Wir schreiben das Jahr 1871. Nein, damit wollen wir nicht auf die Reichsgründung Deutschlands abzielen, sondern vielmehr auf unseren neuesten Testbericht zum Titel „Der Fluch der Osterinsel“ aus dem Hause Independent Arts. Mit "klingt lustig, ist lustig" könnte man das Spiel zusammenfassen, doch wir sind natürlich nicht so einfältig und fühlen der deutschen Produktion und dem Nachfolger von "Die Krone des Midas" ein wenig näher auf den Zahn.
Die Geschichte oder auch Handlung
Wie eben schon angemerkt, siedelt sich der Beginn des Titels um das Jahr 1871 an. Auf dem Schiff Olga, welches unterwegs nach Papua-Neuguinea ist, gesellt sich ein mysteriöser Passagier unter die Gäste. Dieser trägt permanent eine Kiste bei sich, die keinem anderen in die Hände fallen soll, denn laut seiner Aussage sei sie verflucht. Schlussendlich bewahrheitet sich dies wohl, denn das Schiff geht samt Kiste und sämtlicher Passagiere, mit Ausnahme des mysteriösen Mannes und des Kapitäns, unter.
Genug der Einführung. Nun wechselt das Spiel in die Gegenwart und ihr schlüpft in die Rolle des Protagonisten Stephan. Dieser hat kurz nach dem Ende der Handlung des Vorgängers Ethnologie studiert und arbeitet bei einem hiesigen Museum. Nicht zu wissen was Ethnologie ist, ist übrigens ganz und gar nicht peinlich. Mit einem Anruf des Museumsdirektors Keldermann werden beide Handlungsstränge gekonnt verknüpft. Dieser hat nämlich das Haus des verstorbenen Kapitäns gekauft und hofft somit die untergegangene Kiste zu finden. Natürlich beauftragt er niemand geringeren als euch mit dieser wichtigen Aufgabe.

Laut sicheren Quellen soll die Kiste die 26. Rongorongo Tafel beinhalten. Bereits 25 wurden geborgen, doch für eine vollständige Übersetzung ist die 26. und damit wichtigste Tafel vonnöten. Fest entschlossen das Rätsel zu lösen sagt ihr zu, doch ganz gemeinnützig handelt ihr hierbei nicht. Denn eure Ex-Freundin, die schöne Jessica, wird mit an dem Projekt arbeiten und ihr hofft immer noch auf ein Happy End
Im Laufe der Handlung wird das jedoch euer geringstes Problem sein, denn unzählige mysteriöse Gestalten und Bösewichte versuchen alles um den Erfolg eures Projektes zu verhindern und selbst an die letzte der 26 Rongorongo Tafeln zu kommen. Es ist also Eile geboten, wenn ihr das wahre Geheimnis der Artefakte lüften wollt.
Steuerung oder auch Gameplay
Die Steuerung ist sehr einfach gehalten. Mit dem Stick des Nunchuks könnt ihr euren Protagonisten durch die Welt bewegen, mit der Remote-Steuerung dagegen schaut ihr euch um und betrachtet Dinge genauer. Über die A-Taste nehmt ihr Dinge auf oder wendet Gegenstände an. Die Taste B dient zur genaueren Untersuchung. Mit der Fadenkreuz-Taste könnt ihr dann noch die aktuellen Aufträge und die Hilfe dazu aufrufen und mit der Letzten im Bunde, der Z-Taste, könnt ihr euren Charakter in Bewegung setzen.
Solltet ihr in einem Raum mal nicht die gesuchte Stelle für das Durchführen einer Aktion finden, hilft euch das Spiel gerne weiter. Es taucht nach einem Klick auf der Remote-Steuerung alle wichtigen Stellen in ein helles Gelb und das restlichte Terrain in Grau. Damit fallen euch relevante Gegenstände oder Ecken sofort ins Auge.
Besonders gefallen hat uns die Unterteilung in bestimmte Gebiete. Gefundene Gegenstände finden nämlich nur in derselben Umgebung Anwendung, in der sie auch gefunden wurden. Nach dem Verwenden zerfallen die meisten Gegenstände sofort. Dieser Aspekt beugt einer ewigen Lauferei durch vergangene Städte und Gebiete vor, nur um irgendeinen Gegenstand zu finden, den man vor 4 Spielstunden hätte auflesen sollen und nun keine Ahnung hat, wo der sein könnte. Oh ja, wir alle haben damit schon so einige hasserfüllte Stunden verbracht.

Grafik oder auch Sound
Im Vorgänger Teil "Die Krone des Midas" spielte sich die gesamte Handlung lediglich im Museum ab. Dieser negative Aspekt wurde nun in "Der Fluch der Osterinsel" verändert. Das Spiel trägt euch im Laufe der Handlung quer durch die ganze Welt, darunter sind Orte wie St. Petersburg, Lima, Bombay und natürlich die Osterinseln. Das verspricht natürlich ständig veränderte Umgebungen, damit kommt nie Langeweile oder Monotonie auf. Auch die Charaktere wurden gekonnt in Szene gesetzt und wissen zu gefallen. Leider ist die Grafik insgesamt betrachtet jedoch nicht allzu gut. Zwar handelt es sich hier um ein Wii-Titel, aber selbst dafür ist die Grafik alles andere als gut. Der Titel aus Deutschland muss sich zwar in Sachen Zeichenkunst nicht verstecken, zieht jedoch im Vergleich mit der Genrekonkurrenz den Kürzeren. Umso besser ist jedoch die musikalische Untermalung gelungen. Besonders hervorheben können wir die sehr guten Sound-Effekte, die beim Verwenden von Gegenständen oder anderen Aktionen entstehen.
Kommentare
13.03.2011 21:56:35 von Hannah Alb
ja, ein Anfängerspiel, sehr nett