Dead Space

Dead Space

Publisher: Electronic Arts
Entwicklerstudio: -
Genre: Horror Shooter
Art: -
Erscheinungsdatum: 23.10.2008
USK 18

Dead Space   17.02.2009 von xXMaNu3lXx

Ganz nach dem Motto „Im Weltall hört dich keiner schreien“ startet der Horror-Shooter Dead Space mit einer zu Anfang routinemäßigen Weltraummission. Die USG Ishimura, das größte Raumschiff für interplanetare Rohstoffförderung, reagiert nicht mehr auf Funksprüche. Issac Clark, seines Zeichens Reparaturexperte, macht sich mit seiner Crew auf den Weg. Das „Horror-Geschnetzel“ setzt nahtlos da an, wo der gleichnamig animierte Film aufgehört hat. In der Anfangssequenz, in sehr stimmungsvoller Spielgrafik, dockt Isaac Clark mit seiner Crew an der USG Ishimura an. An Board angekommen ist nach kurzer Zeit klar, dass hier etwas nicht stimmen kann. Die gesamte Besatzung ist entweder verschwunden, getötet, blutrünstig ermordet worden – oder sogar noch Schlimmeres. Plötzlich wird bei der Überprüfung des ersten Raums ein Teil des Teams von einem mutierten Crewmitglied angegriffen und Isaac muss hilflos zusehen wie ein Mitglied hingerichtet wird.

 

Ab diesem Moment ist Clark klar, dass es ihm nicht mehr um das Reparieren des Raumschiffs geht, sondern vielmehr um das blanke Überleben. Aus einem Lüftungsschacht kriecht ebenfalls ein Mutant heraus und ihr müsst, völlig unbewaffnet, vor dem angreifenden Zombie um euer Leben rennen. Am Ende des langen schmalen Ganges, der keine Ausweichmöglichkeiten zulässt, seht ihr die Rettung – einen Fahrstuhl!! Hechelnd rennt ihr hinein und drückt hastig den Schalter. Die Tür des Fahrstuhls schließt sich und ihr fühlt euch erst einmal in Sicherheit und könnt kurz durchatmen. Doch was ist das? Der Aufzug bewegt sich kein Stück und die Kreatur versucht in das Innere des Aufzugs zu gelangen. Plötzlich wird die Fahrstuhltür zum Teil aufgerissen und mit atemberaubenden Soundeffekten rutscht das Herz in die Hose! Ihr versucht euch das mutierte Crewmitglied vom Leibe zu halten und „FLATSCH“ – die Tür knallt zu und der Oberkörper des Ungetüms fällt euch vor die Füße! Es geht in das Untergeschoss – erst einmal geschafft…

 

Dead Space bietet in meinen Augen den seit langem besten Sound, den ich in Computerspielen gehört habe. Teilweise sogar besser als jeder Horror Film. Außerdem verzichteten die Entwickler von EA auf das „überflüssige“ Interface. Stattdessen sind wichtige Informationen, wie zum Beispiel Lebens- oder Munitionsanzeige an, bzw. neben der Spielfigur Isaac Clark untergebracht. Des Weiteren wurden alle Fenster, die den Spieler aus dem Spielgeschehen reissen könnten, als Hologramm direkt im Spiel integriert. Somit verliert man seine Figur und Spielumgebung nicht aus dem Auge. Denn man weiß nie, wann das nächste Ungetüm auftaucht und den Reparaturexperten „zum Fressen“ gern hat! Das nicht vorhandene Interface hat den positiven Nebeneffekt, dass nicht unnötig Atmosphäre des sehr gut inszenierten Horror-Szenarios verloren geht. Dead Space bedient sich aus den Funk und Fernsehen bekannten Horror-Effekten: Gänge sind immer ein wenig zu dunkel, verbleibende Lampen flackern bedrohlich und stets ist ein entferntes Kreischen oder Schaben zu hören. Man kommt auf der Ishimura sehr selten aus dem Schwitzen heraus.

Die Intelligenz der Gegner ist weitestgehend solide und sie verhalten sich „realistisch“, wenn man das bei Mutanten und Zombies aus dem Weltraum überhaupt sagen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass an einigen Stellen im Spiel keine Gravitation vorhanden ist und die Gegner von allen Seiten kommen können. Dies haben die Entwickler aber gut gelöst, da Isaac mit einem Tastendruck beliebig im Raum „herumfliegen“ kann. Dank seiner Spezialstiefel verliert er trotzdem nicht die Bodenhaftung. In solchen Fällen heißt es wachsam sein und Begriffe wie oben oder unten bekommen ganz neue Bedeutungen.

Abgesehen von Waffengewalt und beherzten Tritten auf kreuchend-fleuchende Monster besitzt Clark zwei weitere Fähigkeiten, die direkt aus dem Star Wars Universum stammen könnten. Mit dem Stase-Generator könnt ihr Gegner oder Gegenstände verlangsamen, mittels Kinese lässt der Spieler die Einrichtung der Ishimura durch die Luft schweben und löst so auch das eine oder andere Rätsel im Spiel. Auch beim Level-Design bemüht sich Dead Space, nicht nur eintönige Gänge und Hallen dem Spieler vorzusetzen. Und muss der Ingenieur auch noch ins Vakuum und die Sauerstoffreserven neigen sich dem Ende zu, ist das Bekämpfen der Monster oft das kleinste Übel. Das Waffensortiment bei Dead Space ist zwar auf 4 Slots im Inventar begrenzt, passt aber zur ungewöhnlichen Art der Monsterhatz. Das Impulsgewehr und der Flammenwerfer werden mit kleinem Getier fertig und der Plasmacutter säbelt sich zuverlässig durch Fangarme und Stacheln. Außerdem ist die Strahlenkanone, die im zweiten Feuermodus mit einer zeitgesteuerten Mine ausgestattet ist, sehr nützlich für hartgesottene Gegner, da die Mine am Ziel haftet und mit einem großen Explosionsradius detoniert. Zu den futuristischsten Waffen zählen die Energie- und Laserkanone. Die Energiekanone löst eine extrem starke Druckwelle aus, die die meisten Gegner ausschaltet und andere wegschleudert, so dass sie sehr gut für aufdringliche Monster geeignet ist. Die zweite Kanone hingegen feuert einen nicht so breiten, jedoch extrem starken Laserstrahl ab, die sogar die härtesten Endgegner im Spiel umhaut.

Zum Schluss stelle ich euch noch den Ripper vor. Dieses kleine Schmuckstück schießt kleine Sägeblätter, welche für eine kurze Zeit vor Euch schweben und Ihr so gezielt Körperteile abschneiden könnt. Die genannten Waffen könnt ihr des Weiteren verstärken und ausbauen. Im Spiel werdet ihr immer wieder so genannte Energie-Knoten finden, die Ihr an einer Arbeitsbank in Upgrades eintauschen könnt. Die Waffenauswahl und der Ingame-Store, in dem ihr euch mit neuer Munition und Gegenständen ausstatten könnt, stellt euch viel Raum für strategische Entscheidungen zur Verfügung und verspricht viel Spass!

Zu den Versionen ist abschließend zu sagen, dass bei der deutschen Fassung keine Abstriche gemacht wurden – sie ist also völlig unzensiert. Mit der teils massiven Gewaltdarstellung hat der Shooter aber zu Recht keine Jugendfreigabe erhalten.


Das Fazit von: xXMaNu3lXx

xXMaNu3lXx

Ich finde Dead Space ist ein abwechslungsreicher, sehr atmosphärischer und mit atemberaubender Grafik stimmungsvoller Horror-Shooter. Mit dem gut gelösten Interface und dem genial gelungenen Sound hat der Titel mich stundenlang an den Bildschirm gefesselt. In Sachen Horroreffekte setzt Electronic Arts ebenfalls neue Maßstäbe. Dead Space spielt sich in vielerlei Hinsicht erfrischend und etwas anders als die meisten Shooter, indem nicht Monstermassen und Überwaffen dominieren, sondern fesselnde Duelle mit taktischem Anspruch. Wer Shooter wie F.E.A.R. gewöhnt ist und das „gewisse Etwas“ vermisst hat bzw. bei wem sich die Nackenhaare nicht aufgestellt haben, sollte auf jeden Fall zugreifen. Für meinen Geschmack kann ich den Titel nur weiter empfehlen und bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!


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positiv negativ
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  • Zeitgemäße Grafik
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  • Mäßiger Wiederspielwert, trotz Waffenupgrades
  • Das Gefühl für die Größe der Ishimura fehlt
  • Zu wenig Geld, um alle Waffen und Upgrades auszuprobieren





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