sehr einheitliche juristische Auffassung der Wettgeschäfte allgemeiner Natur in den USA an. Dies ist nicht ganz so leicht zu verstehen und kann sich durchaus auch als kritischer Beitrag zur aktuellen Diskussion sehen lassen. So gesehen mag dies auch absichtlich in den Film integriert worden sein, damit der Zuseher beginnt, über diese Dinge nachzudenken.




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